Steinmeier hält deutsche Demokratie für so bedroht wie lange nicht

Demokratie und Bürgerengagement in Deutschland

() – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält Deutschlands Demokratie für so bedroht wie seit Jahrzehnten nicht mehr und ruft die Bürger zu ihrer Verteidigung durch einen „demokratischen Patriotismus“ auf.

„Unsere Art zu leben, unsere Freiheit und Demokratie sind heute so bedroht wie seit Langem nicht mehr – durch Verächter der Demokratie im Innern, durch imperiale Großmächte von außen“, schreibt der Bundespräsident in einem Gastbeitrag für das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgabe).

„Selbstbehauptung ist das Gebot der Stunde“, so Steinmeier. „Dafür müssen wir wissen, was auf dem Spiel steht und mit Leidenschaft für die Werte eintreten, die uns wichtig sind.“

Dabei könnte der Blick in die Geschichte nicht nur eine Warnung sein, sondern auch Mut machen. „Unsere Identität speist sich auch aus den Demokratie- und Freiheitsbestrebungen, die es über Jahrhunderte hinweg gegeben hat“, schreibt der Bundespräsident. „Wir können stolz sein auf diese Traditionen, ohne den Blick auf den Abgrund der Shoah zu verdrängen.“

Demokratie in Deutschland sei „selten eine Selbstverständlichkeit“ gewesen, aber zu allen Zeiten hätten „mutige und dafür gestritten und gekämpft“. Der 18. März symbolisiere das durch die erste Republik-Ausrufung 1793, die März-Revolution 1848 und die erste freie Volkskammerwahl in der DDR. Damit zeige die auch, „was mit ihrem Engagement bewegen können, welche Mauern sie zum Einsturz bringen können“, so Steinmeier.

Die heutige Bundesrepublik sei das Deutschland, von dem „Generationen geträumt“ haben. „Sie haben dafür gekämpft und gelitten“, schreibt der Bundespräsident. „Dieses Deutschland dürfen wir nicht preisgeben.“ Nationalstolz und Patriotismus dürfe man nicht den Extremisten überlassen. Souveräne Bürger, die „ihre demokratischen Traditionen mit Stolz pflegen und ihre Ideale selbstbewusst behaupten, sind ein starker Verfassungsschutz“, erklärte der Bundespräsident.

In diesem Jahr begeht Deutschland vom 18. bis 22. März erstmals den „Tag der Demokratiegeschichte“, mit bundesweit mehr als 260 Orten und Institutionen, die in verschiedensten Formaten der Ereignisse und Persönlichkeiten gedenken.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frank Walter Steinmeier (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Redaktionsnetzwerk Deutschland, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Tag der Demokratiegeschichte

Wann ist das Ereignis passiert?

  1. bis 22. März

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt vor der aktuellen Bedrohung der deutschen Demokratie und ruft die Bürger dazu auf, ihre Werte durch einen "demokratischen Patriotismus" aktiv zu verteidigen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wahrnehmung einer Bedrohung der Demokratie in Deutschland
  • Einfluss von inneren Verächtern der Demokratie
  • Gefahren durch imperiale Großmächte von außen
  • Mangelndes Bewusstsein über die Werte und Traditionen der Demokratie
  • Notwendigkeit der Selbstbehauptung und des Engagements
  • Historische Warnungen und Inspirationen aus der Vergangenheit
  • Symbolik des 18. März in der deutschen Geschichte
  • Bedeutung des Nationalstolzes und Patriotismus
  • Bedeutung des "Tags der Demokratiegeschichte"

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Frank-Walter Steinmeier sieht die Demokratie in Deutschland stark bedroht.
  • Er ruft zu "demokratischem Patriotismus" auf.
  • Rückblick auf historische Kämpfe für Demokratie und Freiheit.
  • Betonung der Identität aus Demokratiebestrebungen.
  • Erinnerung an mutige Kämpfer für Freiheit zu verschiedenen historischen Zeitpunkten.
  • Warnung vor der Überlassung von Nationalstolz an Extremisten.
  • Einforderung von aktiver Bürgerschaft zur Verteidigung demokratischer Werte.
  • Deutschland veranstaltet erstmals "Tag der Demokratiegeschichte" mit vielen Gedenkaktionen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Demokratie als stark bedroht wahrgenommen
  • Aufruf zur Verteidigung durch demokratischen Patriotismus
  • Notwendigkeit der Selbstbehauptung betont
  • Wissen, was auf dem Spiel steht, als essenziell erachtet
  • Stolz auf demokratische Traditionen gefordert
  • Warnung vor Extremisten und Überlassung des Nationalstolzes
  • Forderung nach souveränen Bürgern als Verfassungsschutz
  • Einführung des "Tags der Demokratiegeschichte" zur Erinnerung und Gedenken

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zitiert, in der er die Bedrohung der Demokratie in Deutschland betont und die Bürger zu einem „demokratischen Patriotismus“ aufruft.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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