EU kurz vor Einigung auf Namensverbote für Veggie-Produkte

EU-Politik: Debatte über Fleischersatznamen

Brüssel () – Das seit Monaten diskutierte EU-Verbot von Fleischersatznamen könnte tatsächlich kommen. Insider gehen davon aus, dass sich das EU-, die Kommission und der Rat der Mitgliedstaaten am Donnerstag in den Trilog-Verhandlungen auf bestimmter Produktbezeichnungen in der EU einigen dürften.

Dabei stehen einem „Spiegel“-Bericht zufolge Begriffe mit Tierbezug im Vordergrund. Etwa Bezeichnungen wie „Beef“ (Rind), „Pork“ (Schwein), „Chicken“ (Hühnchen), „Bacon“ (Speck) oder „T-Bone“. Auf diese enger gefasste Lösung drängen Rat und Kommission. Als Verhandlungssache gilt noch, ob das Verbot auch auf Produktbezeichnungen wie Wurst und Burger ausgedehnt wird. Dafür setzt sich das Parlament ein. Das geht aus Verhandlungsdokumenten hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sprach sich erneut gegen das Bezeichnungsverbot aus. „Ich hoffe sehr, dass die mit ihren Bemühungen gegen das Bezeichnungsverbot erfolgreich ist“, sagte Liese dem „Spiegel“. „Wir haben außen- und wirtschaftspolitisch aktuell wirklich ganz andere Probleme als ein Veggie-Burger-Verbot.“

Das Bezeichnungsverbot ist Teil des Pakets zur Gemeinsamen Marktorganisation (CMO). Das Regelwerk dient der Verwaltung und Steuerung der Agrarmärkte und sorgt dafür, dass für landwirtschaftliche Erzeugnisse in allen Mitgliedstaaten einheitliche Marktregeln gelten.

Die ursprüngliche Idee der sogenannten CMO-Regulierung sei gewesen, Verträge zwischen Bauernhöfen und Abnehmerbetrieben wie zum Beispiel Molkereien zu ermöglichen, sagte Anna Strolenberg, niederländische Europaabgeordnete der Volt. „Dieser Plan könnte nun verwässert werden durch nationale Ausnahmen für mehrere Produkte und Milch-Genossenschaften“, warnt Strolenberg. „Anstatt die Einkommen von Landwirten zu stärken, diskutieren wir ein Veggie-Burger-Verbot“, sagte sie dem „Spiegel“. „Das wäre ein absurdes Ergebnis.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Fahnen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

EU-Parlament, Kommission, Rat der Mitgliedstaaten, CDU, Bundesregierung, CMO, Molkereien, Volt.

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum: Donnerstag (genaues Datum nicht erwähnt)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Brüssel

Worum geht es in einem Satz?

Das EU-Parlament, die Kommission und der Rat der Mitgliedstaaten stehen kurz vor einer Einigung über ein Verbot bestimmter Fleischersatznamen, während Opposition, wie der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese, auf die dringlicheren außen- und wirtschaftspolitischen Probleme hinweist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Diskussion über das EU-Verbot von Fleischersatznamen
  • Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, Kommission und Rat
  • Fokussierung auf Begriffe mit Tierbezug
  • Drang von Rat und Kommission zu einer engeren Lösung
  • Unterschiedliche Ansichten bezüglich des Umfangs des Verbots
  • Zugehörigkeit des Verbots zum Paket zur Gemeinsamen Marktorganisation (CMO)
  • Ursprüngliche Zielsetzung der CMO-Regulierung
  • Bedenken bezüglich nationaler Ausnahmen und deren Auswirkungen auf Landwirte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • EU-Parlament, Kommission und Rat der Mitgliedstaaten könnten sich auf Verbot bestimmter Produktbezeichnungen einigen
  • Begriffe mit Tierbezug stehen im Vordergrund (z. B. Beef, Pork, Chicken, Bacon, T-Bone)
  • Rat und Kommission drängen auf engere Lösung
  • Parlament fordert Ausdehnung des Verbots auf Bezeichnungen wie Wurst und Burger
  • CDU-Europaabgeordneter Peter Liese spricht sich gegen Bezeichnungsverbot aus
  • Liese betont wichtigere außen- und wirtschaftspolitische Probleme
  • Bezeichnungsverbot ist Teil des Pakets zur Gemeinsamen Marktorganisation (CMO)
  • Anna Strolenberg (Volt) warnt vor nationalen Ausnahmen und negativen Auswirkungen auf Landwirte

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mögliche Einführung eines Verbot bestimmter Fleischersatznamen
  • Diskussion über Ausweitung des Verbots auf weitere Produktbezeichnungen
  • Widerstand von Politikern gegen das Bezeichnungsverbot
  • Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Landwirtschaft
  • Gefahr der Verwässerung des CMO-Regelwerks
  • Potenzial für nationale Ausnahmen, die die Marktregeln gefährden könnten
  • Mögliche negative Folgen für Einkommen von Landwirten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, der Artikel zitiert Stellungnahmen von Peter Liese, einem CDU-Europaabgeordneten, und Anna Strolenberg, einer niederländischen Europaabgeordneten der Partei Volt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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