Prognose: GKV-Zusatzbeitrag könnte 2026 auf 3,1 Prozent steigen
Veröffentlicht
News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe
Gesundheit und Finanzen in Deutschland
Berlin () – Der IT-Dienstleister Bitmarck prognostiziert Mehrausgaben für gesetzlich Versicherte und geht davon aus, dass der rechnerische durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr auf 3,1 Prozent steigen könnte. Das geht aus einer Wettbewerbsanalyse von Bitmarck hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Freitagsausgabe berichtet.
Hintergrund ist, dass die Ausgaben „erwartungsgemäß weiter dynamisch“ ansteigen und „die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter“ auseinandergeht. Ein Grund dafür sei die „deutliche Unterdeckung der Bürgergeldempfänger durch zu niedrige Ausgleichszahlungen vom Bund“, heißt es in dem Bericht.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte in dieser Woche angekündigt, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für die Krankenkassen auf 2,9 Prozent festzulegen. Der tatsächliche Zusatzbeitrag wird aber von den Krankenkassen individuell festgelegt.
Angesichts der prognostizierten Entwicklung äußerte der Vorsitzende der Linksfraktion, Sören Pellmann, scharfe Kritik an der Regierung. „Es war klar, dass die Zahlenspiele von Frau Warken völlig substanzlos sind. Die Bundesregierung fährt die Gesundheitsversorgung sehenden Auges vor die Wand“, sagte er der „Rheinischen Post“. Die Beitragslast müsse aber fair verteilt werden. „Statt immer nur Leistungskürzungen zu diskutieren, muss es eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung geben, in die alle Einkommensarten einzahlen“, so Pellmann.
Bei Bitmarck handelt es sich um einen Dienstleister für Sozialversicherungsträger, an dem mehrere Krankenkassen beteiligt sind.
4,6/5(11 Bewertungen)
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Wenn es dir Spaß gemacht hat, könntest du vielleicht noch einen Kommentar abgeben. Danke. 👍
Bericht: Warken rechnet mit deutlich höheren Kassen-Beiträgen 7. Juli 2025 Berlin () - Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechnet offenbar mit einem starken Beitragsanstieg in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der GKV…
Warken spart im Gesundheitswesen zwei Milliarden Euro ein 10. Oktober 2025 Gesundheitspolitik in Berlin: Einsparungen für 2026 Berlin () - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant im kommenden Jahr Einsparungen von zwei Milliarden Euro in der Gesetzlichen…
Arbeitgeber schlagen Milliardeneinsparungen in der GKV vor 29. Oktober 2025 Wirtschaft: Vorschläge zur Reform der Krankenversicherung Berlin () - In der Diskussion um die Sozialausgaben schlagen die Arbeitgeber radikale Milliardeneinsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung vor.…
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag wird auf 2,9 Prozent festgelegt 10. November 2025 Gesundheitspolitik in Berlin: Zusatzbeitrag Anpassung Berlin () - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angekündigt, den durchschnittlichen ausgabendeckenden Zusatzbeitrag für die Krankenkassen am Montag auf 2,9…
Krankenkassen halten deutlich höheren Zusatzbeitrag für nötig 9. Oktober 2024 Berlin () - Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) halten angesichts ihrer dramatischen Finanzlage im kommenden Jahr einen deutlich höheren Zusatzbeitrag für nötig als bislang befürchtet."Da es…
Warken warnt in Brandbrief an Länder vor höherem GKV-Zusatzbeitrag 17. November 2025 Gesundheitspolitik in Berlin: Sparmaßnahmen der GKV Berlin () - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Länder eindringlich davor gewarnt, die vom Bundestag beschlossenen Sparmaßnahmen für…
Neuer Kassenverbandschef befürchtet Zusatzbeitrag von drei Prozent 1. Juli 2025 Berlin () - Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) warnt davor, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag schon im kommenden halben Jahr auf drei Prozent steigen könnte.Daran änderten auch…
Warken lehnt SPD-Vorschlag zur Krankenkassenfinanzierung ab 9. Februar 2026 Gesundheitspolitik in Berlin: Finanzierung der GKV Berlin () - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich von Überlegungen der SPD distanziert, künftig auch Erträge aus Vermietungen…
Warken will Masken-Bericht dem Haushaltsausschuss vorlegen 20. Juni 2025 Berlin () - In der Debatte um den Untersuchungsbericht zur Masken-Affäre hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt, den in Teilen geschwärzten Bericht dem Haushaltsausschuss des…
Höhere Gesundheitsausgaben im Jahr 2022 25. April 2024 Wiesbaden () - Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent oder 22,6 Milliarden Euro auf 497,7 Milliarden Euro…
SoVD begrüßt stabile Beiträge für gesetzlich Krankenversicherte 15. Oktober 2025 Gesundheitspolitik in Deutschland: Herausforderungen und Reformbedarf Berlin () - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verkündete Stabilität der Beiträge für…
Schätzerkreis rechnet für 2026 mit stabilem GKV-Zusatzbeitrag 15. Oktober 2025 Gesundheitspolitik in Berlin: Zusatzbeiträge stabil Berlin () - Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll im kommenden Jahr weiterhin 2,9 Prozent betragen, um die…
Rechnungshof rügt Warken wegen GKV-Reformzeitplan 4. September 2025 Berlin () - Der Bundesrechnungshof äußert in einem Schreiben an den Haushaltsausschuss des Bundestags Kritik am von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und der Koalition geplanten…
GKV-Chefin verlangt Ausgabenmoratorium 19. Mai 2025 Berlin () - Wegen der kritischen Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen fordert die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, Sofortmaßnahmen der neuen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und…
GKV-Spitzenverband gegen Reduktion der Krankenkassenanzahl 27. Juli 2025 Berlin () - Der GKV-Spitzenverband spricht sich gegen eine Verschlankung der deutschen Krankenkassenlandschaft aus. "Ich halte das von einigen Politikern aufgebrachte Thema um die Frage…
Warken will ab 2028 Zugang zu Fachärzten regulieren 14. Januar 2026 Gesundheitsreform in Berlin: Veränderungen für Patienten Berlin () - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Gesundheitsreform mit weitreichenden Folgen für Patienten angekündigt. Kernstück ist das…
Steigende Krankenkassenbeiträge: Kassen-Chefs mahnen Reformen an 21. Dezember 2025 Gesundheitspolitik in Deutschland vor Herausforderungen Berlin () - Angesichts steigender Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung fordern die Vorstandsvorsitzenden großer Krankenkassen grundlegende Reformen gefordert.Der Vorstandsvorsitzende der…
Facharzt-Wartezeit für gesetzliche Versicherte steigt auf 42 Tage 4. Februar 2026 Gesundheitspolitik: Wartezeiten für Facharzttermine steigen Berlin () - Gesetzlich Versicherte mussten 2024 länger auf einen Facharzttermin warten als noch vor einigen Jahren. Das geht aus…
Bericht: Krankenkassen-Zusatzbeitrag steigt um 0,8 Prozentpunkte 16. Oktober 2024 Berlin () - Um ein Milliardendefizit in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auszugleichen, muss der durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr um 0,8 Prozentpunkte auf 2,5 Prozentpunkte…
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Der IT-Dienstleister Bitmarck prognostiziert, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung im nächsten Jahr auf 3,1 Prozent steigen könnte, bedingt durch steigende Ausgaben und eine Unterdeckung bei den Bürgergeldempfängern, während die Bundesregierung plant, ihn auf 2,9 Prozent festzulegen, was zu scharfer Kritik von der Linksfraktion führt.
Prognose eines Anstiegs des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf 3,1 Prozent
Zunehmende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben
Deutliche Unterdeckung der Bürgergeldempfänger
Kritische Reaktion von politischen Akteuren
Forderung nach einer fairen Verteilung der Beitragslast
Diskussion über eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, und zwar von Sören Pellmann, dem Vorsitzenden der Linksfraktion, der die Regierung scharf kritisiert und eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung fordert.