SPD zweifelt an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für Iran-Krieg

Politische Debatte um Ramstein-Airbase in Berlin

() – In der schwarz-roten gibt es wachsende Zweifel, ob die Bundesregierung weiterhin uneingeschränkt die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den gegen den Iran erteilen darf.

„Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran ist die völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, der „Süddeutschen Zeitung“. Aus Sicht der SPD und der meisten Völkerrechtler sei der Angriff auf Iran jedoch nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. „Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, könnten gegebenenfalls Gerichte darüber entscheiden, ob die Nutzung von Ramstein im Zusammenhang mit diesem Krieg untersagt werden muss.“

Die Bundesregierung von Friedrich Merz (CDU) wendet sich bisher gegen eine Einschränkung oder eine Verweigerung notwendiger Überflugrechte. Grundlage für die Ramstein-Nutzung ist das Stationierungsrecht, geregelt im Aufenthaltsvertrag vom 23. Oktober 1954. Mit den Verträgen zur deutschen Wiedervereinigung wurde die Fortgeltung des Vertrags bestätigt. Hinzu kommen Vereinbarungen im Nato-Truppenstatut. Nach einer früheren Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags können sowohl der Aufenthaltsvertrag als auch das Nato-Truppenstatut aufgekündigt werden, allerdings könne die Militärpräsenz nur unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren beendet werden.

Der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Sören Pellmann, sagte der Zeitung: „Um nicht Beihilfe für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran zu leisten, ist die gegen die Nutzung der US-Air-Base Ramstein.“ Mit Verweis auf den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags sagte Pellmann hinsichtlich des Stationierungsrechts, die Bundesrepublik könne „völkerrechtlich konform diesen Aufenthaltsvertrag einseitig kündigen“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Iran (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, CDU, Linke, Nato, Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Ramstein, Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

In der schwarz-roten Koalition wächst der Zweifel an der rechtlichen Zulässigkeit der Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für einen möglichen Krieg gegen den Iran, da viele Politiker und Völkerrechtler den Angriff als völkerrechtswidrig ansehen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wachsende Zweifel in der schwarz-roten Koalition zur Nutzung von Ramstein
  • Unvollständige völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung
  • SPD und Völkerrechtler sehen Angriff auf Iran als völkerrechtswidrig
  • Möglichkeit gerichtlicher Entscheidungen über Ramstein-Nutzung
  • Bundeskanzler Merz (CDU) hält an Nutzung fest
  • Grundlage der Ramstein-Nutzung im Aufenthaltsvertrag von 1954
  • Bestätigung der Vertragsfortgeltung durch Wiedervereinigung
  • Linke lehnt Nutzung zur Vermeidung von Beihilfe zu völkerrechtswidrigem Krieg ab
  • Möglichkeit einseitiger Kündigung des Aufenthaltsvertrags gemäß wissenschaftlicher Einschätzung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Wachsende Zweifel in der schwarz-roten Koalition zur Nutzung von Ramstein für den Krieg gegen Iran
  • SPD fordert völkerrechtliche Prüfung, sieht Angriff auf Iran als nicht völkerrechtskonform
  • Gerichte könnten über Nutzung von Ramstein entscheiden, falls Bundesregierung zu diesem Schluss kommt
  • Kanzler Merz (CDU) lehnt Einschränkungen oder Verweigerungen der Überflugrechte ab
  • Grundlage für Ramstein-Nutzung ist der Aufenthaltsvertrag von 1954 und das Nato-Truppenstatut
  • Linke-Bundestagsfraktion spricht sich gegen Ramstein-Nutzung aus, um Beihilfe für völkerrechtswidrigen Krieg zu vermeiden
  • Linke sieht Möglichkeit der einseitigen Kündigung des Aufenthaltsvertrags gemäß Wissenschaftlichem Dienst des Bundestags

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Wachsende Zweifel an der Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein
  • Völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen
  • Mögliche Einschätzung, dass der Angriff auf Iran völkerrechtswidrig ist
  • Gerichte könnten über die Nutzung von Ramstein entscheiden
  • Möglichkeit der einseitigen Kündigung des Aufenthaltsvertrags
  • Militärpräsenz könnte nur mit einer Frist von zwei Jahren beendet werden
  • Widerstand gegen die Nutzung der US-Air-Base von Seiten der Linken-Bundestagsfraktion

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Adis Ahmetovic, dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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