Gesundheitspolitik: Primärarztsystem in Berlin
Berlin () – Angesichts der Diskussion über die Ausgestaltung eines Primärarztsystems für gesetzlich Versicherte gibt es innerhalb der Unionsfraktion Forderungen nach einer Strafgebühr von 200 Euro für Patienten, die sich dem geplanten Modell entziehen wollen.
Wer das geplante Primärarztsystem auf eigene Faust umgehen wolle und statt zuerst zum Hausarzt direkt zum Facharzt gehe, solle eine Gebühr dafür zahlen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann (CDU), der „Bild“ (Samstagsausgabe). „Eine Gebühr von 200 Euro pro selbst vereinbartem Facharzttermin außerhalb des Primärarztsystems halte ich für denkbar.“ Ansonsten gebe es keine Lenkungswirkung.
Der CSU-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Stephan Pilsinger spricht sich ebenfalls für eine Gebühr für Patienten aus, die künftig direkt Facharzttermine vereinbaren. Er sagte der Zeitung: „Wer sich bewusst nicht durch ein Primärarztsystem steuern lässt und unnötige Arzttermine in Anspruch nimmt, muss die Kosten dafür selber tragen. Wenn wir wollen, dass die Patienten wieder schneller Termine bei Fachärzten bekommen, müssen wir dafür sorgen, dass diese von unnötigen Bagatellfällen entlastet werden.“
Pilsinger spricht sich explizit gegen eine Praxisgebühr aus: „Eine Kontaktgebühr beziehungsweise eine neue Praxisgebühr lehnt die CSU allerdings ab, da sie einseitig zulasten von chronisch kranken Patienten geht.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Albert Stegemann, Stephan Pilsinger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, CSU, Unionsfraktion, Albert Stegemann, Stephan Pilsinger, "Bild"
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Das beschriebene Ereignis findet in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
In der Unionsfraktion gibt es Vorschläge, eine Strafgebühr von 200 Euro für Patienten einzuführen, die das geplante Primärarztsystem umgehen und direkt Facharzttermine buchen, um die Versorgung zu steuern und überflüssige Arztbesuche zu reduzieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Diskussion über Primärarztsystem für gesetzlich Versicherte
- Unionsfraktion fordert neue Regelungen
- Vorschlag einer Strafgebühr für Umgehung des Systems
- Ziel: Lenkungswirkung zur Steuerung von Arztbesuchen
- Entlastung von Fachärzten von unnötigen Arztterminen
- Bedenken gegen einseitige Belastung für chronisch kranke Patienten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einführung einer Strafgebühr von 200 Euro für Patienten, die das Primärarztsystem umgehen
- Erhöhung der Kosten für Patienten, die direkt Facharzttermine vereinbaren
- Stärkung der Lenkungswirkung des Primärarztsystems
- Entlastung der Fachärzte von unnötigen Bagatellfällen
- Schnellere Terminvergabe bei Fachärzten für Patienten, die das System einhalten
- Ablehnung einer Praxisgebühr zur Schonung von chronisch kranken Patienten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden Stellungnahmen zitiert. Albert Stegemann und Stephan Pilsinger äußern sich zum geplanten Primärarztsystem und der damit verbundenen Gebühr für Patienten, die sich dem System entziehen wollen.
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