Regierung sieht hohe Risiken durch US-Sanktionen gegen Rosneft
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Versorgungssicherheit im Energiesektor in Deutschland
Berlin () – Die Bundesregierung fürchtet Versorgungsrisiken mit Öl und Raffinerieprodukten, sollten die aktuell ausgesetzten US-Sanktionen für die deutschen Rosneft-Töchter erneut greifen. Das berichtet „Politico“ unter Berufung auf eine schriftliche Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) auf eine mündliche Frage des Linken-Abgeordneten Christian Görke vom 28. Januar.
„Ein Wegfall der Rosneft Deutschland und der von ihr kontrollierten Raffineriekapazitäten oder auch ein Wegfall der PCK allein könnten kurzfristig nicht durch zusätzliche Importe von Raffinerieprodukten voll kompensiert werden“, teilte das BMWE darin mit.
Zugleich verweist das Ministerium auf die zentrale Bedeutung von Rosneft Deutschland für die Versorgungssicherheit hierzulande. Mit einer weiteren Tochtergesellschaft hält das Unternehmen Anteile an der Brandenburger PCK-Raffinerie und zwei weiteren deutschen Raffinerien. Zusammen decken sie rund 12 Prozent der deutschen Verarbeitungskapazität ab.
„Ein reibungsloser Betrieb von Rosneft Deutschland ist entscheidend, insbesondere für die verlässliche Ölversorgung und den Betrieb unter anderem der PCK-Raffinerie GmbH und damit für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit der Menschen, der Unternehmen und der Institutionen in Nordostdeutschland (einschließlich des Flughafens BER) sowie Westpolens mit Kraftstoffen und anderen Raffinerieprodukten“, heißt es dazu in der Antwort des Ministeriums.
Anlass für Görkes Frage ist eine derzeit von den USA gewährte Ausnahme von US-Sanktionen gegen Rosneft. Zuletzt hatte das BMWE diese befristet für die deutschen Rosneft-Töchter erwirken können. Allerdings läuft sie Ende April aus.
Aktuell arbeitet das Wirtschaftsministerium daran, die Sanktionsausnahme dauerhaft zu verlängern, um betroffenen Unternehmen Rechtssicherheit zu bieten. Dazu stehe man in engem Austausch mit den US-Behörden, erklärte das Ministerium in seiner Antwort. Gleichzeitig bereite sich die Bundesregierung auf Alternativszenarien zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit vor, hieß es.
Görke drängt die Bundesregierung zur Eile. „Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat jetzt keine Zeit mehr zu verlieren. Sie kann unmöglich bis Ende April oder auch nur bis März warten, um eine Anschlusslösung zu verkünden, dann wäre das Kind längst in den Brunnen gefallen“, sagte er.
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Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist der 28. Januar sowie das Ende April, an dem die Sanktionsausnahme ausläuft.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich an folgenden Orten statt:
- Berlin
- Schwedt (PCK-Raffinerie)
- Brandenburg
- Nordostdeutschland (allgemein, einschließlich des Flughafens BER)
- Westpolen
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung warnt vor Versorgungsrisiken mit Öl und Raffinerieprodukten, falls die US-Sanktionen gegen deutsche Rosneft-Töchter wie die PCK-Raffinerie wieder in Kraft treten, und arbeitet an einer dauerhaften Verlängerung der Sanktionsausnahme.
Furcht vor Versorgungsrisiken mit Öl und Raffinerieprodukten
Aussetzung der US-Sanktionen für deutsche Rosneft-Töchter
Wichtigkeit der Rosneft Deutschland für die Versorgungssicherheit
Unzureichende Kompensation durch zusätzliche Importe
Anfrage des Linken-Abgeordneten Christian Görke
Befristete Sanktionsausnahme für Rosneft Deutschland läuft Ende April aus
Aktive Bemühungen der Bundesregierung um Verlängerung der Sanktionsausnahme
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Bundesregierung fürchtet Versorgungsrisiken bei Öl und Raffinerieprodukten
US-Sanktionen für Rosneft-Töchter könnten Versorgung gefährden
BMWE teilt mit, Wegfall von Rosneft nicht durch zusätzliche Importe kompensierbar
Rosneft Deutschland ist zentral für die Versorgungssicherheit
Rosneft kontrolliert PCK-Raffinerie und zwei weitere deutsche Raffinerien
Diese decken ca. 12 Prozent der deutschen Verarbeitungskapazität ab
Reibungsloser Betrieb von Rosneft entscheidend für Ölversorgung in Nordostdeutschland
Ausnahme von US-Sanktionen bis Ende April befristet
BMWE arbeitet an dauerhafter Verlängerung der Sanktionsausnahme
Görke fordert zügige Lösung von der Bundesregierung
Welche Konsequenzen werden genannt?
Versorgungssicherheit könnte gefährdet sein
Mangel an Raffinerieprodukten
Kurzfristige Importe könnten nicht kompensieren
Bedeutung für verlässliche Ölversorgung
Auswirkungen auf Menschen, Unternehmen und Institutionen in Nordostdeutschland und Westpolen
Dringlichkeit, rechtliche Klarheit für Unternehmen zu schaffen
Vorbereitung auf Alternativszenarien zur Sicherstellung der Versorgung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums zitiert, in der die Bedeutung von Rosneft Deutschland für die Versorgungssicherheit hervorgehoben wird.