Linke warnt vor automatischer Polizeidatenanalyse in Thüringen

Linke warnt vor automatischer Polizeidatenanalyse in Thüringen

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Thüringer Politik: Bedenken gegen Polizeidatenanalyse

Erfurt () – Die Linke im Thüringer Landtag warnt vor einer unkontrollierten automatisierten Massenanalyse von Polizeidaten. Das teilte die netzpolitische Sprecherin der Fraktion, Katharina König-Preuss, mit.

Sie sieht im Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes ‚Palantir-ähnliche Überwachungsbefugnisse‘ versteckt.

König-Preuss verwies auf internationale Erfahrungen und nannte als Beispiel die Schweiz, die nach jahrelanger Prüfung bewusst auf die umstrittene Software-Palantir verzichtet habe. Während andere Staaten die Risiken für Grundrechte erkannt hätten, öffne die Thüringer Koalition aus CDU, SPD und BSW die Tür für vergleichbare Mechanismen.

Besonders kritisch sei der geplante Umfang der Datenverknüpfung, der hochsensible Informationen zu Gesundheit, Bewegungen und politischen Aktivitäten umfasse.

Die Abgeordnete kritisierte zudem fehlende Kontrollen. Bis 2032 könnten Kennzeichnungs- und Kontrollpflichten ausgesetzt werden, wenn sie als technisch zu aufwendig gelten.

Dies führe zu einer undurchsichtigen ‚Blackbox‘. Die Linke lehne solche massiven Grundrechtseingriffe ohne Richtervorbehalt ab.

Sicherheit dürfe nicht auf Kosten von Datenschutz und demokratischer Kontrolle gehen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizeidienststelle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Katharina König-Preuss

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Wann ist das Ereignis passiert?

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Wo spielt die Handlung des Artikels?

Erfurt, Thüringen, Schweiz

Worum geht es in einem Satz?

Die Linke im Thüringer Landtag warnt vor einer unkontrollierten automatisierten Massenanalyse von Polizeidaten und kritisiert den Gesetzentwurf der Landesregierung als versteckte Einführung von weitreichenden Überwachungsbefugnissen, die potenziell Grundrechte verletzen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Gesetzentwurf zur Änderung des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes
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  • Bedenken hinsichtlich Grundrechtseingriffe und Demokratiekontrolle

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  • Linke im Thüringer Landtag warnt vor unkontrollierter Massenanalyse von Polizeidaten
  • Katharina König-Preuss äußert Bedenken bezüglich Gesetzentwurf zur Änderung des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes
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  • Thüringer Koalition öffnet Tür für Überwachungsmechanismen
  • Kritische Anmerkungen zu Umfang der Datenverknüpfung (Gesundheit, Bewegungen, politische Aktivitäten)
  • Fehlende Kontrollen und mögliche Aussetzung von Kennzeichnungs- und Kontrollpflichten bis 2032
  • Ablehnung massiver Grundrechtseingriffe ohne Richtervorbehalt
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Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor unkontrollierter automatisierter Massenanalyse von Polizeidaten
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  • Vergleichbare Mechanismen zu Palantir könnten eingeführt werden
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  • Hohe Sensibilität der gesammelten Informationen
  • Fehlende Kontrollen und potenzielle Aussetzung von Kennzeichnungs- und Kontrollpflichten
  • Massive Grundrechtseingriffe ohne Richtervorbehalt
  • Konflikt zwischen Sicherheit, Datenschutz und demokratischer Kontrolle

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Die netzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Katharina König-Preuss, äußert Bedenken bezüglich des Gesetzentwurfs der Landesregierung.

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