GKV klagt gegen Leistungsübernahme für Bürgergeldempfänger

Gesundheitspolitik: Finanzierungsfrage in Berlin

() – Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) will durchsetzen, dass der Bund mehr für Bürgergeldbezieher bezahlt. Dafür haben die Krankenkassen Begründungen zu 79 Klageverfahren bei den Landessozialgerichten eingereicht, berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Mittelfristig streben die Kassen ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht an. Darin soll geprüft werden, ob der Bund die Gesundheitskosten von gesetzlich versicherten Bürgergeldbeziehern ausreichend finanziert.

Die Krankenkassen sind der Ansicht, dass der Bund zu wenig in den Gesundheitsfonds einzahlt. Für Bürgergeldbezieher überweist er derzeit eine monatliche Pauschale von etwas mehr als 100 . Weil dieser Betrag die tatsächlichen Gesundheitskosten aber nicht decke, müssten Arbeitnehmer und die Lücke über ihre Beiträge schließen, so die Argumentation der Krankenkassen.

Die medizinische Versorgung von Bürgergeldbeziehern gehöre aber zum verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimum und damit zur staatlichen Daseinsvorsorge. Als steuerfinanzierte Fürsorgeleistung falle sie grundsätzlich in die Verantwortung des Bundes, heißt es in den Papieren des GKV-Spitzenverbands.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen erwähnt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherer (GKV), Bund, Landessozialgerichte, Bundesverfassungsgericht, Handelsblatt

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherer fordert, dass der Bund mehr für die Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehern zahlt, da die aktuelle Pauschale von über 100 Euro nicht ausreicht und die Differenz durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge gedeckt werden muss.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung der Krankenkassen nach höherer Finanzierung durch den Bund
  • Volle medizinische Versorgung für Bürgergeldbezieher
  • Niedrige monatliche Pauschale von über 100 Euro
  • Unzureichende Deckung der Gesundheitskosten
  • Verantwortung des Bundes für staatliche Daseinsvorsorge
  • 79 Klageverfahren bei Landessozialgerichten
  • Geplantes Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Klageverfahren bei Landessozialgerichten
  • Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht angestrebt
  • Prüfung der Finanzierung der Gesundheitskosten durch den Bund
  • Wahrnehmung der Verantwortung des Bundes für medizinische Versorgung
  • Finanzierungslücke für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
  • Verfassungsrechtlich garantiertes Existenzminimum betroffen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, die die Ansicht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) zur Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehern darstellt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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