Grüne kritisieren Bürgergeldreform und legen eigene Vorschläge vor
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Sozialpolitik in Berlin: Grüne Kritik am Bürgergeld
Berlin () – Vor der ersten Bundestagsdebatte kritisieren die Grünen die Pläne der Bundesregierung zur Umstellung des Bürgergelds auf die geplante neue Grundsicherung scharf und legen eigene Vorschläge vor. Armut lasse sich nicht durch Kürzungen bei Sozialleistungen bekämpfen, sondern mit einem bedarfsgerechten Regelsatz, nachhaltiger Vermittlung, Qualifizierung, fairen Löhnen und einer effektiven Regulierung von Mieten, heißt es in einem Antrag der Grünen im Bundestag, über den „T-Online“ am Mittwoch berichtet.
„Die neue Grundsicherung ist geprägt von einem regelrechten Sanktionsfetischismus und lebt von der Methode Merz: Angst verbreiten“, sagte der Sozialpolitiker Timon Dzienus (Grüne) dem Nachrichtenportal. Es handle sich um „eine sozialpolitische Bruchlandung“. Die Regierung habe es „mit den Sanktionen maßlos übertrieben“.
Die Grünen lehnen in ihrem Antrag verschärfte Sanktionen bis hin zum Leistungsentzug ab. Sie fordern eine Grundsicherung, die das Existenzminimum garantiert und auf Vertrauen, Qualifizierung und individuelle Unterstützung setzt. „Die Sanktionsverschärfungen der Bundesregierung erhöhen Armut, verschärfen Notlagen, verhindern Teilhabe und führen zu Isolation und Resignation“, heißt es.
Besonderes Augenmerk legt der Antrag auch auf das Thema Mieten. Die Wohnkosten sollen demnach durch einen besseren Schutz der Mieter gesenkt werden. Jobcenter sollen dabei personell und strukturell befähigt werden, Mieten von Menschen im Leistungsbezug auf Mietwucher sowie auf Verstöße gegen die Mietpreisbremse zu prüfen. Bei Verstößen sollen die Jobcenter Mieter dabei unterstützen, die Überschreitung der zulässigen Miete zu rügen.
„Um Geld zu sparen, sanktionieren wir Mietwucher statt die Menschen in den Wohnungen“, schlägt Dzienus vor. Wer beim Bürgergeld wirklich Geld sparen wolle, sorge für bezahlbare Mieten. Davon profitierten am Ende alle – auch der Staatshaushalt, argumentiert er.
Die Grünen kritisieren außerdem, dass die aktuellen Leistungen nicht mehr das Existenzminimum abdeckten und auf veralteten Berechnungsgrundlagen beruhten. Sie fordern eine zügige Neuberechnung der Regelsätze. „Regelsätze müssen auch zukünftig einen Inflationspuffer enthalten, der die unterjährige Inflation abdeckt, damit das Existenzminimum auch im Dezember eines Jahres nicht unterschritten wird“, heißt es.
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Die Grünen üben scharfe Kritik an den Plänen der Bundesregierung zur Reform des Bürgergelds und fordern anstelle von Sanktionen eine Grundsicherung, die auf Vertrauen, Qualifizierung und Mietschutz basiert, um Armut wirksam zu bekämpfen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Kritik der Grünen an den Plänen zur Umstellung des Bürgergelds
Forderung nach bedarfsgerechtem Regelsatz
Ablehnung verschärfter Sanktionen
Hinweis auf Veralterung der Berechnungsgrundlagen
Mangelnde Abdeckung des Existenzminimums durch aktuelle Leistungen
Anliegen zur Reduzierung der Wohnkosten und Mieterschutz
Betonung der negativen Auswirkungen von Sanktionen auf die Betroffenen
Vorschlag zur Neuberechnung der Regelsätze mit Inflationspuffer
Grüne kritisieren scharf die Pläne der Bundesregierung zur Umstellung des Bürgergelds
Sie legen eigene Vorschläge zur Bekämpfung von Armut vor
Ablehnung verschärfter Sanktionen bis hin zum Leistungsentzug
Forderung nach einer Grundsicherung, die das Existenzminimum garantiert
Betonung auf Vertrauen, Qualifizierung und individuelle Unterstützung
Warnung vor erhöhten Armut und Isolation durch Sanktionsverschärfungen
Vorschlag zur Senkung von Wohnkosten durch besseren Mieterschutz
Jobcenter sollen Mietwucher und Verstöße gegen die Mietpreisbremse prüfen
Kritik an veralteten Berechnungsgrundlagen der aktuellen Leistungen
Forderung nach zügiger Neuberechnung der Regelsätze mit Inflationspuffer
Welche Konsequenzen werden genannt?
Erhöhung von Armut
Verschärfung von Notlagen
Verhinderung von Teilhabe
Isolation und Resignation
Notwendigkeit eines bedarfsgerechten Regelsatzes
Notwendigkeit nachhaltiger Vermittlung und Qualifizierung
Erhöhter Fokus auf faire Löhne
Erhöhter Schutz der Mieter
Unterstützung bei Mietverstößen
Notwendigkeit einer Neuberechnung der Regelsätze
Inflationspuffer für Regelsätze erforderlich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme des Sozialpolitikers Timon Dzienus (Grüne) zitiert, der die Pläne der Bundesregierung scharf kritisiert und von einer "sozialpolitischen Bruchlandung" spricht.