Breite Kritik an US-Freigabe von russischem Öl

Politische Kritik an US-Ölentscheidung in Berlin

Berlin () – Politiker der schwarz-roten haben der USA zu einer befristeten Lockerung von Handelssperren für russisches Öl scharf kritisiert.

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte der „Rheinischen Post“: „Von diesem Vorgehen der USA profitiert Russland in dreifacher Weise. Erstens erhöhen sich die russischen Einnahmen und gehen direkt in die Finanzierung des Angriffskriegs. Zweitens wird das Sanktionsregime geschwächt und Russland kann den Abnehmermarkt diversifizieren. Drittens nutzt Russland dies als kognitive Kriegsführung, um die Spaltung der USA und Europas voranzubringen.“

Kiesewetter sagte weiter, die Lockerung der Sanktionen widerspreche „Kernsicherheitsinteressen Europas, weil es dem Aggressor Russlands dient“. Zugleich mahnte der CDU-Politiker: „Allerdings sollten die Europäer auch selbstkritisch sein. Wir haben noch viel mehr Möglichkeiten, die Ukraine zu unterstützen und die Schattenflotte der Russen zu stoppen, doch nutzen diese nicht gänzlich aus.“

Kritik kam auch aus der SPD. Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sagte der „Rheinischen Post“, Trumps Entscheidung helfe dem Kreml dabei, den „Angriffskrieg gegen die Ukraine nun wieder besser finanziert zu bekommen“. Er bemängelte: „So profitieren zwei falsche Kriege voneinander, weil sich beide Machthaber nur um ihre eigenen Interessen scheren. Damit wird für die europäischen und globalen Mittelmächte noch einmal mehr deutlich, warum wir uns in einer gemeinsamen Allianz zusammenschließen müssen.“

Die Entscheidung der US-, angesichts der stark gestiegenen vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl wieder zu erlauben, stößt auch in der Opposition auf scharfe Kritik. Linken-Chefin Ines Schwerdtner bezeichnete die Solidarität der USA mit der Ukraine als „scheinheilig“. Der „Rheinischen Post“ sagte Schwerdtner: „Die Idee, russisches Öl wieder auf den Markt zu lassen, zeigt die ganze Doppelmoral der US-. Auf der einen Seite wird Russlands Angriffskrieg zu Recht verurteilt, auf der anderen Seite soll Moskau plötzlich wieder Öl verkaufen dürfen, sobald die Preise steigen.“

Weiter kritisierte sie: „Das sendet ein fatal falsches Signal: Völkerrechtsbrüche werden dann offenbar relativiert, wenn sie wirtschaftlich unbequem werden.“ Schwerdtner forderte vor diesem Hintergrund, die Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden. „Wer dauerhaft stabile Energiepreise will, muss erneuerbare Energien ausbauen und die Marktmacht der großen Energiekonzerne begrenzen“, sagte sie.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tanklager (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Roderich Kiesewetter, Adis Ahmetovic, Ines Schwerdtner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, SPD, Linke, USA, Kreml, Moskau, Ukraine, Trumps, Ines Schwerdtner

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, USA.

Worum geht es in einem Satz?

Politiker der schwarz-roten Koalition kritisieren die US-Entscheidung zur Lockerung von Handelssperren für russisches Öl scharf, da sie Russland in seiner Kriegsfinanzierung unterstützen, das Sanktionsregime schwächen und ein falsches Signal in Bezug auf völkerrechtliche Verstöße senden könnte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Entscheidung der USA zur befristeten Lockerung von Handelssperren für russisches Öl
  • Stark gestiegene Energiepreise
  • Kritik an der Doppelmoral der US-Politik
  • Auswirkungen auf die Finanzierung des russischen Angriffskriegs
  • Schwächung des Sanktionsregimes
  • Russland kann Abnehmermarkt diversifizieren
  • Nutzung der Situation für kognitive Kriegsführung
  • Selbstkritik der Europäischen Union bezüglich Unterstützung der Ukraine

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Politiker der schwarz-roten Koalition kritisieren die US-Entscheidung zur Lockerung von Handelssperren für russisches Öl
  • CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter äußert, Russland profitiere dreifach von der Entscheidung
  • Kiesewetter betont, dass die Lockerung den Kernsicherheitsinteressen Europas widerspricht
  • SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic kritisiert, dass die Entscheidung dem Kreml beim Finanzieren des Angriffskriegs hilft
  • Linken-Chefin Ines Schwerdtner bezeichnet die US-Solidarität mit der Ukraine als scheinheilig
  • Schwerdtner fordert das Beenden der Abhängigkeit von Öl und Gas und den Ausbau erneuerbarer Energien

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhung russischer Einnahmen zur Finanzierung des Angriffskriegs
  • Schwächung des Sanktionsregimes
  • Diversifizierung des Abnehmermarktes für Russland
  • Nutzung als kognitive Kriegsführung zur Spaltung der USA und Europas
  • Widerspruch zu Kernsicherheitsinteressen Europas
  • Notwendigkeit zur verstärkten Unterstützung der Ukraine
  • Bessere Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine für den Kreml
  • Forderung nach Beendigung der Abhängigkeit von Öl und Gas
  • Notwendigkeit zum Ausbau erneuerbarer Energien
  • Begrenzung der Marktmacht großer Energiekonzerne
  • Senden eines fatal falschen Signals bezüglich Völkerrechtsbrüchen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden Stellungnahmen und Reaktionen von mehreren Personen zitiert. Zum Beispiel äußert der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter seine Bedenken zur Lockerung der Sanktionen und bezeichnet sie als gegen die Kernsicherheitsinteressen Europas gerichtet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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