Politik: Neue Maßnahmen zur Energieversorgung in Berlin
Berlin () – Der Nationale Sicherheitsrat hat offenbar einen neuen Ausschuss zur Beobachtung der Versorgungslage beschlossen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Informationen aus dem geheim tagenden Gremium
Demnach sieht die Bundesregierung sich grundsätzlich gut gerüstet für die angespannte weltweite Lage bei der Energieversorgung wegen des Iran-Krieges und der weiterhin nicht freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Doch zugleich sei unter anderem ein neuer Staatssekretärausschuss betroffener Ministerien beschlossen worden, um auf höherer Ebene weiter die Versorgungslage zu beobachten und gegebenenfalls schnell eingreifen zu können.
Bei der Sitzung am Montagabend trug nach Informationen aus der Bundesregierung Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ausführlich zu dem Thema vor. Dabei soll sie deutlich gemacht haben, dass es bei der Energieversorgung keine Notlage gebe. Auf absehbare Zeit soll die Versorgungssicherheit gewährleistet sein. Im Nationalen Sicherheitsrat soll auch ausführlich über die Situation der Raffinerien im Land gesprochen worden sein und darüber, inwieweit diese ihre Produktion von Kerosin und Benzin aus Rohöl anpassen können. Derzeit bezieht Deutschland Rohöl vor allem aus Norwegen, Amerika, Kasachstan und zunehmend auch Nigeria. Sowohl die laufende Versorgung mit Rohöl als auch die Möglichkeiten der Raffinerien, die benötigten Produkte herzustellen, würden deutlich machen, dass keine Krisenlage vorherrsche, hieß es.
In der Runde im Kanzleramt wurde dem Bericht zufolge auch vorgetragen, wie Deutschland sich darauf vorbereitet, sich an der Sicherungsmission der Straße von Hormus zu beteiligen. Dazu hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag auch an Gesprächen in Paris teilgenommen. Wenn die Kampfhandlungen eingestellt sind und auf Grundlage einer internationalen Resolution auch ein Bundestagsmandat vorliegt, will Deutschland mit Minenjagdbooten und zur Seefernaufklärung mit Flugzeugen zu der Mission beitragen.
Im Sicherheitsrat wurde nach Informationen der FAZ auch zum Vorgehen gegen die russische Schattenflotte ein Beschluss gefasst. Mit diesen Schiffen wird trotz EU-Sanktionen weiter russisches Öl durch die Ostsee transportiert. Zuletzt waren Schiffe der Schattenflotte vermehrt durch deutsche Gewässer gefahren, unter anderem offenbar, weil Schweden die eigenen Kontrollen verschärft und auch schon Tanker festgesetzt und durchsucht hat. Die deutschen Behörden agierten hingegen zurückhaltender. Am vergangenen Freitag hatten die Grünen mit einem Antrag im Bundestag ein robusteres deutsches Vorgehen gegen die russische Schattenflotte gefordert.
Im Nationalen Sicherheitsrat kommen im Kanzleramt die außen- und sicherheitspolitisch relevanten Ministerinnen und Minister sowie Vertreter der Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste zusammen. Auch Vertreter der Bundesländer waren am Montagabend dazu geladen, unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Katherina Reiche, Friedrich Merz, Olaf Lies
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Wann ist das Ereignis passiert?
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Berlin, Paris, Niedersachen
Worum geht es in einem Satz?
Der Nationale Sicherheitsrat hat einen neuen Ausschuss zur Beobachtung der Energieversorgung beschlossen, um auf die angespannte Lage durch den Iran-Krieg und die Situation in der Straße von Hormus zu reagieren, während die Bundesregierung betont, dass keine akute Notlage bei der Energieversorgung vorliegt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Angespannte weltweite Lage bei der Energieversorgung
- Iran-Krieg
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- Diskussion über die Anpassung der Raffinerien bei Kerosin- und Benzinproduktion
- Deutschland plant Teilnahme an Sicherungsmission der Straße von Hormus
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- Grüne fordern robusteres Vorgehen im Bundestag
- Vertreter der Bundesländer waren im Nationalen Sicherheitsrat anwesend
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einrichtung eines neuen Ausschusses zur Beobachtung der Versorgungslage
- Gewährleistung der Versorgungssicherheit auf absehbare Zeit
- Anpassung der Raffinerien in der Produktion von Kerosin und Benzin
- Vorbereitung auf die Teilnahme an der Sicherungsmission der Straße von Hormus
- Beschluss zum Vorgehen gegen die russische Schattenflotte
- Forderung nach robusterem Vorgehen gegen die Schattenflotte im Bundestag
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte, dass es bei der Energieversorgung keine Notlage gebe und die Versorgungssicherheit auf absehbare Zeit gewährleistet sei.
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