Ataman kritisiert Teilzeitpläne der Mittelstandsunion

Gesellschaftliche Kritik an Teilzeitarbeit in Berlin

Berlin () – Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, hat harsche Kritik an den Reformplänen des CDU-Wirtschaftsflügels für die Teilzeitarbeit geübt.

„Die meisten , die in Teilzeit arbeiten, sind Frauen“, sagte Ataman der „Rheinische Post“ (Samstagausgabe). „Sie tun das nicht, weil sie mehr Freizeit wollen, sondern weil sie Angehörige pflegen oder sich um die kümmern. Sie haben durch die Fürsorgearbeit am Ende des Tages mehr Arbeitsstunden geleistet als viele . Teilzeit klingt nach Luxus, dahinter steckt aber für die meisten Frauen ein Knochenjob.“

Der Antrag der Mittelstandsunion, der in einer ersten Fassung den Titel „Kein auf Lifestyle-Teilzeit“ trug, sei kein geeignetes Mittel um mehr Frauen in die Vollzeitbeschäftigung zu holen. „Statt Frauen das Leben zu erleichtern, zwingt man sie dazu, sich vor der Kanzlerpartei zu rechtfertigen, weil sie nicht in Vollzeit arbeiten können“, so Ataman.

„Wer den Personalmangel in so angehen will, schafft nur neue Probleme: Frauen werden mit solchen Vorwürfen nicht motiviert, sondern weiter aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Wer es sich leisten kann, sagt jetzt schon: Das tue ich mir nicht an. Zurecht hoffen viele in der Union, dass diese Initiative am Wochenende endgültig beerdigt wird“, erklärte Ataman.

„Die Arbeitswelt ist in Deutschland grundsätzlich auf Männer ausgerichtet“, fuhr die Antidiskriminierungsbeauftragte fort. „Das merken wir zum Beispiel daran, dass Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Teilzeit als Luxus betrachtet werden. Dazu kommt, dass Menschen, die in Teilzeit arbeiten, häufiger diskriminiert werden: Sie gelten als weniger leistungsfähig und engagiert, und werden bei Beförderungen und Boni oft übergangen.“

Diese Diskriminierung müsse angegangen werden. „Der Personalmangel in Deutschland hat auch viel mit dem Thema Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt zu tun“, so Ataman. „Wer mehr Arbeitskräfte gewinnen will, sollte Diskriminierung abbauen.“

4,4/5 (24 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ferda Ataman (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, CDU-Wirtschaftsflügel, Mittelstandsunion, Rheinische Post, Kanzlerpartei, Union.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman kritisiert die Reformpläne der CDU zur Teilzeitarbeit scharf, da sie vor allem Frauen benachteiligten, die häufig aus Fürsorgepflichten in Teilzeit arbeiten, und fordert Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsmarkt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Reformpläne des CDU-Wirtschaftsflügels zur Teilzeitarbeit
  • Hoher Anteil weiblicher Teilzeitbeschäftigter
  • Teilzeitarbeit oft aus Sorgearbeit und familiären Verpflichtungen
  • Stigmatisierung von Teilzeitarbeit als Luxus
  • Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten im Arbeitsumfeld
  • Fehlende Anerkennung für die Arbeitsleistung von Frauen
  • Gender-Ungleichheiten im Arbeitsmarkt
  • Personalmangel in Deutschland als Zusammenhang mit Diskriminierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ferda Ataman kritisiert CDU-Reformpläne für Teilzeitarbeit
  • Teilzeitbeschäftigte sind überwiegend Frauen, die oft aus Fürsorgegründen in Teilzeit arbeiten
  • Reformpläne sollen Frauen nicht in Vollzeit bringen, sondern rechtfertigen ihre Teilzeitarbeit
  • Personalmangel wird nicht durch solche Ansätze gelöst, sondern Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt
  • Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten und insbesondere Frauen ist ein großes Problem
  • Arbeitswelt in Deutschland ist männlich ausgerichtet, flexible Arbeitszeiten als Luxus betrachtet
  • Ataman fordert Abbau von Diskriminierung, um mehr Arbeitskräfte zu gewinnen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Frauen werden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt
  • Ungleichbehandlung von Teilzeitkräften
  • Diskriminierung von Frauen im Arbeitsmarkt
  • Weniger Förderungen bei Beförderungen und Boni
  • Steigerung des Personalmangels in Deutschland
  • Notwendigkeit, Diskriminierung abzubauen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Ferda Ataman, zitiert, in der sie scharfe Kritik an den Reformplänen des CDU-Wirtschaftsflügels übt und auf die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt hinweist.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert