"Made in EU"-Regel: Wirtschaftsministerium fürchtet steigende Kosten

"Made in EU"-Regel: Wirtschaftsministerium fürchtet steigende Kosten

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Wirtschaftliche Auswirkungen der EU-Präferenzregeln in Berlin

Berlin () – Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche (CDU) rechnet mit massiven Kostensteigerungen für Autos, Batterien und Solaranlagen, sollten die geplanten EU-Präferenzregeln in Kraft treten. Das berichtet der Newsletter „Industrie und Handel“ des „Politico“ unter Berufung auf eine interne Bewertung aus dem Referat Europäische Industriepolitik zum Industrial Accelerator Act (IAA). Die Bewertung ist innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

Für E-Autos rechnet das Wirtschaftsministerium mit einem Kostenanstieg von 630 Euro – „wegen der `Made in EU`-Anforderungen an Batterien im Jahr 2030“. Autos, die mit kohlenstoffarmem Stahl gebaut werden, könnten sich um knapp 70 Euro verteuern.

Der IAA ist eine EU-Verordnung, die die Industrie in Europa stärken und ihre Dekarbonisierung beschleunigen soll. Er soll in öffentlichen Ausschreibungen und Förderprogrammen gezielt Nachfrage nach CO2-armen Produkten und Waren aus der EU schaffen, vor allem in Branchen wie Stahl, Zement, Aluminium. Am Donnerstag wurde der Entwurf das erste Mal im Rat für Wettbewerbsfähigkeit diskutiert.

Grundsätzlich unterstützt die Bundesregierung den Vorstoß. „Es wird erwartet, dass der Industrial Accelerator Act die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie in den Bereichen Energieinfrastruktur, Solarenergie, Batterien und Fahrzeugkomponenten stärkt, indem es die Nachfrage nach deren Produkten sichert und gleichzeitig die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der EU erhöht“, heißt es in dem Papier. Dies würde sich auf die internationalen Handelsströme auswirken, Abhängigkeiten verringern und ausländische Investitionen in der EU mit höherer Wertschöpfung begünstigen.

Das BMWK warnt aber auch vor weiteren negativen Folgen. Mögliche negative Reaktionen einiger Handelspartner könnten zu Wettbewerbsherausforderungen für die EU-Industrie auf den globalen Märkten führen. Die Kosten für die öffentliche Beschaffung dürften steigen, wird prognostiziert.

Die Industrie profitiere allerdings von schnelleren und digitalen Genehmigungen, die potenziell bis zu 240 Millionen Euro an Kosteneinsparungen erreichen könnten. Für die weiterverarbeitende Industrie führten die Leitmärkte aber zu höheren Produktionskosten, heißt es in dem Bericht. Allein für die Autoindustrie könnten die Vorgaben zu einem Verlust an Bruttowertschöpfung in Höhe von 291 Millionen Euro führen, im Bausektor von 691 Millionen Euro. Baukosten würden um 0,45 Prozent steigen.

Durch die Leitmärkte, also staatlich angereizte Nachfrage, sollen knapp 150.000 Industriearbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Die IAA-Vorgaben sollen zudem das Klima schützen. Das BMWK rechnet mit rund 30,6 Tonnen CO2 weniger im Jahr 2030.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Katherina Reiche

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundeswirtschaftsministerium, Katherina Reiche, CDU, EU, Politico, Industrial Accelerator Act, IAA, Bundesregierung, BMWK

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Das Bundeswirtschaftsministerium warnt vor erheblichen Kostensteigerungen für Autos und Solaranlagen durch die geplanten EU-Präferenzregeln des Industrial Accelerator Acts, die zwar die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie stärken sollen, gleichzeitig aber auch höhere Produktionskosten und mögliche negative Handelsreaktionen zur Folge haben könnten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Geplante EU-Präferenzregeln
  • Massive Kostensteigerungen für Autos, Batterien und Solaranlagen
  • Anforderungen an „Made in EU“ für Batterien
  • Kostenanstieg für E-Autos und Autos aus kohlenstoffarmem Stahl
  • Ziel der EU-Verordnung: Stärkung der Industrie und Dekarbonisierung
  • Diskussion im Rat für Wettbewerbsfähigkeit
  • Unterstützung durch die Bundesregierung
  • Erwartete Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Bedenken über negative Folgen für internationale Handelsströme
  • Prognose höherer Kosten für öffentliche Beschaffung
  • Wirtschaftliche Unsicherheit für die Industrie
  • Potenzielle Kosteneinsparungen durch Digitalisierung
  • Verlust an Bruttowertschöpfung in verschiedenen Sektoren
  • Schaffung und Erhalt von Industriearbeitsplätzen
  • Klimaschutz durch Reduktion von CO2-Emissionen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine spezifischen Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Massive Kostensteigerungen für Autos, Batterien und Solaranlagen
  • Kostenanstieg von 630 Euro für E-Autos
  • Verteuerung um knapp 70 Euro für Autos mit kohlenstoffarmem Stahl
  • Wettbewerbsvorteile für EU-Industrie in bestimmten Bereichen
  • Erwartete Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der EU
  • Auswirkungen auf internationale Handelsströme
  • Verringerung von Abhängigkeiten
  • Begünstigung ausländischer Investitionen mit höherer Wertschöpfung
  • Wettbewerbshürden auf globalen Märkten
  • Steigende Kosten für öffentliche Beschaffung
  • Höhere Produktionskosten für weiterverarbeitende Industrie
  • Verlust an Bruttowertschöpfung in der Autoindustrie von 291 Millionen Euro
  • Verlust an Bruttowertschöpfung im Bausektor von 691 Millionen Euro
  • Steigende Baukosten um 0,45 Prozent
  • Schaffung und Erhalt von knapp 150.000 Industriearbeitsplätzen
  • Klimaschutz durch Reduzierung von rund 30,6 Tonnen CO2 im Jahr 2030

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums zitiert, die die Unterstützung für den Industrial Accelerator Act und seine potenziellen positiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie beschreibt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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