GdP vergleicht Hessens Überwachungspläne mit ICE-Behörde

Polizeikritik zu Abschiebungsplänen in Hessen

() – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der (GdP), Jochen Kopelke, hat scharfe Kritik an Plänen des hessischen Innenministers, Roman Poseck (CDU), zur Durchsetzung von Abschiebungen durch die Polizei geäußert.

„Geht es nach Minister Poseck, soll die Polizei nun Abschiebungen konsequent mit weitreichenden neuen Befugnissen umsetzen“, sagte Kopelke dem „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben). „Weil Ausländerbehörden ihrer Pflicht und Aufgabe nicht nachkommen, soll die Polizei Ausreisepflichtige orten, observieren und festnehmen. Die Polizei soll also jetzt doch die perfide Menschenjagd der amerikanischen ICE-Behörde abgucken und auch so auftreten“, sagte Kopelke.

Das lehne die GdP ab.

Die Polizei sei zur Abwehr von Gefahren und zur Bekämpfung der Kriminalität da.

„Die Ausländerbehörden und das Bundesamt für Migration müssen die eigenen Vollzugsdefizite endlich auflösen und nicht die Polizei für Observationen und Handyortungen missbrauchen“, forderte Kopelke. Das halte von Verbrechensbekämpfung, Terrorabwehr und schneller Hilfeleistung ab.

Die Polizei müsse in die Lage versetzt werden, „die tausenden offenen Haftbefehle Krimineller zu vollstrecken, anstatt jetzt die der Ausländerbehörden zu machen“, erklärte der GdP-Vorsitzende.

Innenminister Poseck hatte am Donnerstag in die hessischen Abschiebezahlen für den Monat Januar vorgestellt.

In dem Zusammenhang hatte der CDU-Politiker auch erklärt, sich bei der nächsten Innenministerkonferenz dafür einsetzen zu wollen, eine Rechtsgrundlage für Handyortungen und Observationen ausreisepflichtiger Ausländer durch die Polizei zu schaffen. Abschiebungen scheiterten demnach am häufigsten, weil die Personen nicht an ihrer Wohnanschrift angetroffen würden.

Deshalb solle es der Polizei möglich sein, „technische Möglichkeiten“ zur Ortung dieser Personen zu nutzen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gewerkschaft der Polizei (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Gewerkschaft der Polizei (GdP), Roman Poseck, CDU, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesamt für Migration

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet, sind:

Berlin, Wiesbaden

Worum geht es in einem Satz?

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, kritisiert die Pläne des hessischen Innenministers Roman Poseck zur Stärkung von Abschiebungen durch die Polizei und fordert stattdessen, dass Ausländerbehörden ihre Pflichten erfüllen sollten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Geplante Durchsetzung von Abschiebungen durch die Polizei
  • Kritik an unzureichender Arbeit der Ausländerbehörden
  • Fokus auf neue Befugnisse für die Polizei
  • Vergleich mit der Vorgehensweise der amerikanischen ICE-Behörde
  • Abgrenzung der Aufgaben der Polizei von denen der Ausländerbehörden
  • Anstieg der Abschiebungen aufgrund fehlender Erreichbarkeit von Ausreisepflichtigen
  • Forderung nach Verbesserung der Vollzugsdefizite bei Ausländerbehörden
  • Anlass für die Diskussion: Vorstellung der hessischen Abschiebezahlen durch Innenminister Poseck

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Jochen Kopelke, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, kritisiert die Pläne von Innenminister Roman Poseck zur Durchsetzung von Abschiebungen.
  • GdP lehnt die neuen Befugnisse für die Polizei ab.
  • Kopelke argumentiert, dass Ausländerbehörden ihre Pflichten nicht erfüllen.
  • Er fordert, dass die Polizei sich auf Verbrechensbekämpfung und Terrorabwehr konzentrieren sollte.
  • Innenminister Poseck plant, bei der nächsten Innenministerkonferenz eine Rechtsgrundlage für Handyortungen und Observationen zu schaffen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Scharfe Kritik an den Plänen des Innenministers
  • Ablehnung der neuen Befugnisse durch die GdP
  • Abweichung der Polizei von der Verbrechensbekämpfung
  • Ablenkung von der Bekämpfung von Gefahren und Kriminalität
  • Notwendigkeit zur Lösung der Vollzugsdefizite der Ausländerbehörden
  • Einfluss auf die Fähigkeit der Polizei, offene Haftbefehle zu vollstrecken

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zitiert, in der der Vorsitzende Jochen Kopelke scharfe Kritik an den Plänen des hessischen Innenministers zur Durchsetzung von Abschiebungen durch die Polizei äußert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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