Jung lehnt Öffnung der CDU Richtung AfD ab

Jung lehnt Öffnung der CDU Richtung AfD ab

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Politische Strategien der CDU in Berlin

Berlin () – Nach entsprechenden Wortmeldungen aus der Partei vor einer Klausurtagung des CDU-Präsidiums erteilt der stellvertretende Bundesvorsitzende Andreas Jung der Erwartung eine Absage, dass bei dem Treffen ein lockererer Umgang mit der AfD vorbereitet werden könnte. „Es wird keinen Kurswechsel zu einer Öffnung gegenüber der AfD geben, sondern eine Strategiedebatte, wie wir sie wirksamer bekämpfen“, sagte Jung dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). „Unser Gesellschaftsbild und Politikansatz als Volkspartei der Mitte ist mit den extremistischen Tendenzen der AfD völlig unvereinbar“.

Auf Kritik stieß die unter anderem vom früheren CDU-Generalsekretär Peter Tauber angestoßene Debatte auch bei Dennis Radtke (CDU), dem Chef des Arbeitnehmerflügels der Partei. „Ich finde es fatal, dass wir über die Brandmauer diskutieren, statt über das Feuer, vor dem sie schützen soll“, sagte er.

Außenpolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) zeigte sich davon überzeugt, dass eine Öffnung zur AfD die „Selbstzerstörung“ der CDU einleiten würde. Seine Partei müsse „endlich den Mut haben, unsere christdemokratischen Werte und Überzeugungen klar zu vertreten und uns nicht von Umfragen oder den extremen Rändern treiben lassen“.

Thomas Röwekamp (CDU), der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, plädierte ebenfalls für mehr christdemokratisches Selbstbewusstsein. „Wir müssen viel stärker als bisher in die inhaltliche Konfrontation mit der AfD gehen“, erklärte er.

Dagegen plädierte der Brandenburger CDU-Landeschef Jan Redmann für Abstimmungen ohne Rücksicht darauf, wie Mehrheiten zustande kommen könnten. „Der Begriff Brandmauer wird von politisch linker Seite instrumentalisiert, um jede inhaltliche Position rechts der Mitte zu diskreditieren“, sagte er der Zeitung. „Wir werten die AfD nicht durch unsinnige Debatten auf, wir schauen nicht darauf, ob die mit oder gegen uns stimmen, sondern folgen unserem Kurs und räumen die Probleme ab.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Andreas Jung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Jung, Peter Tauber, Dennis Radtke, Roderich Kiesewetter, Thomas Röwekamp, Jan Redmann

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

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Worum geht es in einem Satz?

Andreas Jung, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, lehnt bei einer bevorstehenden Klausurtagung einen lockeren Umgang mit der AfD ab und betont die Notwendigkeit einer Strategiedebatte zur effektiveren Bekämpfung der extremistischen Tendenzen der Partei.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Diskussion über die Handhabung der AfD innerhalb der CDU
  • Äußerungen von Parteimitgliedern zur Strategie im Umgang mit der AfD
  • Vorbereitungen für eine Klausurtagung des CDU-Präsidiums
  • Unterschiedliche Meinungen über die Notwendigkeit einer Brandmauer zur AfD
  • Bedenken über die Wahrung christdemokratischer Werte in der CDU
  • Kritische Stimmen, die eine Öffnung gegenüber der AfD ablehnen
  • Aufruf zur inhaltlichen Konfrontation mit der AfD durch Parteimitglieder

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Andreas Jung lehnt Erwartung eines lockeren Umgangs mit der AfD ab
  • Strategiedebatte zur effektiveren Bekämpfung der AfD angekündigt
  • Gesellschaftsbild der CDU unvereinbar mit extremistischen Tendenzen der AfD
  • Kritik von Dennis Radtke an der Diskussion über die Brandmauer
  • Roderich Kiesewetter warnt vor Selbstzerstörung der CDU durch Öffnung zur AfD
  • Kiesewetter fordert klare Vertretung christdemokratischer Werte
  • Thomas Röwekamp für stärkere inhaltliche Konfrontation mit der AfD
  • Jan Redmann plädiert für Abstimmungen ohne Rücksicht auf Mehrheiten
  • Redmann kritisiert Instrumentalisierung des Begriffs Brandmauer durch Linksparteien

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Keine Öffnung zur AfD
  • Strategiedebatte zur Bekämpfung der AfD
  • Unvereinbarkeit mit extremistischen Tendenzen der AfD
  • Kritik an Diskussion über Brandmauer
  • Warnung vor Selbstzerstörung der CDU
  • Forderung nach klarer Vertretung christdemokratischer Werte
  • Erhöhung des inhaltlichen Konfrontationsniveaus mit der AfD
  • Ablehnung politischer Instrumentalisierung des Begriffs Brandmauer
  • Unabhängige Abstimmungen ohne Rücksicht auf Mehrheiten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Andreas Jung zitiert. Er äußert, dass es keinen Kurswechsel zu einer Öffnung gegenüber der AfD geben wird und stattdessen eine Strategiedebatte stattfinden soll, um die AfD wirksamer zu bekämpfen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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