RWE kritisiert schwarz-rote Pläne für Reserve an Kohlekraftwerken
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RWE kritisiert schwarz-rote Pläne für Reserve an Kohlekraftwerken
Berlin () – Deutschlands größter Stromerzeuger RWE kritisiert Pläne der Koalitionsverhandler von Union und SPD, alte Kohlekraftwerke in Deutschland zeitweise aus der Reserve zu holen, um Preisspitzen im Stromgroßhandel abzufedern. In einem Papier, über das der „Spiegel“ berichtet, heißt es, dass die Idee „mehr schadet als nützt“.
Die Rückkehr alter Kraftwerke aus der Reserve sei „ein Irrweg“, schreibt RWE. Sie würde den Strompreis nicht senken, hätte aber erhebliche Nebenwirkungen. So würden Kraftwerke, die „über Jahre in der Reserve alimentiert wurden“, mit den Plänen von Schwarz-Rot neue Batterien und flexiblere Kraftwerke aus dem Markt drängen. Dabei brauche der Strommarkt der Zukunft, der von erneuerbaren Energien dominiert wird, genau solche neuen Anlagen.
Wenn ein neueres Gaskraftwerk unwirtschaftlich wird, weil alte Kraftwerke aus der Reserve die Börsenstrompreise senken, hätte der Betreiber sogar einen Anreiz, mit seinem neueren Kraftwerk in die Reserve zu wechseln. Dann würde er damit keinen Verlust mehr erwirtschaften, stattdessen würde der Staat die Betriebskosten übernehmen. Die Kosten würden letztlich als Teil der Netzentgelte auf alle Verbraucher umgelegt, wie es bei Reservekraftwerken üblich ist. „Das ist ein absurder Effekt“, kritisierte RWE. „Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Rückkehr der Reserve überhaupt eine Entlastung beim Verbraucher bewirkt.“
Derzeit befinden sich deutschlandweit Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von knapp 8,6 Gigawatt (GW) in der Netzreserve, darunter vor allem Steinkohleanlagen. Weitere Kraftwerke mit einer Leistung von knapp 1,4 GW sind in der Kapazitätsreserve. Diese Anlagen dürfen bislang nur in Ausnahmefällen einspringen, zum Beispiel bei Engpässen in den Stromnetzen oder infolge unvorhergesehener Probleme auf dem Markt. Union und SPD wollen die Reservekraftwerke künftig „nicht nur zur Vermeidung von Versorgungsengpässen, sondern auch zur Stabilisierung des Strompreises“ einsetzen, wie es im Papier der Arbeitsgruppe Klima und Energie heißt.
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