Unionsfraktionsvize dämpft Erwartungen bei Stromsteuer-Entlastung

Unionsfraktionsvize dämpft Erwartungen bei Stromsteuer-Entlastung

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Unionsfraktionsvize dämpft Erwartungen bei Stromsteuer-Entlastung

Berlin () – Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) hat Erwartungen auch aus der Union zu einer schnellen Entlastung von Privatkunden bei der Stromsteuer gedämpft. „Privatkunden und Mittelstand müssen entlastet werden“, sagte Müller der „Welt“. Das koste pro Jahr allerdings rund sechs Milliarden Euro. „Wir prüfen derzeit mit Hochdruck, wie wir dieses Geld in den Haushalt einstellen können, da geht Genauigkeit vor Schnelligkeit.“

Zudem sagte Müller: „Wer den Hinweis anführt, man habe vorab gewusst, dass dieses Versprechen teuer wird, vergisst, dass der Bund gerade die größte Steuerentlastung der letzten 20 Jahre auf den Weg gebracht hat und dabei zusätzlich den Ländern und Kommunen entgegenkommt. Außerdem wird gerne übersehen, dass wir Privatkunden und Mittelstand bei den Energiepreisen bereits über die Senkung der Gasspeicherumlage und der Netzentgelte entlasten.“ Seiner Meinung nach komme die Senkung der Gasspeicherumlage für energieintensive Unternehmer wie die der Papier-, Glas- oder Grundstoff-Industrie in der Chemie zum 1. Januar 2026 sogar zu spät, das müsste vorgezogen werden.

Jan Redmann, CDU-Fraktionschef im Landtag von Brandenburg sowie CDU-Landesvorsitzender, bekräftigte unterdessen den Beschluss der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden-Konferenz, auch Privathaushalte bei der Stromsteuer zu entlasten. „Die Entlastung aller Verbraucher bei der Stromsteuer ist eine Frage der Fairness und der Glaubwürdigkeit“, sagte er der „Welt“.

„Wir können nicht einfach nur bestimmte Gruppen entlasten, das haben wir im Wahlkampf anders angekündigt und ist im Koalitionsvertrag anders vereinbart worden. Das Argument, es sei nicht genug Geld für eine Senkung der Stromsteuer auch für Privatkunden da, greift nicht“, so Redmann. „Ich sehe absolut Bereiche, in denen Einsparungen möglich sind.“ Ihm sei das „Engagement“ von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) beim Bürgergeld entschieden zu zurückhaltend. „Auf die, die arbeiten könnten, es aber nicht tun, wird weiterhin zu wenig Druck ausgeübt. Wenn die Arbeitsministerin erklärt, sie sehe da keine Einsparungsmöglichkeiten, lässt das eindeutig auf zu wenig Ambition schließen.“

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sagte: „Es geht keineswegs nur um die Frage, ob die Senkung des Strompreises nur für die Industrie oder auch für private Haushalte gelten soll. Im Kern geht es um die Frage, wie glaubhaft und verlässlich politische Zusagen sind. Das Argument `Ui, das wird aber teuer` überzeugt mich nicht. Die Kosten einer flächendeckenden Reduzierung müssen schon vorher bekannt gewesen sein.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sepp Müller (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Sepp Müller, Jan Redmann, Bärbel Bas, Wolfgang Bosbach

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Welt, CDU/CSU, Bärbel Bas, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Brandenburg.

Worum geht es in einem Satz?

Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) dämpft die Erwartungen an eine schnelle Stromsteuerentlastung für Privatkunden und Mittelstand, betont aber die Notwendigkeit dieser Maßnahmen und die Herausforderungen bei der Finanzierung, während andere CDU-Politiker für eine gerechtere Entlastung aller Verbraucher plädieren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für die jüngsten Äußerungen von Sepp Müller (CDU) und anderen Unionsvertretern ist die Diskussion über die Entlastung von Privatkunden und Mittelstand bei der Stromsteuer. Diese Entlastung wird als notwendig erachtet, jedoch stehen die Politiker vor der Herausforderung, die finanziellen Mittel dafür im Haushalt bereitzustellen. Dabei wird auf bereits vorhandene Steuerentlastungen hingewiesen und die Notwendigkeit betont, eine faire Behandlung aller Verbraucher sicherzustellen, was auch in einem politischen Kontext von Wahlversprechen und Vereinbarungen im Koalitionsvertrag steht.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird beschrieben, dass Unionsfraktionsvize Sepp Müller die Erwartungen nach einer schnellen Entlastung von Privatkunden bei der Stromsteuer dämpft, während andere CDU-Politiker, wie Jan Redmann, die Notwendigkeit dieser Entlastung als Frage der Fairness und Glaubwürdigkeit betonen. Redmann und Wolfgang Bosbach kritisieren zudem die Argumentation der Bundesregierung bezüglich der Kosten und fordern Transparenz und mehr Effizienz in der Ausgabenpolitik.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die im Artikel genannten Folgen oder Konsequenzen sind:

- Entlastung von Privatkunden und Mittelstand kostet rund sechs Milliarden Euro pro Jahr,
- Notwendigkeit, das Geld im Haushalt einzustellen,
- Senkung der Gasspeicherumlage kommt für energieintensive Unternehmen zu spät,
- Fairness und Glaubwürdigkeit bei der Entlastung aller Verbraucher,
- Einsparungen in anderen Bereichen möglich,
- unzureichender Druck auf Arbeitssuchende,
- politische Zusagen müssen glaubhaft und verlässlich sein,
- Kosten einer flächendeckenden Reduzierung müssen vorher bekannt sein.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sepp Müller (CDU) zitiert. Er dämpft die Erwartungen an eine schnelle Entlastung von Privatkunden bei der Stromsteuer und betont, dass die benötigten Mittel von etwa sechs Milliarden Euro sorgfältig in den Haushalt eingestellt werden müssen. Zudem hebt er hervor, dass der Bund bereits die größte Steuerentlastung der letzten 20 Jahre initiiert hat.

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