Dobrindts Cyber-Gegenwehr-Pläne stoßen auf Lob und Kritik

Dobrindts Cyber-Gegenwehr-Pläne stoßen auf Lob und Kritik

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Cyberabwehr und politische Reaktionen in Berlin

Berlin () – Nach der Ankündigung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), bei Cyber-Angriffen und Attacken auf deutsche Infrastruktur mit Gegenwehr reagieren zu wollen, kommt aus der Regierungskoalition Unterstützung und aus der Opposition Kritik.

„Bundesinnenminister Dobrindt hat völlig recht“, sagte Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der „Welt“ (Freitagausgabe). „Der Staat braucht die Fähigkeit zur aktiven Gegenwehr, wenn unsere kritische Infrastruktur oder Unternehmen angegriffen werden.“ Entscheidend sei dabei, dass solche Maßnahmen rechtlich klar geregelt, parlamentarisch kontrolliert und völkerrechtskonform sind. „Deutschland darf kein wehrloses Ziel für feindliche Akteure bleiben.“

Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler verwies darauf, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag beschlossen hätten, die Fähigkeiten zur aktiven Cyberabwehr im Rahmen des verfassungsrechtlich Möglichen auszubauen. „Vor diesem Hintergrund sind die Äußerungen des Bundesinnenministers zu verstehen“, so Fiedler. Man werde bald gesetzliche Möglichkeiten schaffen.

Die Opposition im Bundestag sieht Dobrindts Pläne und seine neue Rhetorik kritisch. „Die Aussagen des Innenministers haben uns durchaus gewundert. Denn Alexander Dobrindt hat sich trotz zahlreicher Aufforderungen bisher kaum um das Thema hybride Bedrohungen gekümmert“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von Notz. Der Innenminister habe sich beinahe ausschließlich mit der vermeintlichen „Migrationswende“ beschäftigt.

„Von einem kohärenten, den großen Herausforderungen angemessenen Vorgehen sind wir weit entfernt“, sagte von Notz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums ist. Er forderte „mehr als reine Ankündigungen“. Wenn der Innenminister nun eine Regelung vorlege, „die hohen verfassungsrechtlichen Anforderungen genügt und einen gangbaren Vorschlag macht, wie die Gefahrenabwehr auch in diesem Bereich effektiviert werden kann, schauen wir uns diesen gerne an“.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, sieht bei einer offensiveren Cyberabwehr hohe rechtliche Hürden. „Die Ankündigung, `Gegenwehr im Cyberraum` zu ermöglichen, ist verfassungs- und völkerrechtlich hochproblematisch. Der Bund kann ohne Grundgesetzänderung keine eigenen Abwehrbefugnisse schaffen, und digitale Gegenschläge gegen Server im Ausland würden die Souveränität anderer Staaten verletzen.“

Der Bundesinnenminister hatte am Dienstag auf einer Veranstaltung der „Welt“ gesagt: „Im Moment leiten wir Cyberangriffe nur um und wehren diese damit ab. Das reicht aus meiner Sicht nicht mehr aus. Deswegen werden wir die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, zukünftig gezielt die Gegenwehr gegen den Aggressor zu ermöglichen.“ Auch wenn sich dessen Infrastruktur, Server und Software im Ausland befänden, werde man sie „stören und zerstören“ können.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt am 11.11.2025

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Dobrindt, Günter Krings, Sebastian Fiedler, Konstantin von Notz, Clara Bünger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesinnenministerium, CSU, CDU/CSU-Bundestagsfraktion, SPD, Parlamentarisches Kontrollgremium, Grüne, Linke, Welt

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 11.11.2025.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plädiert für eine aktive Cyberabwehr gegen Angriffe auf deutsche Infrastruktur, was in der Regierungskoalition Unterstützung findet, während die Opposition vor rechtlichen Herausforderungen warnt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung von Bundesinnenminister Dobrindt zur aktiven Cyberabwehr
  • Vorangegangene Diskussion über hybride Bedrohungen
  • Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD zur Cyberabwehr
  • Zunehmende Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur in Deutschland
  • Forderung nach rechtlicher Klarheit und parlamentarischer Kontrolle
  • Bedenken hinsichtlich völkerrechtlicher Fragestellungen
  • Mangelnde vorhergehende Maßnahmen des Innenministers in diesem Bereich
  • Reaktion der Opposition auf Dobrindts Pläne und Rhetorik

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Unterstützung aus der Regierungskoalition für Dobrindts Ankündigung
  • Günter Krings (CDU/CSU) betont die Notwendigkeit aktiver Gegenwehr
  • Sebastian Fiedler (SPD) verweist auf Koalitionsvertrag zur Cyberabwehr
  • Opposition äußert Kritik an Dobrindts Rhetorik und Plänen
  • Konstantin von Notz (Grüne) fordert mehr als nur Ankündigungen
  • Clara Bünger (Linke) sieht hohe rechtliche Hürden für offensivere Cyberabwehr

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Unterstützung aus der Regierungskoalition
  • Kritik aus der Opposition
  • Notwendigkeit rechtlicher Regelungen und parlamentarischer Kontrolle
  • Gesetzliche Möglichkeiten zur aktiven Cyberabwehr werden geschaffen
  • Hohe rechtliche Hürden für offensive Cyberabwehr
  • Diskussion um völkerrechtliche Probleme bei digitalen Gegenschlägen
  • Forderung nach kohärentem Vorgehen und effektiver Gefahrenabwehr
  • Ankündigungen müssen konkrete Vorschläge umfassen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Beispielsweise sagte Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Bundesinnenminister Dobrindt hat völlig recht."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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