Prien verteidigt Einschnitte beim Elterngeld

Prien verteidigt Einschnitte beim Elterngeld

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Haushaltspolitik in Berlin: Kürzungen beim Elterngeld

Berlin () – Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat bestätigt, dass zur Konsolidierung des Haushaltes 2027 auch beim Elterngeld gekürzt werden soll.

Sie werde sich als Teil der Regierung „solidarisch“ daran halten, was der schwarz-rote Koalitionsausschuss an Einsparungen beschlossen habe, und arbeite an „konstruktiven Lösungen“, sagte Prien der „Welt“ (Freitagausgabe). „Zu einer verantwortlichen Politik gegenüber Familien und kommenden Generationen gehört auch eine Politik, die den Haushalt konsolidiert“, auch wenn sie im Familien- und Bildungsbereich „um jeden Cent kämpfe“, so Prien.

Laut den im Koalitionsausschuss vereinbarten Eckpunkten zum Haushalt muss Prien in ihrem Ressort mehr als 500 Millionen Euro einsparen, davon 350 Millionen Euro beim Elterngeld. Wie sie die Einsparziele konkret erreichen will, wolle sie „in der Regierung und mit den Fraktionen“ verhandeln, so Prien.

Es gebe aber verschiedene Stellschrauben. Eine davon sei die Dauer des Bezugs. „Da ist für mich klar: Weil der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erst nach zwölf Monaten entsteht, muss Elterngeld mindestens diese zwölf Monate absichern.“ Derzeit beträgt die Laufzeit des Basiselterngeldes 14 Monate, sofern mindestens zwei Monate davon vom Vater genommen werden.

Weitere Stellschrauben seien die Partnerschaftlichkeit der Mütter- und Vätermonate, die Höhe des Elterngeldes und die Lohnersatzrate, so Prien weiter. „Ich würde uns aber nicht empfehlen, bei der Höhe runterzugehen. Das Elterngeld wurde seit Einführung nie erhöht. Wenn wir ein Modell finden, mit dem wir trotz der Sparzwänge noch etwas verbessern können, würde das den Familien in unserem Land signalisieren: Wir unterstützen euch.“ Zudem brauche man wegen sinkender Geburtenzahlen weniger Haushaltsmittel, so Prien. „Die Demografie ist also eine weitere Stellschraube.“

Das Elterngeld wird abhängig vom früheren Netto-Monatseinkommen gezahlt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich und höchstens 1.800 Euro im Monat. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 175.000 Euro für Paare und Alleinerziehende entfällt der Anspruch. Die Ampel-Koalition hatte diese Einkommensgrenze von zuvor 200.000 Euro heruntergesetzt.

Sie hätte „erhebliche Bedenken, erneut an die Einkommensgrenzen zu gehen“, sagte Prien. „Es ist uns wichtig, dass junge, gut ausgebildete Frauen weiterhin Kinder bekommen. Deshalb muss man aufpassen, den Charakter der Leistung nicht zu verändern. Das Elterngeld ist bewusst eine Familienleistung und eine Investition in das Potenzial erwerbstätiger Frauen.“

Entscheidend seien aber auch gute Kinderbetreuung, verlässliche Ganztagsangebote und gute Schulen, so Prien. „Eine gute Familienpolitik ist deshalb immer auch eine gute Bildungspolitik.“

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, den Mindestsatz von 300 Euro und den Höchstsatz von 1.800 Euro, die seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 gleichgeblieben sind, anzuheben und Anreize für mehr Väterbeteiligung in alleiniger Verantwortung zu setzen. Bei der Einführung des sogenannten Erziehungsgelds, des Vorgängers des Elterngelds, im Jahr 1986 betrug die Höhe noch 600 D-Mark monatlich.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Karin Prien

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Welt, schwarz-rote Koalitionsausschuss, Ampel-Koalition, Union, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Ereignisse finden in Berlin statt.

Worum geht es in einem Satz?

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat angekündigt, dass im Rahmen der Haushaltskonsolidierung bis 2027 beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden müssen, wobei sie gleichzeitig auf die Wichtigkeit einer verantwortungsvollen Familien- und Bildungspolitik hinweist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Haushaltskonsolidierung für 2027
  • Einsparungen im Rahmen des Koalitionsausschusses
  • Vorgaben zur Einsparung von mehr als 500 Millionen Euro im Bildungsministerium
  • Notwendigkeit, elterngeldbezogene Ausgaben zu reduzieren
  • Demografische Entwicklung und sinkende Geburtenzahlen
  • Diskussion um die Höhe und Dauer des Elterngeldbezugs
  • Einhaltung bestehender Einkommensgrenzen für den Bezug des Elterngeldes

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kürzungen beim Elterngeld
  • Einsparungen von über 500 Millionen Euro im Bildungsressort
  • Mögliche Anpassungen an der Bezugsdauer des Elterngeldes
  • Auswirkungen auf die Partnerschaftlichkeit der Mütter- und Vätermonate
  • Bedenken hinsichtlich der Einkommensgrenzen
  • Ziel, junge, gut ausgebildete Frauen zur Familiengründung zu ermutigen
  • Notwendigkeit guter Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen
  • Veränderung des Charakters der Leistung vermeiden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) zitiert, in der sie erklärt, dass sie sich solidarisch an die Einsparungen im Haushalt hält und an konstruktiven Lösungen arbeitet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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