Bartsch: Linke will Sozialproteste ohne Gewalt

Bartsch: Linke will Sozialproteste ohne Gewalt

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Friedlicher Protest in Deutschland im Fokus

Berlin () – Der ehemalige Linken-Fraktionschef und Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch hält Sozialproteste gegen die Regierungspolitik auch in Deutschland für legitim. Dazu werde die auch weiterhin aufrufen, sagte Bartsch im Nachrichtensender „Welt“ TV. Allerdings müssten diese Proteste – anders als etwa in Frankreich – gewaltfrei bleiben.

„Es geht überhaupt nicht um Krawall“, sagte er dem TV-Sender „Welt“ am Mittwoch. „Krawall – da bin ich ein großer Gegner. Ich finde auch all das, wo das ausgeartet ist, wo Geschäfte zerstört worden sind, auch im Übrigen von kleinen Geschäftsleuten, das finde ich inakzeptabel“, so Bartsch.

„Den Protest gegen die – die in Frankreich, die auch in Deutschland gemachte – die finde ich richtig“, erklärte der Linken-Politiker. Da müssten sich diejenigen fragen, die jetzt auch umfragemäßig im Keller seien, was sie vielleicht an ihrer Politik verändern müssten.

Protest sei legitim, Gewalt nicht legitim. Das sage er ganz klar und ohne Wenn und Aber. Und er wünsche sich auch, dass seine sich klar gegen Gewalt positioniere.

Die Linke will sich laut Bartsch auch weiterhin mit Demonstrationsorganisationen und Protestaufrufen engagieren. „Das haben wir schon immer gemacht und das werden wir auch weiter tun, da wo es möglich ist. Klar zu sagen: Mit dieser Politik sind wir nicht einverstanden“, sagte er. „Aber ich werbe dafür, dass dieser Protest friedlich ist und dass man deutlich macht: Wir wollen eine andere Politik. Aber das wird am Ende des Tages zum Beispiel in Berlin durch Wahlen entschieden. Oder auch in Mecklenburg-Vorpommern oder an anderen Stellen, bald in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in . Nur das ist der Weg, auf dem man wirklich für Veränderungen in der Politik sorgt.“

Bartsch warf der Bundesregierung vor, mit Steuererhöhungen und immer höherer Zinslast ein zu schaffen, in dem Sozialproteste gedeihen können. „Das ist doch das Problem auch bei der Steuerpolitik: Es wird, ohne dass etwas in die Perspektive geguckt wird, über Neuverschuldung alles versucht zu klären. Das ist ein Riesenfehler“, sagte der Linkenpolitiker. „Und in dem Sinne führen uns Klingbeil und Merz auf die steuerpolitische und dann auf die politische Intensivstation. Und dass dann Proteste da sind und dass diese Proteste manchmal schwer einzuhegen sind, das ist ein Problem. Ja, ich möchte friedliche Proteste und keine Gewalt – aber ich weiß auch, was die Ursache dafür ist.“

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Dietmar Bartsch (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Dietmar Bartsch

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die Linke, Welt

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Mittwoch statt (Aussage von Dietmar Bartsch im Sender „Welt“ TV). Ein konkretes Datum ist im Text nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Dietmar Bartsch (Linke) erklärt, dass Sozialproteste gegen die Regierungspolitik in Deutschland legitim seien, aber gewaltfrei bleiben müssten, und kritisiert zugleich die Steuer- und Zinsbelastungen der Bundesregierung als Ursache für wachsende Proteste.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steuererhöhungen und eine zunehmende Zinslast durch die Bundesregierung, die ein Klima schaffen sollen, in dem Sozialproteste gedeihen können

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf den beschriebenen Aufruf zu friedlichen Sozialprotesten dargestellt

Welche Konsequenzen werden genannt?

Sozialproteste gegen die Regierungspolitik bleiben auch in Deutschland legitim

Die Proteste sollen gewaltfrei bleiben

Die Partei soll sich klar gegen Gewalt positionieren

Die Linke will weiterhin Demonstrationsorganisationen und Protestaufrufe unterstützen

Die Proteste sollen deutlich eine andere Politik einfordern

Politische Veränderungen sollen über Wahlen erreicht werden

Steuerpolitik und steigende Zinslast schaffen ein Klima, in dem Sozialproteste entstehen können

Proteste sind schwer einzuegen, wenn sie von der Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—Dietmar Bartsch (Die Linke) wird mit einer Stellungnahme zitiert („…sagte Bartsch…“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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