Gesellschaft: Schutz vor sexueller Belästigung in Berlin
Berlin () – Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, fordert einen besseren rechtlichen Schutz für Frauen in Fällen von sexuellen Belästigungen im Alltag.
„Findet sexuelle Belästigung beim Einkaufen, im Fitnessstudio, in der Fahrschule oder bei der Wohnungssuche statt, gilt kein Diskriminierungsverbot“, sagte Ataman den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Gerade wird darüber diskutiert, das Strafrecht zu verschärfen, um besser vor sexueller Belästigung zu schützen. Das ist richtig und wichtig. Aber sexuelle Belästigung findet auch im Alltag statt“, hob Ataman hervor.
Am Arbeitsplatz gelte sexuelle Belästigung als Diskriminierung und sei verboten. Ataman drängt daher auf eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), um Frauen auch im Alltag besser vor sexueller Belästigung zu schützen.
Nach Angaben der Antidiskriminierungsstelle nehmen die Fälle von Berichten über sexuelle Belästigungen in Alltagssituationen etwa in der Fahrschule oder bei der Wohnungsvermietung zu. „Uns berichten Frauen zum Beispiel, dass sie bei der Wohnungssuche mit ungewollten sexuellen Anzüglichkeiten konfrontiert werden“, sagte Ataman. „Solange der Schutz vor sexueller Belästigung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz aber nicht auf Alltagsgeschäfte ausgeweitet wird, können sie nichts dagegen tun.“ Diese Lücke müsse dringend geschlossen werden.
Auch der CDU-Politiker Martin Plum plädiert dafür, Frauen vor sexueller Belästigung zu schützen. „Sexuelle Belästigung ist in jeder Form inakzeptabel und darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben – weder am Arbeitsplatz noch im Alltag“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Obmann der Unionsfraktionen im Rechtsausschuss den Funke-Zeitungen. Jedoch biete das Bürgerliche Gesetzbuch bereits heute einen „schnellen, würdigen und wirksamen Rechtsschutz“. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD sei vereinbart, das AGG zu reformieren, so Plum. Man prüfe weiteren Handlungsbedarf. „Unüberlegte Schnellschüsse helfen den Betroffenen nicht weiter“, hob Plum hervor.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ferda Ataman (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ferda Ataman, Martin Plum
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Fahrschule, Fitnessstudio, Wohnungssuche, Arbeitsplatz
Worum geht es in einem Satz?
Ferda Ataman, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, fordert eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, um Frauen besseren Schutz vor sexueller Belästigung im Alltag zu bieten, da derzeit kein Diskriminierungsverbot für alltägliche Situationen wie Einkauf oder Wohnungssuche gilt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunahme von Berichten über sexuelle Belästigung im Alltag
- Fehlender rechtlicher Schutz außerhalb des Arbeitsplatzes
- Diskussion über Strafrechtsverschärfungen
- Forderung nach Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
- Konkrete Beispiele von Belästigungen bei Wohnungssuche und Fahrschule
- Aussage von Ferda Ataman über Diskriminierungsverbot
- Politische Unterstützung von Martin Plum für besseren Schutz
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Ferda Ataman fordert besseren rechtlichen Schutz für Frauen gegen sexuelle Belästigung im Alltag
- Betroffene Bereiche sind u.a. Einkaufen, Fitnessstudio, Fahrschule, Wohnungssuche
- Derzeit gilt kein Diskriminierungsverbot in diesen Situationen
- Diskussion über Strafrechtsverschärfung zur besseren Absicherung gegen sexuelle Belästigung
- Ataman drängt auf Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
- Zunahme von Berichten über sexuelle Belästigung in alltäglichen Situationen
- Martin Plum (CDU) unterstützt Schutz für Frauen, betont die Notwendigkeit von Rechtsschutz
- Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht AGG-Reform vor, weiterer Handlungsbedarf wird geprüft
- Plum warnt vor unüberlegten Maßnahmen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verbesserung des rechtlichen Schutzes für Frauen
- Notwendigkeit einer Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
- Zunahme der Berichte über sexuelle Belästigung im Alltag
- Geschlossene Lücke im rechtlichen Schutz gegen sexuelle Belästigung notwendig
- Diskurs über Verschärfung des Strafrechts
- Forderung nach einem umfassenden Schutz in Alltagssituationen
- Politische Unterstützung für Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Belästigung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ferda Ataman zitiert, die einen besseren rechtlichen Schutz für Frauen in Fällen von sexueller Belästigung im Alltag fordert.
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