Bürgergeld: Schweitzer bezweifelt Rechtmäßigkeit neuer Sanktionen

Bürgergeld: Schweitzer bezweifelt Rechtmäßigkeit neuer Sanktionen

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Politik: Grundsicherung und Rechtmäßigkeit der Sanktionen

Mainz () – Der SPD-Vizevorsitzende Alexander Schweitzer bezweifelt, dass die Pläne der Bundesregierung für Komplettsanktionen in der neuen Grundsicherung rechtmäßig sind.

Zu Totalsanktionen gebe es „eine klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts“, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Die Richter in Karlsruhe haben entschieden, wie weit Sanktionen gehen dürfen. Leistungen komplett zu streichen, geht demnach nicht.“

Wer in eine Notlage gerate, müsse „aufgefangen und unterstützt werden“, sagte Schweitzer.

„Die Grundsicherung soll deswegen dafür sorgen, dass Menschen wieder in selbstständige Arbeit kommen.“

Union und SPD hatten sich kurz vor Weihnachten auf eine Reform des bisherigen Bürgergelds verständigt, das künftig Grundsicherung heißen soll.

Verpasst ein Bezieher demnach unentschuldigt drei Termine beim Jobcenter, kann die staatliche Unterstützung komplett gestrichen werden. Auf diese Verschärfung hatte die Union bestanden, in der SPD läuft ein Mitgliederbegehren gegen die Reform.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 2019 zu den Sanktionsregelungen im damaligen Hartz-IV-System geurteilt.

Es erkannte an, dass der Staat Mitwirkungspflichten verlangen kann und Pflichtverstöße sanktionieren darf. Sanktionen von mehr als 30 Prozent des Regelbedarfs erklärten die Richter jedoch für unverhältnismäßig und damit für verfassungswidrig.

Das Gericht argumentierte mit den beiden durch die Ewigkeitsklausel (Artikel 79 GG) geschützten Grundgesetz-Artikeln: Das Existenzminimum sei durch die Menschenwürde (Artikel 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Artikel 20 GG) geschützt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Schweitzer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Bundesverfassungsgericht, Bundesregierung, SPD, Union, Jobcenter, Funke-Mediengruppe.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Mainz, Karlsruhe

Worum geht es in einem Satz?

Alexander Schweitzer, SPD-Vizevorsitzender, bezweifelt die Rechtmäßigkeit der geplanten Komplettsanktionen in der neuen Grundsicherung und verweist auf eine klare Verfassungsgerichtsprechung, die vollständige Leistungskürzungen als unverhältnismäßig und verfassungswidrig ansieht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zweifel an der Rechtmäßigkeit der geplanten Komplettsanktionen
  • Klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Sanktionen
  • Notwendigkeit der Unterstützung in Notlagen
  • Ziel der Grundsicherung zur Wiederherstellung selbstständiger Arbeit
  • Reform des Bürgergelds zwischen Union und SPD
  • Verschärfung der Sanktionen bei unentschuldigten Terminen
  • Mitgliederbegehren in der SPD gegen die Reform
  • Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz-IV-Sanktionen
  • Schutz des Existenzminimums durch Grundgesetzartikel

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Alexander Schweitzer bezweifelt Rechtmäßigkeit der Komplettsanktionen
  • Verweist auf klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • Richter entschieden, dass komplette Streichung von Leistungen nicht zulässig ist
  • Aussage zur Notlage: Auffangen und Unterstützen von Betroffenen notwendig
  • Reform des Bürgergelds von Union und SPD vor Weihnachten vereinbart
  • Verschärfung der Sanktionsregelungen: Bei drei unentschuldigten Terminen kann Unterstützung komplett gestrichen werden
  • Mitgliederbegehren in der SPD gegen die Reform
  • Bundesverfassungsgericht urteilte 2019 zu Sanktionsregelungen im Hartz-IV-System
  • Sanktionen über 30 Prozent des Regelbedarfs als unverhältnismäßig und verfassungswidrig erklärt
  • Argumentation basiert auf Artikel 1 und 20 GG, die das Existenzminimum und die Menschenwürde schützen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der kompletten Sanktionen
  • Klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • Unrechtmäßigkeit von kompletten Leistungskürzungen
  • Notwendigkeit der Unterstützung in Notlagen
  • Ziel der Grundsicherung: Menschen in selbstständige Arbeit bringen
  • Mitgliederbegehren in der SPD gegen die Reform
  • Vorherige Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu Sanktionsregelungen
  • Bestätigung von Mitwirkungspflichten durch den Staat
  • Verhältnismäßigkeit von Sanktionen als verfassungswidrig erkannt
  • Schutz des Existenzminimums durch Menschenwürde und Sozialstaatsprinzip

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des SPD-Vizevorsitzenden Alexander Schweitzer zitiert, der seine Bedenken bezüglich der Rechtmäßigkeit der geplanten Komplettsanktionen in der neuen Grundsicherung äußert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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