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Sicherheitspolitik in Berlin: Befugnisse der Behörden
Berlin () – Die Grünen unterstützen den Vorstoß von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Sicherheitsbehörden mit mehr Befugnissen auszustatten. „Um als freiheitliche Gesellschaft die Angriffe auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens abwehren zu können, ist es entscheidend, dass unsere Sicherheitsbehörden gut und modern aufgestellt sind“, sagte Fraktionsvize Konstantin von Notz dem „Handelsblatt“. „Wir Grüne verschließen uns deshalb keiner Debatte um neue Befugnisse.“
Zugleich mahnte von Notz die Einhaltung verfassungsrechtlicher Grenzen an. „Wer den Kern unserer liberalen Gesellschaftsordnung schützen wolle, muss auch die Freiheitsgarantien des Grundgesetzes respektieren“, sagte er. Offen zeigte sich der Grünen-Politiker für „effektive und rechtskonforme Ermittlungsbefugnisse“.
Mit Blick auf die Speicherung von IP-Adressen zog von Notz jedoch eine klare Grenze. „Anlasslose Massenüberwachung wie die Vorratsdatenspeicherung lehnen wir ab“, sagte er. Stattdessen warb er für das sogenannte Quick-Freeze-Verfahren. Dieses sei eine „grundrechtsschonende und zielgerichtete Alternative“. Beim Quick-Freeze-Verfahren muss ein Richter im Verdachtsfall anordnen, dass bestimmte Internetdaten gesichert werden dürfen.
Dobrindt hatte zuvor eine Sicherheitsoffensive gegen äußere Bedrohungen, Terrorismus und organisierte Kriminalität angekündigt. „Dafür stärken wir unsere Sicherheitsbehörden mit klaren Befugnissen“, sagte er dem „Handelsblatt“. „2026 steht für Sicherheit, Stabilität und Schutz. Die Menschen sollen sich sicher fühlen – im Alltag wie zu Hause.“
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Polizei (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
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Die Grünen unterstützen Bundesinnenminister Dobrindts Vorstoß, die Sicherheitsbehörden mit erweiterten Befugnissen auszustatten, fordern jedoch die Einhaltung verfassungsrechtlicher Grenzen und lehnen anlasslose Massenüberwachung ab, schlagen stattdessen das Quick-Freeze-Verfahren vor.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg von Bedrohungen durch Terrorismus und organisierte Kriminalität
- Notwendigkeit, Sicherheitsbehörden modern und gut aufgestellt zu halten
- Diskussion über die Erhöhung von Befugnissen für Sicherheitsbehörden
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- Bedenken gegen anlasslose Massenüberwachung und Vorstellung von Alternativen
- Öffentliche Wahrnehmung und Sicherheitsgefühl der Bevölkerung
- Einhaltung verfassungsrechtlicher Grenzen und Grundrechtsgarantien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Grünen unterstützen die Forderung von Bundesinnenminister Dobrindt nach mehr Befugnissen für Sicherheitsbehörden.
- Fraktionsvize Konstantin von Notz betont die Notwendigkeit moderner Sicherheitsbehörden zum Schutz der Gesellschaft.
- Er mahnt zur Einhaltung verfassungsrechtlicher Grenzen und zum Respekt der Freiheitsgarantien des Grundgesetzes.
- Ablehnung von anlassloser Massenüberwachung wie Vorratsdatenspeicherung.
- Befürwortung des Quick-Freeze-Verfahrens als grundrechtsschonende Alternative.
- Dobrindt kündigt Sicherheitsoffensive gegen äußere Bedrohungen, Terrorismus und organisierte Kriminalität an, um Sicherheitsbehörden zu stärken.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unterstützung für erweiterte Befugnisse der Sicherheitsbehörden
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- Stärkung der Sicherheitsbehörden für Sicherheit und Stabilität
- Förderung des Sicherheitsgefühls der Menschen im Alltag und zu Hause
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Konstantin von Notz, dem Fraktionsvize der Grünen, zitiert, der die Notwendigkeit betont, Sicherheitsbehörden mit modernen Befugnissen auszustatten und gleichzeitig die Freiheitsgarantien des Grundgesetzes zu respektieren.
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