Politische Reaktionen auf Trumps Zollankündigung
Berlin () – Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Britta Haßelmann, hat scharf auf US-Präsident Donald Trumps Ankündigung von Sonderzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder reagiert.
„Auf diese neuerliche Drohung Trumps muss die EU entschlossen und gemeinsam reagieren. Wir müssen klarmachen, dass wir unsere Verbündeten, unsere Souveränität und unsere Wirtschaft verteidigen und nicht einknicken, wenn Trump was will“, sagte Haßelmann der „Welt“.
„Dafür brauchen wir ein europäisches Signal der Geschlossenheit. Deshalb sind Gegenzölle der EU unabdingbar. Das muss nun schnell mit Einigkeit auf den Weg gebracht werden.“ Haßelmann sagte: „Die Zeit des Beschwichtigens, Relativierens und Abwartens ist vorbei.“ Verständnis für Trump, wie Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) es zeige, „führt zu nichts. Friedrich Merz ist mit seiner bisherigen Strategie der Einbindung gescheitert.“ Die Forderung der Grünen-Politikerin: „Wir brauchen jetzt eine Allianz der Gegenmacht zwischen all den Ländern, die weiterhin faire Regeln wollen und gemeinsam für die Sicherheitsinteressen Europas und der Nato einstehen.“
Lea Reisner, Sprecherin für internationale Beziehungen der Linken-Fraktion, sagte: „Nach den Zolldrohungen im Zusammenhang mit Grönland und der militärischen Eskalation in Venezuela ist klar: Die USA unter Trump agieren nicht mehr als verlässlicher Partner, sondern setzen auf Machtpolitik mit wirtschaftlichen und militärischen Zwangsmitteln. Diese Politik legt schonungslos offen, dass die Nato nie ein Wertebündnis war, sondern immer ein Machtinstrument unter US-Führung – und dass sie unter einem eskalierenden Kurs aus Washington erst recht kein Garant für Stabilität und Sicherheit ist.“
Reisner forderte: Deutschland müsse darauf mit einer „eigenständigeren Außenpolitik reagieren und gezielt neue internationale Partnerschaften aufbauen, die auf Völkerrecht, Deeskalation und wirtschaftlicher Stabilität beruhen – statt sich von einem unberechenbaren Eskalationskurs abhängig zu machen“.
AfD-Fraktionschefin Alice Weidel forderte ein anderes Vorgehen: „Eine weitere Verschärfung der US-Zoll-Politik wäre eine ernsthafte Bedrohung für die deutsche Wirtschaft. Statt in der Grönland-Frage rhetorisch weiter aufzurüsten und zu versuchen, außenpolitisch die Muskeln spielen zu lassen, muss die Bundesregierung hier unbedingt deeskalierend wirken und sich für Gespräche und eine einvernehmliche Lösung einsetzen. Das liegt im ureigensten deutschen Interesse.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Donald Trump (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind:
Britta Haßelmann, Donald Trump, Jens Spahn, Friedrich Merz, Lea Reisner, Alice Weidel.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Die Grünen, EU, CDU, Nato, Linke, AfD.
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann fordert angesichts von Trumps Ankündigung von Sonderzöllen gegen Deutschland und Europa eine geeinte und entschlossene Reaktion der EU, während Linken- und AfD-Vertreter unterschiedliche Strategien für den Umgang mit der US-Politik vorschlagen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ankündigung von Sonderzöllen durch Donald Trump
- Drohung gegenüber Deutschland und andere europäische Länder
- Handelskonflikt zwischen den USA und Europa
- Unzufriedenheit mit der aktuellen US-Außenpolitik
- Wahrnehmung von Machtpolitik und wirtschaftlichem Zwang durch die USA
- Reaktion europäischer Politiker auf die US-Ankündigung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Britta Haßelmann von den Grünen fordert eine entschlossene Reaktion der EU auf Trumps Drohung mit Sonderzöllen.
- Haßelmann betont die Notwendigkeit von Gegenzöllen und einheitlichem Vorgehen der EU.
- Sie kritisiert das Verständnis für Trump von Jens Spahn (CDU) und sieht die Notwendigkeit einer Allianz der Gegenmacht.
- Lea Reisner von der Linken sagt, die USA unter Trump agieren mit Machtpolitik und sind kein verlässlicher Partner.
- Reisner fordert eine eigenständigere deutsche Außenpolitik und neue internationale Partnerschaften.
- Alice Weidel von der AfD warnt vor einer Bedrohung für die deutsche Wirtschaft und fordert ein deeskalierendes Handeln der Bundesregierung.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Entschlossene und gemeinsame Reaktion der EU erforderlich
- Klärung der Verteidigung von Verbündeten, Souveränität und Wirtschaft
- Notwendigkeit von Gegenzöllen der EU
- Dringlichkeit einer Allianz der Gegenmacht
- Aufforderung zu eigener Außenpolitik Deutschlands
- Aufbau neuer internationaler Partnerschaften
- Deeskalation anstelle von Abhängigkeit von US-Politik
- Verschärfung der US-Zoll-Politik als Bedrohung für deutsche Wirtschaft
- Notwendigkeit der Bundesregierung für deeskalierende Maßnahmen und Gespräche
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Britta Haßelmann fordert, dass die EU fest reagieren und Gegenzölle einführen sollte, um ihre Souveränität und Wirtschaft zu verteidigen.
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