Schwarz-Rot will Nachrichtendiensten deutlich mehr Befugnisse geben

Schwarz-Rot will Nachrichtendiensten deutlich mehr Befugnisse geben

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Sicherheitspolitik in Deutschland: Neue Befugnisse für Nachrichtendienste

Berlin () – Die Bundesregierung will den Nachrichtendiensten künftig deutlich mehr Befugnisse geben: Sie sollen mehr Daten erheben, diese einfacher verwerten und mögliche Gefahren aktiver bekämpfen dürfen, insbesondere im Bereich der Cyberabwehr.

Eine Reihe neuer Gesetze sind dafür in Planung, darunter ein Gesetz zum Schutz kritischer Infrastrukturen, ein Entwurf für erweiterte digitale Ermittlungsbefugnisse und ein neues Gesetz für den Auslandsnachrichtendienst BND.

Die Regierungskoalition befürwortet den neuen Kurs. „Unsere Sicherheitsbehörden können technisch längst aktiv Gegenwehr leisten, ihnen fehlt aber die rechtliche Grundlage“, sagte Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der „Welt“. „Jetzt wird es Zeit, ihnen rechtlich zu erlauben, was sie technisch können.“ Zugleich müssten die deutschen Nachrichtendienste zu „aktiven Abwehrdiensten“ ausgebaut werden.

Auch aus der SPD kommt Zustimmung: Die stellvertretende Parteivorsitzende Sonja Eichwede sagte, Deutschland müsse Netze und Systeme besser gegen Cyberattacken aus dem Ausland schützen und die Nachrichtendienste auf eine Stufe mit europäischen Partnern bringen. „Wir wollen unsere Nachrichtendienste befähigen, den modernen Bedrohungen schlagkräftig zu begegnen.“

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, äußert rechtliche Bedenken: „Im Cyberraum ist die sichere Zuschreibung eines Angriffs oft schwierig, Kollateralschäden und Eskalation sind real. Der deutsche Inlandsgeheimdienst darf zudem nicht ohne Weiteres im Ausland tätig werden. Genau deshalb bleibt Dobrindt wie so oft unklar, weil er weiß, dass er sich hier auf schwierigem Terrain bewegt.“

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, begrüßte, dass die Bundesregierung „endlich handelt“. Die Innenpolitikerin warnt aber auch: „Trotz aller berechtigten Sorgen und Gefahren dürfen wir nicht in eine Situation kommen, in der wir weit im Vorfeld konkreter Gefahren schwerwiegende Eingriffe in die Grundrechte von Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ohne dass eine effektive parlamentarische Kontrolle sowie Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen.“ Dafür reiche aktuell ein Blick auf die USA.

Der AfD-Innenpolitiker Steffen Janich verlangt einen sicheren Schutz gegen Gefahren von außen. „Die vom Recht erfassten Rahmenbedingungen müssen aber geeignet sein, um unsere nationalen Sicherheitsinteressen, unsere Unternehmen und Menschen zu schützen, dürfen hingegen nicht die Freiheitsrechte unbescholtener Bürger unnötig begrenzen.“ Auch in turbulenten Zeiten dürfe sich die Legislative nicht dazu hinreißen lassen, einer staatlichen Behörde uneingeschränkte Rechte zuzubilligen.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Frau mit Smartphone (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Throm, Sonja Eichwede, Clara Bünger, Irene Mihalic, Steffen Janich

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesregierung, Unionsfraktion, SPD, Linke, Dobrindt, Grüne, AfD, USA

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesregierung plant, den Nachrichtendiensten erweiterte Befugnisse zu geben, um Daten einfacher zu erheben und Cybergefahren effektiver zu bekämpfen, während verschiedene politische Stimmen sowohl Zustimmung als auch rechtliche Bedenken äußern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunehmende Cyberbedrohungen
  • Bedarf an besserem Schutz kritischer Infrastrukturen
  • Technologischer Fortschritt der Sicherheitsbehörden
  • Unzureichende rechtliche Grundlagen für rechtzeitiges Handeln
  • Dringlichkeit zur Stärkung der digitalen Abwehrmechanismen
  • Vergleich mit europäischen Partnern und internationalen Standards
  • Politischer Konsens innerhalb der Regierungskoalition
  • Forderung nach aktiven Abwehrdiensten
  • Gesellschaftliche und politische Debatte über Sicherheit und Grundrechte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung plant erweiterte Befugnisse für Nachrichtendienste
  • Neue Gesetze für Schutz kritischer Infrastrukturen und digitale Ermittlungsbefugnisse in Planung
  • Regierungskoalition befürwortet den neuen Kurs
  • Alexander Throm betont fehlende rechtliche Grundlagen für technische Möglichkeiten der Sicherheitsbehörden
  • SPD unterstützt Maßnahmen zum besseren Schutz gegen Cyberattacken
  • Linke äußert rechtliche Bedenken wegen schwerer Angriffe und Kollateralschäden
  • Grüne warnen vor möglichen Eingriffen in Grundrechte ohne ausreichende Kontrolle
  • AfD fordert Schutz der nationalen Sicherheitsinteressen ohne Einschränkung der Freiheitsrechte von Bürgern

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhung der Befugnisse der Nachrichtendienste
  • Mehr Daten erfassen und verwerten
  • Aktive Bekämpfung möglicher Gefahren, insbesondere im Cyberbereich
  • Einführung neuer Gesetze zum Schutz kritischer Infrastrukturen
  • Erweiterte digitale Ermittlungsbefugnisse
  • Neues Gesetz für den Auslandsnachrichtendienst BND
  • Verbesserung des Schutzes gegen Cyberattacken
  • Anpassung der Nachrichtendienste an europäische Standards
  • Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen
  • Notwendigkeit parlamentarischer Kontrolle und Rechtsschutzmöglichkeiten
  • Sicherung der Freiheitsrechte unbescholtener Bürger
  • Vermeidung von Kollateralschäden und Eskalationen im Cyberraum

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen und Reaktionen von verschiedenen Personen zitiert. Beispielsweise sagt Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion: "Jetzt wird es Zeit, ihnen rechtlich zu erlauben, was sie technisch können."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert