Alabali Radovan wirft Israel Gefährdung von Zweistaatenlösung vor

Politische Spannungen in Deutschland und Israel

Berlin () – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat Israel vorgeworfen, durch ein völkerrechtswidriges Vorgehen im Westjordanland eine Zweistaatenlösung unmöglich zu machen. „Während die in Gaza leiden, schafft die israelische Regierung im Westjordanland weiter Fakten“, sagte die SPD-Politikerin dem „Redaktionsnetzwerk “ (Samstagausgaben).

„Der Beschluss, den Siedlern erstmals den Landkauf in den besetzten Gebieten zu erlauben, bedeutet die faktische Annexion. Das ist klar völkerrechtswidrig“, erklärte sie. Zudem werde das Siedlungsprojekt E1 vorangetrieben, das das Westjordanland in zwei Teile spalten würde. „Damit zerstört Israel die territoriale Grundlage für einen unabhängigen Palästinenserstaat im Rahmen einer Zweistaatenlösung“, so die Ministerin.

Skeptisch äußerte sich Alabali Radovan zur Zukunft der palästinensischen Autonomiebehörde. „Ich weiß nicht, ob die palästinensische Autonomiebehörde überhaupt noch dieses Jahr überleben wird. Sie ist finanziell ausgeblutet und verliert ihr Land“, warnte die SPD-Politikerin.

Sie beklagte zudem, dass Israel die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen im Westjordanland unmöglich mache. Auch von Deutschland unterstützte Nichtregierungsorganisationen hätten ihre Zulassung verloren. „Und kürzlich haben Siedlermilizen während des Unterrichts eine mit deutschen Entwicklungsgeldern geförderte Mädchenschule gestürmt und die Schülerinnen vertrieben“, erklärte die Ministerin. „Die Lage wird immer unerträglicher.“

Zum Wiederaufbau in Gaza sagte die Entwicklungsministerin, es bleibe dabei, dass sich Deutschland am „Friedensrat“ von US-Präsident nicht beteiligen und kein einzahlen werde. „Bei Trumps sogenanntem Friedensrat ist völlig unklar, unter welchen Bedingungen die Mittel wohin fließen sollen“, sagte sie.

Nach wie vor geistere in diesem Gremium die -Idee einer Tourismus-Oase umher. „Hotelanlagen sind nicht das, was die Palästinenser jetzt benötigen“, kritisierte sie. „Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf, die Trümmer müssen beseitigt, die Infrastruktur muss wieder aufgebaut werden“, mahnte Alabali Radovan. Das alles laufe derzeit aber nur sehr schleppend. „Das `Board of Peace` hat dazu bei seinem ersten Treffen keinerlei Antworten geliefert“, kritisierte die SPD-Politikerin.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pro-Palästina-Demo und Gegendemo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Reem Alabali Radovan, SPD, palästinensische Autonomiebehörde, internationale Hilfsorganisationen, Deutschland, Nichtregierungsorganisationen, US-Präsident Donald Trump, Friedensrat, Board of Peace

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Worum geht es in einem Satz?

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan kritisierte Israels völkerrechtswidriges Vorgehen im Westjordanland, das eine Zweistaatenlösung unmöglich mache, und äußerte Skepsis zur Zukunft der palästinensischen Autonomiebehörde und den Wiederaufbau in Gaza.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Völkerrechtswidriges Vorgehen Israels im Westjordanland
  • Genehmigung von Landkäufen für Siedler in besetzten Gebieten
  • Vorantreiben des Siedlungsprojekts E1
  • Zerstörung der territorialen Grundlage für einen Palästinenserstaat
  • Finanzielle Probleme der palästinensischen Autonomiebehörde
  • Einschränkungen für internationale Hilfsorganisationen im Westjordanland
  • Stürmung einer Mädchenschule durch Siedlermilizen
  • Mangel an Unterstützung zur Wiederherstellung der Infrastruktur in Gaza

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan kritisiert Israel für völkerrechtswidriges Handeln im Westjordanland
  • Vorwurf der faktischen Annexion durch Landkauf für Siedler
  • Skepsis zur Zukunft der palästinensischen Autonomiebehörde
  • Israel behindert Arbeit internationaler Hilfsorganisationen im Westjordanland
  • Keine Beteiligung Deutschlands am "Friedensrat" von Trump
  • Kritik an den Plänen für den Wiederaufbau in Gaza, Bedarf an grundlegenden Lebensbedingungen
  • Mangel an Antworten von der Trump-Initiative beim ersten Treffen des "Board of Peace"

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Unmöglichkeit einer Zweistaatenlösung
  • Faktische Annexion des Westjordanlands
  • Zerstörung der territorialen Grundlage für einen Palästinenserstaat
  • Unsicherheit über das Überleben der palästinensischen Autonomiebehörde
  • Finanzielle Ausblutung der palästinensischen Autonomiebehörde
  • Verlust von Land durch die palästinensische Autonomiebehörde
  • Behinderung internationaler Hilfsorganisationen im Westjordanland
  • Verlust von Zulassungen für unterstützte Nichtregierungsorganisationen
  • Zunahme an gewaltsamen Übergriffen auf Bildungseinrichtungen
  • Unerträgliche Lage für die Bevölkerung
  • Rückzug von Deutschland aus dem Friedensrat von Donald Trump
  • Unklarheit über Verwendung der Mittel im Friedensrat
  • Unzureichende Reaktionen auf Wiederaufbaubedürfnisse in Gaza
  • Langsame Fortschritte beim Wiederaufbau und Infrastrukturentwicklung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) zitiert, die Israel vorwirft, durch völkerrechtswidriges Vorgehen eine Zweistaatenlösung unmöglich zu machen.

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