Justizministerium will elektronisches Führungszeugnis

Digitalisierung der Führungszeugnisse in Deutschland

Berlin () – Das Bundesjustizministerium will das Führungszeugnis digitalisieren. Die Behörden sollen das Dokument künftig nicht mehr nur per Post, sondern auch elektronisch als PDF-Format an die Antragsteller verschicken können.

Das geht aus einem Gesetzentwurf des Ministeriums hervor, aus dem die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) zitieren. Der Vorschlag soll in der kommenden Woche durch das Bundeskabinett beschlossen werden – und das nach Wunsch der Regierung noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Das sogenannte „polizeiliche Führungszeugnis“ gibt Auskunft darüber, ob eine Person vorbestraft ist. Die Vorlage ist für verschiedene berufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten etwa im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit erforderlich. Es wird vom Bundesamt für Justiz (BfJ) ausgestellt.

Auch das „erweiterte Führungszeugnis“ sowie das „Europäische Führungszeugnis“ sollen laut Gesetzentwurf digitalisiert werden. Das digitale Führungszeugnis werde Bürgern künftig „Zeit und Nerven sparen“, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) den Funke-Zeitungen. „Die hilft den Menschen und macht einen Unterschied.“

Die Behörden in Deutschland stellen jedes Jahr rund fünf Millionen Führungszeugnisse aus. Nach dem Personalausweis und der Geburtsurkunde ist das Dokument demnach am häufigsten bei der Verwaltung nachgefragt worden.

Antragsteller können für das Digitale Führungszeugnis das sogenannte „BundID-Konto“ nutzen. Das Dokument werde dann mit einem speziellen Barcode verschickt. Mit Hilfe einer App auf dem könne das Zeugnis verifiziert werden und eine Arbeitsstelle etwa in einem Bewerbungsverfahren „schnell und sicher“ überprüfen, ob das Dokument tatsächlich von der Registerbehörde ausgestellt wurde.

Laut Gesetzentwurf kostet die IT-Infrastruktur für das E-Führungszeugnis dem Bundesamt für Justiz jedes Jahr rund 2,4 Millionen . Die rechnet jedoch auch mit Mehreinnahmen von einer Million Euro beim BfJ aufgrund dort wachsender Antragszahlen. Kosten könnten zudem sinken, weil weniger Postsendungen nicht zugestellt werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesamt für Justiz (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesjustizministerium, Funke-Mediengruppe, Bundeskabinett, Bundesamt für Justiz (BfJ), SPD, Bundesregierung

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Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Das Bundesjustizministerium plant die Digitalisierung des Führungszeugnisses, sodass es künftig elektronisch als PDF per Post versendet und mit einem Barcode zur Verifizierung versehen wird, um Antragstellern Zeit und Mühe zu sparen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen
  • Bedarf an schnelleren Prozessen
  • Hohe Anzahl ausgegebener Führungszeugnisse jährlich
  • Verbesserung der Bürgerdienste
  • Technologischer Fortschritt und moderne Anforderungen
  • Verwaltungsmodernisierung und Effizienzsteigerung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Digitalisierung des Führungszeugnisses
  • Versand per PDF-Format
  • Zeit- und Nervenersparnis für Bürger
  • Schnellere Überprüfung in Bewerbungsverfahren
  • Jährliche Kosten von 2,4 Millionen Euro für IT-Infrastruktur
  • Erwartete Mehreinnahmen von 1 Million Euro beim BfJ
  • Sinkende Kosten durch weniger Postsendungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zitiert, die sagt: "Die Digitalisierung hilft den Menschen und macht einen Unterschied."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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