Hubig wirbt in Bundesregierung für AfD-Verbotsprüfung

Hubig wirbt in Bundesregierung für AfD-Verbotsprüfung

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Politik in Deutschland: AfD-Verbotsprüfung

Osnabrück () – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich innerhalb der Bundesregierung für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens ein. „Die Bundesregierung kann über diese Frage nur im Konsens entscheiden“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe). „Daran arbeite ich.“

Die Prüfung eines möglichen solle eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe übernehmen, die Material zusammentragen und auswerten müsse. Auf dieser Grundlage müsse dann eine politische und juristische Entscheidung getroffen werden. Für sie sei klar: Wenn ein Antrag konkrete Erfolgsaussichten habe, dann müsse er auch gestellt werden.

Auch die Hunderttausenden von geleakten AfD-Mails will Hubig für die Prüfung nutzen. Grundsätzlich könnten alle Erkenntnisse herangezogen werden, die vorliegen. Auch die E-Mails könnten also wohl herangezogen werden, wenn sie Belege für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD lieferten, sagte die Justizministerin. Das sei auch richtig so, denn es gehe um eine existentielle Frage für die Demokratie. Sie sei überzeugt, dass jetzt ernsthaft und systematisch geprüft werden müsse, ob die Voraussetzungen für ein Verbotsverfahren vorliegen.

Anlass für Hubigs Bemühungen ist die mögliche von Ulrich Siegmund zum ersten AfD-Ministerpräsidenten im Dezember in -Anhalt. Schon die Wahl eines AfD-Abgeordneten zum Landtagspräsidenten sei eine Zäsur gewesen, sagte sie. Seit Gründung der Bundesrepublik habe es noch nie ein Mitglied einer aggressiv-nationalistischen Partei in einem so hohen Staatsamt gegeben. Man müsse alle Extremisten bekämpfen – ob Rechtsextremisten, Linksextremisten oder Islamisten. Aber eine AfD- in wäre, nach allem, was sich ermessen lasse, eine harte für den Rechtsstaat, erklärte sie.

Nach Artikel 21 des Grundgesetzes sind Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht. Einen Antrag auf ein Parteiverbot beim Bundesverfassungsgericht können gemäß Bundesverfassungsgerichtsgesetz Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung stellen. Ausschlaggebend für das Abstimmungsverhalten der Länder im Bundesrat ist die Position der jeweiligen Landesregierung.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Plakat wirbt für AfD-Verbot (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worum geht es in einem Satz?

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig setzt sich für eine systematische Prüfung eines AfD-Verbots ein, bei der auch geleakte E-Mails berücksichtigt werden sollen, und warnt vor einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Mögliche Wahl von Ulrich Siegmund zum ersten AfD-Ministerpräsidenten im Dezember in Sachsen-Anhalt
  • Wahl eines AfD-Abgeordneten zum Landtagspräsidenten, die Hubig als Zäsur bezeichnete
  • Hubigs Einschätzung, dass eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt eine harte Belastungsprobe für den Rechtsstaat wäre
  • Verdacht auf Verfassungsfeindlichkeit der AfD und die Frage, ob die Voraussetzungen für ein Parteiverbot vorliegen
  • Hunderttausende geleakte AfD-E-Mails als mögliches Material für die Prüfung

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Bemühungen um einen Konsens innerhalb der Bundesregierung zur Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens
  • Vorgesehene Sammlung und Auswertung von Material durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe
  • Mögliche Einbeziehung der geleakten AfD-E-Mails als Beweismaterial
  • Politische und juristische Entscheidung auf Grundlage der Prüfung
  • Forderung nach einem Verbotsantrag bei konkreten Erfolgsaussichten
  • Erwartete harte Belastungsprobe für den Rechtsstaat durch eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert