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Pro Asyl verteidigt Unterstützung für Somalier nach Zurückweisung
Berlin () – Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat ihr Vorgehen im Fall von drei Somaliern, die gegen Zurückweisungen an der Grenze geklagt und Recht bekommen hatten, verteidigt. „Die drei Somalier allein haben entschieden, die Einreise nach Deutschland ein drittes Mal zu wagen“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). „Es findet kein Puppenspiel statt, wo Schutzsuchende nach der Pfeife von Organisationen tanzen.“
Auch der Vorwurf, Pro Asyl habe einer der drei nahegelegt, ihr Alter zu verschleiern, sei nicht korrekt. „Nein, das ist eine hanebüchene Falschbehauptung: In den Unterlagen der Bundespolizei wurde sie bereits bei der zweiten Zurückweisung als Minderjährige geführt – zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht einmal von der Existenz der drei“, so Kopp.
Derzeit würden die drei Somalier von einem Netzwerk unterstützt. „Die drei Asylsuchenden müssen aber auch vor einer Gruppe Journalisten geschützt werden, die ihnen auflauern und permanent mit vertraulichen Informationen aus dem Behördenapparat versorgt werden“, sagte Kopp. „Die drei erahnen mittlerweile, dass an ihrem Beispiel ein Grundsatzkonflikt über die sogenannte Asylwende geführt wird. Sie werden mit ihren Porträts an den Pranger gestellt. Das führt zu massiven Ängsten und Panikattacken. Und es kann auch Familienangehörige im Herkunftsland gefährden.“
Ob der Fall weiter an den Europäischen Gerichtshof gehe, hänge allein von der Betroffenen ab, sagte Kopp. Parallel habe Pro Asyl jedoch einen Appell an die EU-Kommission gerichtet, damit ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet wird. Falls der Fall der Somalierin als Präzedenzfall scheitert, sei kein neuer Fall in Vorbereitung, so Kopp. „Stand jetzt haben wir keinen neuen Fall in der Rechtshilfe. Wir hoffen, dass auch andere Organisationen Opfer der Zurückweisungspraxis vor Gericht unterstützen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Karl Kopp
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Pro Asyl, Tagesspiegel, Bundespolizei, EU-Kommission, Europäischen Gerichtshof
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Grenze zwischen Deutschland und Polen, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl verteidigt ihre Unterstützung für drei Somalier, die gegen ihre Zurückweisung an der deutschen Grenze geklagt haben, und weist Vorwürfe zurück, sie hätten die Asylsuchenden manipuliert oder deren Alter verschleiert, während sie gleichzeitig auf die Gefahren hinweisen, die mit der öffentlichen Aufmerksamkeit und dem Konflikt über die deutsche Asylpolitik verbunden sind.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund des Ereignisses ist der Rechtsstreit von drei somalischen Asylsuchenden, die gegen ihre Zurückweisungen an der Grenze zu Deutschland geklagt haben. Sie suchen Schutz in Deutschland und kämpfen gegen die Praxis, die Asylanträge an der Grenze abzulehnen. Pro Asyl verteidigt deren Vorgehen und kritisiert die mediale und politische Behandlung des Falls als problematisch und potenziell gefährlich für die Betroffenen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl auf Vorwürfe reagiert hat, sie habe die Somalier zum Altersschwindel angeregt; sie betont, dass diese selbstständig die Einreise gewagt hätten. Zudem warnte Pro Asyl vor den negativen Folgen der Medienberichterstattung auf die Asylsuchenden und forderte rechtliche Schritte gegen die deutsche Grenzpolitik.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: massive Ängste und Panikattacken, Gefährdung von Familienangehörigen im Herkunftsland, Möglichkeit eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland durch die EU-Kommission, kein neuer Fall in der Rechtshilfe, Hoffnung auf Unterstützung anderer Organisationen.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Karl Kopp, dem Geschäftsführer von Pro Asyl, zitiert. Er verteidigt die Entscheidung der drei Somalier, erneut nach Deutschland einreisen zu wollen, und weist den Vorwurf zurück, dass Pro Asyl ihnen nahegelegt habe, ihr Alter zu verschleiern. Kopp erklärt zudem, dass die somalischen Asylsuchenden unter massivem Druck stünden und ihre Situation einen Grundsatzkonflikt über die Asylwende widerspiegelt.
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Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein wichtiges Zentrum für Menschenrechtsorganisationen. Hier werden zahlreiche Initiativen gestartet, die sich für die Rechte von Flüchtlingen und Asylbewerbern einsetzen. Die Stadt hat eine vielfältige Kultur und zieht Menschen aus aller Welt an, die nach Schutz und einem besseren Leben suchen. In den letzten Jahren hat die politische Debatte um Asyl und Migration in Berlin stark zugenommen. Trotz der Herausforderungen bleibt die Stadt ein Symbol für Hoffnung und Menschlichkeit.
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