SPD und Linke verurteilen Unionsaussagen zu Annäherung an AfD

SPD und Linke verurteilen Unionsaussagen zu Annäherung an AfD

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Politik in Berlin: Diskussion über Zusammenarbeit mit AfD

Berlin () – In Teilen der Union wird über ein Aufweichen der Brandmauer nach Rechts nachgedacht – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf zeigt sich nun alarmiert und nennt die Überlegungen beim Koalitionspartner ein „fatales Signal“. „Rechtsextreme bekämpft man nicht, indem man mit ihnen zusammenarbeitet“, sagte Klüssendorf dem „Spiegel“.

„Wir appellieren an die Verantwortungsträger der Union, gerade jetzt Haltung zu zeigen“, so Klüssendorf. Eine Zusammenarbeit dürfe es nicht geben – egal wie schwierig die Mehrheitsverhältnisse sind. „Die Brandmauer gegenüber Rechtsextremen muss stehen.“

Ähnlich äußerte sich die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger. „Das ist ein erneuter Testballon der Union, wie weit sie sich noch nach rechts öffnen kann“, sagte die Linkenabgeordnete dem „Spiegel“. Die Union stelle damit offen den Koalitionsvertrag infrage. „Das sollte insbesondere die SPD beunruhigen“, so Bünger.

Die Empörung aus SPD und Linke richtet sich gegen ehemalige Funktionäre der CDU, die öffentlich über Kooperationen mit der AfD geschrieben hatten: Der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und der einstige Vorsitzende der CDU-Grundwertekommission Andreas Rödder hatten sich im „Stern“ für eine Abkehr von der Brandmauer gegen die AfD starkgemacht. Allerdings sorgte der Vorstoß unmittelbar auch innerhalb der CDU für Empörung, unter anderem bei Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Bildungsministerin Karin Prien.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo auf Parteitag (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

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Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.

Worum geht es in einem Satz?

In der Union wird über eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD diskutiert, was SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und die Linke als gefährliches Signal werten, während innerhalb der Union selbst Bedenken geäußert werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Überlegungen in Teilen der Union zur Aufweichung der Brandmauer nach Rechts
  • Äußerungen ehemaliger CDU-Funktionäre zu Kooperationen mit der AfD
  • Alarmierende Reaktionen seitens der SPD und Linken
  • Vorstoß von Peter Tauber, Karl-Theodor zu Guttenberg und Andreas Rödder
  • Interne Empörung innerhalb der CDU über diese Äußerungen
  • Infragestellung des Koalitionsvertrags durch die Union

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Überlegungen in Teilen der Union für ein Aufweichen der Brandmauer nach rechts
  • SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf nennt dies ein "fatales Signal"
  • Klüssendorf appelliert an die Union, Haltung zu zeigen und keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen zuzulassen
  • Linken-Innenpolitikerin Clara Bünger kritisiert Union als Testballon für Rechtsöffnung
  • Empörung in SPD und Linke über Äußerungen ehemaliger CDU-Funktionäre zu Kooperationen mit der AfD
  • Namentliche Erwähnung von CDU-Politikern, die diese Überlegungen unterstützen
  • Innerhalb der CDU Empörung, insbesondere von Ministerpräsident Günther und Bildungsministerin Prien

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Alarmierung innerhalb der SPD
  • Fatales Signal an Rechtsextreme
  • Appell an Verantwortungsträger der Union
  • Forderung nach klarer Haltung gegen Zusammenarbeit
  • Infragestellung des Koalitionsvertrags durch die Union
  • Unruhe und Beunruhigung innerhalb der SPD
  • Empörung in der CDU über persönliche Äußerungen ehemaliger Funktionäre

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf äußert sich alarmiert und nennt die Überlegungen der Union ein "fatales Signal".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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