Berliner Abgeordnetenhaus wählt Klein zur neuen Präsidentin

Berliner Abgeordnetenhaus wählt Klein zur neuen Präsidentin

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Politik in Berlin

() – Die Linken-Politikerin Hendrikje Klein ist zur neuen Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses gewählt worden. Sie erhielt in der konstituierenden Sitzung am Donnerstag 149 Stimmen, 98 Abgeordnete votierten gegen sie, neun enthielten sich.

Klein ist damit die erste Linken-Politikerin auf diesem Posten in Berlin und nach Hanna-Renate Laurien (CDU, 1991-1995) und Cornelia Seibeld (CDU, 2023-2026) die dritte Frau, aber die erste aus dem Osten. Sie sitzt seit 2016 für die im Abgeordnetenhaus und war unter anderem im Untersuchungsausschuss zur Fördergeldaffäre tätig.

Am Dienstag hatte sich Klein den Fraktionen vorgestellt. Sie kündigte im Vorfeld an, viel Raum für Debatten lassen zu wollen, dabei müsse aber der Ton stimmen. Das will sie etwa für Schulklassen oder Erstwähler öffnen.

In der konstituierenden Sitzung am Donnerstag sollen zudem zwei Vize-Präsidenten gewählt werden, die von der CDU und der AfD als zweit- und drittstärkste Fraktion vorgeschlagen wurden. Nominiert sind die bisherige Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld von der CDU und der AfD-Politiker Martin Trefzer. Linke, CDU, und SPD wollen allerdings keinen AfD-Politiker zum Vize-Präsidenten wählen. Damit könnte der Posten bis auf Weiteres vakant bleiben.

Das Abgeordnetenhaus hat in der neuen Legislaturperiode 153 Mitglieder, sechs weniger als bisher. Auf die Linke entfallen 45 Sitze. Jedoch gehören der Fraktion zunächst nur 44 Abgeordnete an, weil eine gewählte Linke-Politikerin wegen einer Erkrankung nicht bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion dabei war.

Die CDU stellt 33 Abgeordnete, die AfD 29, die 25 und die SPD 21. Knapp die Hälfte der Abgeordneten zog neu ins Parlament ein. Der Frauenanteil im Abgeordnetenhaus liegt bei rund 38 Prozent.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Elif Eralp und Hendrikje Klein am 29.10.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Elif Eralp, Hendrikje Klein, Hanna-Renate Laurien, Cornelia Seibeld, Martin Trefzer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

dts Nachrichtenagentur, Die Linke, Berliner Abgeordnetenhaus, CDU, Untersuchungsausschuss zur Fördergeldaffäre, AfD, Grüne, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

29.10.2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Hendrikje Klein wurde als erste Linken-Politikerin zur Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses gewählt und will sich für eine respektvolle Debattenkultur sowie ein offeneres Parlament einsetzen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Konstituierende Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses zu Beginn der neuen Legislaturperiode
  • Die Linke als stärkste Kraft im neuen Parlament mit 45 von 153 Sitzen
  • Vorstellung Kleins bei den Fraktionen am Dienstag vor der Wahl
  • Langjährige parlamentarische Erfahrung Kleins als Abgeordnete seit 2016

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bei der Wahl von Hendrikje Klein zur Parlamentspräsidentin stimmten laut Artikel 149 Abgeordnete für sie, 98 gegen sie und neun enthielten sich.
  • Linke, CDU, Grüne und SPD wollen keinen AfD-Politiker zum Vizepräsidenten wählen und lehnen damit den nominierten Martin Trefzer ab.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erstmals steht eine Linken-Politikerin und eine Frau aus Ostdeutschland an der Spitze des Berliner Abgeordnetenhauses
  • Debatten sollen viel Raum erhalten, wobei auf einen angemessenen Ton geachtet werden soll
  • Das Parlament soll stärker für Schulklassen und Erstwähler geöffnet werden
  • Der für einen AfD-Politiker vorgesehene Vizepräsidentenposten könnte bis auf Weiteres vakant bleiben
  • Die Linkenfraktion zählt wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit einer gewählten Politikerin zunächst nur 44 statt 45 Mitglieder

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Hendrikje Klein wird indirekt mit der Ankündigung zitiert, viel Raum für Debatten bei angemessenem Umgangston zu lassen und das Parlament etwa für Schulklassen und Erstwähler zu öffnen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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