Linke kritisiert Unions-Pläne als "Drei-Klassen-Medizin"
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Linke kritisiert Unions-Pläne als "Drei-Klassen-Medizin"
Berlin () – Die Linke wirft den Unionsparteien vor, eine „Drei-Klassen-Medizin“ einführen zu wollen. „Vorschläge wie Leistungskürzungen oder teure Tarife nur für Kranke sind das Ende einer Versicherung, in der alle gut behandelt werden“, sagte der Co-Vorsitzende Jan van Aken der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). „Denn sie bedeuten im Klartext: Wer kein Geld hat, der wird sich eine Behandlung nicht mehr leisten können.“
Scharfe Kritik übt er am Modell eines Basistarifs für gesetzlich Versicherte. „Schon heute haben wir mit den privaten und gesetzlichen Krankenkassen ein Zweiklassensystem, der vorgeschlagene Basistarif würde eine dritte Klasse schaffen – für arme Menschen“, sagte van Aken. „Wir brauchen keine Drei-Klassen-Medizin, sondern eine gerechte und gute Gesundheitsversorgung für alle.“
Der CDU-Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Tino Sorge, hatte angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen die Einführung solcher Basistarife bei den Krankenkassen vorgeschlagen. Sie sollten günstiger sein als bisherige Beiträge, aber dafür nur eine Grundversorgung gewährleisten. Für zusätzliche Leistungen müssten dann Extratarife gezahlt werden. Versicherer und Sozialverbände hatten ähnliche Überlegungen in der Vergangenheit bereits abgelehnt.
Statt Beiträge zu erhöhen oder Leistungen zu kürzen, sollten sich Krankenversicherungsbeiträge nach dem Einkommen bemessen, fordert dagegen van Aken. „Dass ich als Bundestagsabgeordneter prozentual viel weniger zahlen muss als ein Lkw-Fahrer, ist einfach nur ungerecht“, sagte der Linken-Chef. Die Regierung müsse „die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen – oder zumindest drastisch anheben“, so van Aken. „Das würde so viel Geld bringen, dass Krankenkassenbeiträge abgesenkt werden können und es eine gute Gesundheitsversorgung für alle gibt.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Die Linke, Unionsparteien, CDU, Gesundheitsministerium, Krankenkassen, Versicherer, Sozialverbände.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Linke kritisiert die Unionsparteien scharf, weil sie eine "Drei-Klassen-Medizin" durch Vorschläge wie Basistarife und Leistungskürzungen für Kranke einführen wollen, und fordert stattdessen eine gerechte Gesundheitsversorgung, die sich an den Einkommen orientiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses sind die steigenden Kosten im Gesundheitswesen und die Vorschläge der Unionsparteien zur Einführung von Basistarifen bei Krankenversicherungen. Dies wird von der Linken als Schritt zu einer "Drei-Klassen-Medizin" kritisiert, da solche Modelle vor allem einkommensschwache Menschen benachteiligen würden. Sie plädieren stattdessen für eine gerechte Gesundheitsversorgung, die sich nach dem Einkommen richtet.
Im Artikel wird deutlich, dass die Linke den Unionsparteien vorwirft, durch Vorschläge wie Basistarife und Leistungskürzungen eine "Drei-Klassen-Medizin" einzuführen, die Bedürftige benachteiligt. Tino Sorge von der CDU schlägt Basistarife vor, was auf Kritik bei Versicherern und Sozialverbänden stößt; van Aken fordert stattdessen eine gerechte Beitragsbemessung nach Einkommen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Einführung einer "Drei-Klassen-Medizin", ungleiche Behandlung von Versicherten, verschärfendes Zweiklassensystem, Benachteiligung armer Menschen, Unfähigkeit zur Bezahlung von Behandlungen, Notwendigkeit für Extratarife, unfaire Beitragsbemessung, und drohende Absenkung der Gesundheitsversorgung für alle.
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jan van Aken, dem Co-Vorsitzenden der Linken, zitiert. Er kritisiert die Vorschläge der Unionsparteien zur Einführung von Leistungskürzungen und teuren Tarifen für Kranke als den Beginn einer "Drei-Klassen-Medizin". Van Aken fordert stattdessen eine gerechte Gesundheitsversorgung für alle und eine Anpassung der Krankenversicherungsbeiträge an das Einkommen.