Grünen-Fraktion gibt sich neue Wirtschaftsstrategie

Wirtschaftsstrategien der Grünen in Berlin

Berlin () – Ein Jahr nach der herben Niederlage bei der Bundestagswahl wollen die Grünen mit einer neuen Wirtschaftsstrategie Risse zwischen Unternehmen und kitten.

Die Bundestagsfraktion plädiert in einem achtseitigen Grundsatzpapier für günstigere und einen „Brückenstrompreis“ von fünf Cent je Kilowattstunde. Auch eine Senkung der Stromsteuer „für alle Unternehmen und Haushalte“ soll der Wirtschaft zugutekommen, heißt es in dem , über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Damit gehen die Grünen über die der Regierung hinaus, die vor allem große Unternehmen entlasten will.

Mit einer „aktiven Industriepolitik“ wollen die Grünen zudem systemrelevante Schlüsselbranchen besser als bislang schützen. Dazu zählen sie Mikroelektronik, Batterien, KI, Medikamentenversorgung sowie strategische Grundstoffindustrien wie Stahl und Chemie. In der Stahlindustrie schlagen die Grünen Klimaschutzverträge vor, bei denen der Staat den Umstieg auf klimafreundliche Produktion fördert. Auch in der Chemieindustrie soll der Staat Unternehmen Zusatzkosten durch den grünen Umbau zumindest teilweise zurückgeben.

Mehr fordern will die Grünen-Fraktion dagegen von der Autoindustrie. Das hohe Wachstum der Elektromobilität biete „auch für den Autostandort Deutschland Chancen, wenn endlich konsequent auf Elektromobilität umgestellt wird“. Die Grünen planen dem Papier zufolge deshalb für die Autobranche „klare Zielvorgaben für die Elektromobilität“.

Risiken für den Standort Deutschland sehen die Grünen allerdings nicht mehr nur in klassischen Standortfaktoren. Entscheidend werde die „Positionierung gegenüber Systemrivalen wie China und dem aggressiven geoökonomischen Auftreten der USA“. Deutschland müsse eine „Allianz der Gegenmacht“ schmieden, fordert die Fraktion. Am Montag berufen die Grünen im Bundestag einen Wirtschaftsbeirat für diese Legislaturperiode ein. Dem etwa 50-köpfigen Beratergremium sollen Manager wie Eon-Chef Leonhard Birnbaum, der Chef der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS, Stefan Hoops, Thyssen-Stahl-Europachefin Marie Jaroni oder auch Allianz-Vorstand Tallinger angehören.

4,5/5 (21 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Leonhard Birnbaum, Stefan Hoops, Marie Jaroni, Günther Tallinger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Grüne, Bundestagsfraktion, Süddeutsche Zeitung, Autoindustrie, Eon, Deutsche Bank, DWS, Thyssen, Allianz.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Ein Jahr nach der Bundestagswahl vorstellen die Grünen eine neue Wirtschaftsstrategie mit Vorschlägen für günstigere Energiepreise, staatliche Unterstützung für Schlüsselindustrien wie Mikroelektronik und Elektromobilität sowie klare Ziele für die Autoindustrie, um die Wirtschaft zu stärken und Risse zwischen Unternehmen und Partei zu schließen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Niederlage bei der Bundestagswahl
  • Notwendigkeit einer neuen Wirtschaftsstrategie
  • Verbesserung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Partei
  • Vorschläge für günstigere Energiepreise
  • Vorstoß zu einer aktiven Industriepolitik
  • Identifizierung systemrelevanter Schlüsselbranchen
  • Umstieg auf klimafreundliche Produktion
  • Herausforderungen durch globale Wettbewerber
  • Gründung eines Wirtschaftsbeirats im Bundestag

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Neue Wirtschaftsstrategie der Grünen
  • Günstigere Energiepreise
  • Einführung eines "Brückenstrompreises"
  • Senkung der Stromsteuer für Unternehmen und Haushalte
  • Bessere Unterstützung für systemrelevante Schlüsselbranchen
  • Förderung klimafreundlicher Produktion in der Stahlindustrie
  • Rückerstattung von Zusatzkosten für den grünen Umbau in der Chemieindustrie
  • Klare Zielvorgaben für die Elektromobilität in der Autobranche
  • Fokus auf geopolitische Wettbewerbsfähigkeit
  • Bildung einer "Allianz der Gegenmacht"
  • Einberufung eines Wirtschaftsbeirats im Bundestag
  • Einbindung von Führungskräften aus der Industrie in den Beirat

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert