Politik: Bundeswehrbeteiligung an Friedensabkommen in Ukraine
Berlin () – Die Beteiligung der Bundeswehr an der Absicherung eines möglichen Friedensabkommens in der Ukraine im Rahmen einer multinationalen Truppe wird in der SPD offengehalten. „Die SPD-Fraktion hat auf die Frage der Bundeswehr-Beteiligung bisher noch nicht kategorisch mit Zu- oder Absage reagiert. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es noch eine Hörsaaldebatte“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, dem „Spiegel“.
Es gebe schließlich nicht einmal eine Waffenruhe, die Ukraine werde fast tagtäglich von Russland bombardiert. „Und ernsthafte Friedensgespräche liegen noch in weiter Ferne“, so der SPD-Politiker. „Klar ist aber: Deutschland wird, wie auch in den vergangenen Jahren, seiner Verantwortung in der EU und Nato gerecht werden. Es wird am Ende robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eine starke europäische Sicherheitsarchitektur geben“, sagte Ahmetovic.
Der SPD-Politiker nannte als vordringlichste Aufgabe, „alle außenpolitischen Anstrengungen gleich zu Beginn des Jahres“ in das Ziel der Beendigung des Krieges zu stecken. „Die Europäer sind gefragt, weiterhin geschlossen aufzutreten und die USA, trotz aller Irritationen der vergangenen Monate, an Bord zu behalten.“ Ohne die USA werde es nämlich zum jetzigen Standpunkt nicht gelingen, Putins Russland zu ernsthaften Verhandlungen zu bewegen.
Vor Neujahr hatte die „Welt“ mit Verweis auf Diplomatenkreise in Brüssel über die Absicherung eines Friedensabkommens durch eine internationale Truppe von „10.000 bis 15.000“ Soldaten aus europäischen Staaten berichtet. Bereits im September hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ von einer Friedenstruppe berichtet, an der sich 26 Staaten beteiligen wollten.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war jüngst im ZDF der Frage nach einer deutschen Beteiligung ausgewichen. Auf eine entsprechende Frage hatte der CDU-Politiker erklärt, zu der „Koalition der Willigen“ gehörten nicht nur europäische Staaten, sondern zum Beispiel auch Kanadier, Australier und andere Nationen der Welt.
4,4/5(20 Bewertungen)
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Wenn es dir Spaß gemacht hat, könntest du vielleicht noch einen Kommentar abgeben. Danke. 👍
Umfrage: Mehrheit steht hinter Waffenlieferungen an Ukraine 4. Februar 2025 Umfrage: Mehrheit steht hinter Waffenlieferungen an Ukraine Berlin () - Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für Deutschlands Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Das ergab…
Wadephul: Bundeswehreinsatz in der Ukraine "diskussionswürdig" 5. September 2025 Berlin () - Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wehrt sich gegen Kritik, er habe mit seinen Aussagen über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an Sicherheitsgarantien für…
Putin verlängert Oster-Waffenruhe in der Ukraine nicht 20. April 2025 Putin verlängert Oster-Waffenruhe in der Ukraine nicht Moskau () - Der russische Präsident Wladimir Putin wird die einseitig ausgerufene Waffenruhe in der Ukraine nicht verlängern.…
SPD sieht Merz bei Ukraine-Beratungen vor "schwerer Aufgabe" 14. Dezember 2025 Politische Diskussionen zur Ukraine in Berlin Berlin () - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht bei den Ukraine-Beratungen über eine Waffenruhe in der Ukraine nach Ansicht…
SPD drängt auf diplomatische Anstrengungen im Nahostkrieg 15. Juni 2025 Berlin () - Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, fordert angesichts der Lage in Iran und Israel diplomatische Initiativen Deutschlands."Die Bundesregierung muss auf eine…
SPD drängt weiter auf Unterzeichnung der Gaza-Erklärung 23. Juli 2025 Berlin () - Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetović, fordert von der Bundesregierung, dass sie die Erklärung mehrerer Staaten für ein sofortiges Ende des…
SPD-Außenpolitiker fordert Sanktionen gegen Israel 16. September 2025 Berlin () - Nach dem Angriff auf Gaza-Stadt hat der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, die Bundesregierung aufgefordert, weitere Sanktionen gegen Israel zu unterstützen."Die…
Merkel zeigt sich bestürzt über Tod Nawalnys 16. Februar 2024 Berlin () - Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bestürzt über den Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gezeigt. "Die Nachricht vom Tode Alexei Nawalnys…
Ukraine: Sicherheitskreise erwarten langsamen russischen Vormarsch 1. Februar 2025 Ukraine: Sicherheitskreise erwarten langsamen russischen Vormarsch Kiew () - Sicherheitskreise erwarten, dass Russland in der Ukraine weiter "in kleinen Schritten" Gelände gewinnen wird. Wie die…
Union und FDP offen für Bundeswehrsoldaten ohne deutschen Pass 22. Januar 2024 Berlin () - Um dem eklatanten Personalengpass in der Bundeswehr entgegenzuwirken, zeigt sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) offen dafür, in der Truppe auch Soldaten ohne…
Hardt: Russland nutzt Ukraine-Verhandlungen für Zeitgewinn 4. Februar 2026 Außenpolitik: Friedensgespräche in Abu Dhabi Berlin () - Außenpolitiker der Regierungskoalition haben vor zu hohen Erwartungen an die nächste Runde der Friedensgespräche von Russland, der…
Koalition uneins über Marinemission in der Straße von Hormus 14. März 2026 Politische Uneinigkeit über Marineeinsatz in Berlin Berlin () - Die Fachpolitiker der Regierungskoalition sind sich uneinig über eine Beteiligung der Bundeswehr an einer internationalen Marinemission…
SPD-Abgeordneter Ahmetovic will Koalitionsbeschluss zu "Stadtbild" 22. Oktober 2025 Politik im Kontext von Migration in Berlin Berlin () - Angesichts der umstrittenen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der im Zusammenhang mit der Migrationspolitik…
Außenpolitiker von CDU und SPD: Diplomatische Gaza-Lösung näher 4. Oktober 2025 Außenpolitik Berlin: Hoffnung auf Friedenslösung Berlin () - Der Unions-Außenpolitiker und Fraktionsvize Norbert Röttgen (CDU) und der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Adis Ahmetovic,…
Probleme bei Einführung von Bundeswehr-Digitalfunk 27. September 2025 Verteidigung und Digitalisierung der Bundeswehr Berlin () - Bei der Einführung eines neuen Digitalfunk-Systems für die Bundeswehr gibt es offenbar neue Probleme.Einem "Spiegel"-Bericht zufolge wurde…
Laschet begrüßt EU-Erklärung zu Venezuela 5. Januar 2026 Außenpolitik und internationale Beziehungen in Berlin Berlin () - Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet (CDU), hat die Erklärung der EU zur US-Intervention in…
SPD-Politiker Ahmetovic kritisiert Kommunikation von Wadephul 3. März 2026 Politische Kritik an Krisenkommunikation in Berlin Berlin () - SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hat Kritik an der Krisenkommunikation von Außenminister Johann Wadephul geübt."Die ursprüngliche Ankündigung, keine…
Rekrutierung von Soldatinnen stockt 24. Januar 2025 Rekrutierung von Soldatinnen stockt Berlin () - Die Bundeswehr kommt trotz aufwendiger Werbemaßnahmen bei der Rekrutierung von Soldatinnen nicht voran.Laut einer internen Liste aus dem…
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, EU, Nato, USA, Welt, Koalition der Willigen, Friedrich Merz, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Ukraine, Brüssel.
Worum geht es in einem Satz?
Die SPD hält die Beteiligung der Bundeswehr an einer multinationalen Truppe zur Unterstützung eines möglichen Friedensabkommens in der Ukraine offen, betont jedoch, dass es derzeit keine ernsthaften Friedensgespräche gibt und die Situation noch weit von einer Waffenruhe entfernt ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Ukraine befindet sich im Krieg mit Russland
Kontinuierliche Bombardierung durch Russland
Fehlende Waffenruhe und fortlaufende Konfliktsituation
Politische Reaktionen:
- SPD-Fraktion offen für Beteiligung der Bundeswehr an multinationaler Truppe
- Außenpolitischer Sprecher Ahmetovic betont keine kategorische Zusage oder Absage
- Unterstreicht aktuelle Situation: Keine Waffenruhe, fortwährende Angriffe auf Ukraine
- Notwendigkeit, außenpolitische Anstrengungen zur Kriegsbeendigung zu bündeln
- Bedeutung eines geschlossenen europäischen Auftretens und der USA betont
Öffentliche und mediale Reaktionen:
- „Welt“ berichtete über mögliche internationale Truppe zur Friedenssicherung
- Macron erwähnte Friedenstruppe bei Treffen der "Koalition der Willigen"
Keine direkte Reaktion von Medien oder Öffentlichkeit im Artikel beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
verneinen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, äußert sich zur Bundeswehr-Beteiligung an der Absicherung eines möglichen Friedensabkommens in der Ukraine und betont die Verantwortung Deutschlands in der EU und NATO.