GdP warnt Bundespolizisten vor Risiken durch Zurückweisungen

GdP warnt Bundespolizisten vor Risiken durch Zurückweisungen

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GdP warnt Bundespolizisten vor Risiken durch Zurückweisungen

() – Nach der Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, wonach die Zurückweisung von drei somalischen Asylbewerbern an der deutsch-polnischen Grenze rechtswidrig war, sieht die Gewerkschaft der (GdP) offenbar erhebliche Risiken für Bundespolizisten, die weiter solche Zurückweisungen durchführen. „Mit einiger Wahrscheinlichkeit verstößt die Bundesrepublik durch die auf Weisung des Bundesinnenministeriums fußende Praxis der Zurückweisung gegen geltendes “, heißt es dazu in einer internen Bewertung der Gewerkschaft, über die der „Spiegel“ berichtet. Es drohten weitere Klagen „mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit“.

Bei ernsthaften Zweifeln, ob sich eine Weisung ihres Dienstherrn mit Recht und Gesetz vereinbaren lässt, seien die Beamten verpflichtet zu remonstrieren, also dem Vorgesetzten mitzuteilen, dass sie Bedenken haben und die Verantwortung ablehnen. Mit der Entscheidung aus Berlin könne diese Schwelle des ernsthaften Zweifels erreicht sein, hieß es weiter.

Die GdP stützt sich dem Bericht zufolge auch auf eine Einschätzung des Berliner Strafrechtlers Johannes Eisenberg. Darin kam Eisenberg schon im Januar zu dem Schluss, die Beamten könnten „im Fall der angekündigten Weisung zur Remonstration gezwungen“ sein. Denn falls sich Zurückweisungen vor Gericht als rechtswidrig herausstellten, könnte sonst gegen Beamte – je nachdem, wie entschieden sie vorgegangen sind – „wegen Nötigung, gegebenenfalls Freiheitsberaubung“ ermittelt werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Johannes Eisenberg.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bundesrepublik Deutschland, Bundesinnenministerium, Berliner Verwaltungsgericht, Johannes Eisenberg, Spiegel.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden an der deutsch-polnischen Grenze statt.

Worum geht es in einem Satz?

Nach der Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, die Zurückweisung von drei somalischen Asylbewerbern an der deutsch-polnischen Grenze für rechtswidrig zu erklären, sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erhebliche rechtliche Risiken für Bundespolizisten, die diese Praxis weiterhin anwenden, und fordert sie auf, bei Zweifeln zu remonstrieren, um mögliche strafrechtliche Folgen zu vermeiden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für das Ereignis war die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, dass die Zurückweisung von somalischen Asylbewerbern an der deutsch-polnischen Grenze rechtswidrig war. Diese Entscheidung führte zur Besorgnis der Gewerkschaft der Polizei über die rechtlichen Risiken für Bundespolizisten, die solche Zurückweisungen weiterhin durchführen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Praxis der Zurückweisung gegen geltendes Recht verstößt.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach einer gerichtlichen Entscheidung erhebliche Risiken für Bundespolizisten sieht, die bei Zurückweisungen von Asylbewerbern an der deutsch-polnischen Grenze intervenieren müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass Beamte verpflichtet sind, Bedenken zu äußern, wenn sie an der Rechtmäßigkeit solcher Weisungen zweifeln, da ansonsten rechtliche Konsequenzen drohen könnten.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: erhebliche Risiken für Bundespolizisten, mögliche Verstöße gegen geltendes Recht, drohende Klagen mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit, Verpflichtung zur Remonstration, Ermittlung wegen Nötigung, mögliche Ermittlung wegen Freiheitsberaubung.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zitiert. Die GdP sieht erhebliche Risiken für Bundespolizisten, da die Praxis der Zurückweisung von Asylbewerbern gegen geltendes Recht verstoßen könnte, was zu weiteren Klagen mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit führen könnte. Zudem sind Beamte verpflichtet, ihren Vorgesetzten Bedenken mitzuteilen, falls sie an der Rechtmäßigkeit einer Weisung Zweifel haben.

Berlin: Zentrum politischer Entscheidungen

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein wichtiges Zentrum für politische und rechtliche Entwicklungen. Hier werden zentrale Entscheidungen getroffen, die tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte Land haben. Der aktuelle Fall zur Zurückweisung somalischer Asylbewerber an der deutsch-polnischen Grenze zeigt, wie sensibel und kompliziert das Thema Asylrecht ist. Die Diskussion um die Rechtslage hat auch Auswirkungen auf das Handeln der Bundespolizei und deren Beamte. Die Stadt Berlin bleibt somit ein Schauplatz für intensive juristische Debatten und zur Wahrung von Menschenrechten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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