Gesundheitsreformen in Berlin: Zuzahlungen erhöhen
Berlin () – Boris Augurzky, Gesundheitsökonom des RWI-Leibniz-Institutes, hat eine Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus gefordert.
„Die Zuzahlung im Krankenhaus wurde 2004 eingeführt, für einen Krankenhaustag zahlen Patienten seitdem zehn Euro zu. Diese Zuzahlung sollte der Staat auf 15 Euro erhöhen, um sie an die Inflation anzupassen“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Das könnte einige Hundert Millionen Euro bringen. Auch beim Friseur haben sich schließlich die Preise erhöht.“
Man müsse alle Gruppen belasten, nicht nur Ärzte und Kliniken, sondern auch die Patienten, so der Essener Ökonom. „Die Älteren gehen häufiger zum Arzt und in die Klinik, sie würden die höheren Zuzahlungen besonders treffen – doch das wäre generationengerecht und steuert. Sonst tragen allein die Beitragszahler die Lasten“, sagte Augurzky. „Statt über Einzelmaßnahmen zu diskutieren, sollte man ein Gesamtpaket diskutieren. Dann sind unpopuläre Maßnahmen auch leichter durchzusetzen.“
Im Streit um freiwillige Kassenleistungen wie Homöopathie widerspricht er dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Streichung fordert. „Der Vorschlag von Herrn Gassen ist naheliegend, doch er ist nicht zielführend: Wenn der Staat alle freiwilligen Leistungen streicht, mit denen die Kassen in den Wettbewerb gehen können, gibt es keinen großen Wettbewerb mehr“, sagte Augurzky.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Boris Augurzky, Andreas Gassen
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
RWI-Leibniz-Institut, Rheinische Post, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Andreas Gassen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Essen.
Worum geht es in einem Satz?
Der Gesundheitsökonom Boris Augurzky fordert eine Erhöhung der Krankenhaus-Zuzahlungen von zehn auf 15 Euro, um die Inflation auszugleichen und die finanziellen Belastungen gerecht auf alle Gruppen zu verteilen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus
- Einführung der Zuzahlung im Jahr 2004
- Aktuelle Zuzahlung von zehn Euro pro Krankenhaustag
- Anpassung an inflationsbedingte Preiserhöhungen
- Belastung aller Gruppen, nicht nur Ärzte und Kliniken
- Fokus auf generationengerechte Lösungen
- Diskussion über ein Gesamtpaket statt Einzelmaßnahmen
- Streit um freiwillige Kassenleistungen wie Homöopathie
- Kritik an der Streichung freiwilliger Leistungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus
- Anpassung an die Inflation
- Zusätzliche Einnahmen von mehreren Hundert Millionen Euro
- Belastung aller Gruppen (Patienten, Ärzte, Kliniken)
- Besondere Belastung älterer Patienten
- Förderung einer generationengerechten Verteilung der Lasten
- Notwendigkeit eines Gesamtpakets zur Durchsetzung unpopulärer Maßnahmen
- Risiken bei der Streichung freiwilliger Kassenleistungen
- Mögliche Reduzierung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Boris Augurzky, Gesundheitsökonom des RWI-Leibniz-Institutes, zitiert. Er fordert eine Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus auf 15 Euro, um diese an die Inflation anzupassen.
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