Patientenschützer kritisieren Rückzieher bei Organspende-Regelung
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Organspende und politische Herausforderungen in Deutschland
Berlin () – Patientenschützer haben das Vorhaben der Bundesregierung kritisiert, die Möglichkeiten zur Eintragung in das Organspenderegister doch nicht auszuweiten. „Ein Staat, der die Organspendebereitschaft fördern will, verliert so an Glaubwürdigkeit“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben).
Er erinnerte an den Beschluss des Bundestags vor sechs Jahren, wonach sich die Bürger künftig auch auf den Ausweisstellen in das Zentralregister eintragen können. Doch die Bundesländer weigerten sich, diese gesetzliche Pflicht umzusetzen, beklagte Brysch. „So gibt es deutschlandweit in kaum einer Kommune für jeden zugängliche datenschutzsichere Terminals“, sagte er. Deshalb verwundere es auch nicht, dass sich nur so wenig Menschen bisher registriert hätten. „Statt von den Ländern die Gesetzestreue einzufordern, soll die kommunale Einrichtungspflicht der barrierefreien Angebote jetzt gestrichen werden“, kritisierte der Verbands-Vorstand.
Der Bundestag hatte 2020 den Vorstoß mehrerer Abgeordneter zur Einführung einer Widerspruchslösung abgelehnt, jedoch gleichzeitig die Einrichtung eines Organspende-Zentralregisters beschlossen. Später forderten die Gesundheitsminister der Länder den Bund auf, die beschlossene Möglichkeit zur Eintragung auf den Ausweisstellen wieder zu streichen. Dem will die Bundesregierung nun nachkommen.
Die Änderung ist in der Novelle des Transplantationsgesetzes enthalten, mit dem erstmals die sogenannte Überkreuzspende erlaubt werden soll. Dazu ist am Mittwoch eine Expertenanhörung im Bundestag geplant. In die Organspende-Datenbank haben sich seit der Einführung im März 2024 eine halbe Million Menschen eingetragen.
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundestag, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Patientenschützer kritisieren die Bundesregierung dafür, die Erweiterung der Eintragungsmöglichkeiten in das Organspenderegister abzulehnen, was die Glaubwürdigkeit der Organspendeförderung untergräbt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Kritik an der aktuellen Entscheidung der Bundesregierung
Vorherige Beschlüsse des Bundestags zur Eintragung in das Organspenderegister
Weigerung der Bundesländer, gesetzliche Pflicht umzusetzen
Fehlende datenschutzsichere Terminals in Kommunen
Niedrige Registrierungszahlen von Organspendern
Ablehnung der Widerspruchslösung durch den Bundestag 2020
Forderung der Gesundheitsminister der Länder an den Bund
Geplante Änderung im Transplantationsgesetz mit Überkreuzspende
Geringe Registrierung von Menschen im Organspenderegister
Kritik an mangelnder Gesetzestreue der Bundesländer
Streichung der kommunalen Einrichtungspflicht für barrierefreie Angebote
Ablehnung der Einführung einer Widerspruchslösung durch den Bundestag
Streichung der Möglichkeit zur Eintragung auf Ausweisstellen durch die Bundesregierung
Andauernde Diskussion über die Überkreuzspende und Expertenanhörung im Bundestag
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Eugen Brysch, der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, kritisiert, dass die Organspendebereitschaft des Staates an Glaubwürdigkeit verliert, wenn die Möglichkeiten zur Eintragung in das Organspenderegister nicht ausgeweitet werden.