Justiz in Deutschland
Osnabrück () – In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren mindestens 2.618 Menschen zu Unrecht inhaftiert. Das geht aus einer bundesweiten Abfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) bei den Justizministerien und Generalstaatsanwaltschaften der Länder hervor. Demnach zahlten die Länder zwischen 2019 und 2025 mindestens 15 Millionen Euro an Menschen, die unverschuldet im Gefängnis oder in Untersuchungshaft saßen.
Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Denn die Länder Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern erfassen keine Daten zur Haftentschädigung, wie die Behörden der Zeitung mitteilten; Bremen, Baden-Württemberg und Niedersachsen nur unzureichend.
Das Bundesjustizministerium will die Haftentschädigung von 75 auf 100 Euro pro Tag anheben. Die Mehrkosten werden anhand von älteren Daten auf knapp 2 Millionen Euro geschätzt.
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Wachmeister schließt ein Gefängnistor auf (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worum geht es in einem Satz?
In Deutschland wurden zwischen 2019 und 2025 mindestens 2.618 Menschen zu Unrecht inhaftiert und mit insgesamt mindestens 15 Millionen Euro entschädigt, wobei die tatsächliche Zahl wegen unvollständiger Daten höher liegen dürfte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Bundesweite Abfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ bei Justizministerien und Generalstaatsanwaltschaften der Länder
- Mindestens 2.618 Menschen waren zwischen 2019 und 2025 unverschuldet in Haft oder Untersuchungshaft
- Fehlende oder unzureichende Daten mehrerer Bundesländer lassen eine höhere Dunkelziffer vermuten
- Die konkreten Gründe für die unverschuldeten Inhaftierungen werden nicht genannt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die Länder zahlten zwischen 2019 und 2025 mindestens 15 Millionen Euro an Entschädigungen.
- Die Haftentschädigung soll von 75 auf 100 Euro pro Tag steigen.
- Die geplante Erhöhung würde schätzungsweise knapp zwei Millionen Euro zusätzlich kosten.
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