Trotz Klagen: Regierung hält an harter Linie gegen Afghanen fest

Politik: Afghanen in Deutschland und Aufnahmezusagen

Berlin () – Trotz einer Klagewelle von Afghanen vor deutschen Gerichten und schärferer Gesetze der Taliban gegen Kritiker will die Bundesregierung nicht von widerrufenen Aufnahmezusagen für ehemalige Ortskräfte und Oppositionelle abrücken.

Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Verweis auf die Antwort aus dem Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion im . Eine Änderung der bestehenden Praxis sei „nicht beabsichtigt“. Der Antwort zufolge sind inzwischen 501 Klagen gegen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) widerrufene Aufnahmezusagen anhängig.

„Wie schäbig ist es, dass sich Hunderte afghanische von Pakistan aus hilfesuchend an Verwaltungsgerichte wenden und die Einhaltung dieses Versprechens der Bundesregierung mühsam einklagen müssen“, sagte die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger. Zwar hätten viele Betroffene auf dem Rechtsweg Erfolg. „Aber wenn es darum geht, Wort zu halten, darf die Regierung die Entscheidung nicht den Gerichten überlassen“, so Bünger. Alle ursprünglichen Aufnahmezusagen müssten jetzt schnell und unkompliziert umgesetzt werden.

Bünger begründete die Dringlichkeit auch mit neuen Strafgesetzen, die die Taliban erlassen hätten. Diese sähen unter anderem die Todesstrafe für ein von den Taliban abweichendes Islamverständnis und Strafen für oppositionelle Haltungen vor. Für politisch besonders aktive Oppositionelle stelle das neue Gesetz eine erhebliche Gefährdung dar, mahnte Bünger: „Ich kann nicht glauben, dass die Regierung diese Menschen, denen eine Aufnahme fest zugesagt worden war, den Taliban zum Fraß vorwerfen will“.

Jüngst war bekannt geworden, dass fast die Hälfte von 2.308 in Pakistan lebenden Afghanen mit einer Aufnahmezusage aus Zeiten der -Regierung nicht mehr nach Deutschland kommen dürfen. Im Koalitionsvertrag hatten und SPD vereinbart, freiwillige Aufnahmen so weit wie möglich zu beenden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesinnenministerium (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesinnenministerium, Neue Osnabrücker Zeitung, Linksfraktion, Bundestag, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Linke, Taliban, Union, SPD

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Pakistan.

Worum geht es in einem Satz?

Trotz einer Klagewelle von Afghanen und drohender Gefahr durch neue Taliban-Gesetze hält die Bundesregierung an widerrufenen Aufnahmezusagen für ehemalige Ortskräfte und Oppositionelle fest und plant keine Änderungen an ihrer Praxis.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Klagewelle von Afghanen vor deutschen Gerichten
  • Widerrufene Aufnahmezusagen für ehemalige Ortskräfte und Oppositionelle
  • Schärfere Gesetze der Taliban gegen Kritiker und Oppositionelle
  • Unveränderte Praxis der Bundesregierung in Bezug auf Aufnahmezusagen
  • Politische und rechtliche Unsicherheiten für betroffene Afghanen
  • Dringlichkeit zur Klärung der Situation durch die Bundesregierung
  • Koalitionsvertrag sieht Ende freiwilliger Aufnahmen vor

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung behält widerrufene Aufnahmezusagen für Ortskräfte und Oppositionelle bei
  • Keine Änderung der Praxis beabsichtigt
  • 501 Klagen gegen widerrufene Aufnahmezusagen anhängig
  • Clara Bünger (Linksfraktion) kritisiert die Situation scharf
  • Aufruf zur schnellen Umsetzung der ursprünglichen Aufnahmezusagen
  • Dringlichkeit aufgrund neuer Taliban-Strafgesetze betont
  • Strafen für oppositionelle Haltungen und schwerwiegende Gefährdung für Betroffene
  • Fast die Hälfte der 2.308 Afghanen mit Aufnahmezusage darf nicht mehr nach Deutschland kommen
  • Koalitionsvertrag sieht Ende freiwilliger Aufnahmen vor

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Anhängigkeit von 501 Klagen gegen widerrufene Aufnahmezusagen
  • Hilfesuchende Afghanen müssen Klagewege beschreiten
  • Erfolgreiche Klagen, aber politische Verantwortung bleibt bei der Regierung
  • Dringlichkeit zur Umsetzung aller ursprünglichen Aufnahmezusagen
  • Neue Strafgesetze der Taliban erhöhen Gefährdung für Oppositionelle
  • Politisch aktive Oppositionelle sind erheblich gefährdet
  • Vertragsbruch gegenüber den ursprünglich zugesagten Aufnahmezusagen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Clara Bünger, die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, kritisiert die Bundesregierung scharf und fordert die umgehende Umsetzung der ursprünglichen Aufnahmezusagen für afghanische Menschen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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