Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Politische Kontroversen um Holocaust-Gedenken in Israel

Jerusalem () – Der Vorsitzende der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, hat bestätigt, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Rede vor örtlichem Publikum untersagt zu haben.

Selenskyj habe kurz nach dem russischen Angriff auf die vor 300 Gästen sprechen wollen, verbunden mit einer weltweiten Übertragung, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Dayan in Jerusalem. „Ich habe das abgelehnt“, sagte Dayan.

Er hätte befürchtet, der Auftritt habe den Holocaust mit dem in der Ukraine gleichsetzen sollen. „Nicht jedes Kriegsverbrechen ist ein Genozid, und nicht jeder Genozid ist ein Holocaust“, so Dayan.

Zudem verwies er darauf, dass es in der Ukraine während des Völkermords im Zweiten Weltkrieg auch einheimische Täter gegeben habe. „Yad Vashem ist den Opfern des Holocausts gewidmet. Dabei muss es bleiben“, erklärte der Vorsitzende der Gedenk- und Forschungseinrichtung in Jerusalem.

bedeute keine mangelnde Solidarität mit der Ukraine, sondern diene dem Schutz der historischen Einzigartigkeit der Shoa. Tatsächlich stieß eine Rede Selenskyjs, die er per Video dann vor der Knesset hielt, wegen mehrerer direkter Holocaust-Bezüge auf Kritik.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolodymyr Selenskyj (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Yad Vashem, Wolodymyr Selenskyj, Dani Dayan, Neue Osnabrücker Zeitung, Knesset

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Jerusalem

Worum geht es in einem Satz?

Der Vorsitzende der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, hat die Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem Publikum wegen der Befürchtung abgelehnt, der Holocaust könne mit dem Ukraine-Krieg gleichgesetzt werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Russischer Angriff auf die Ukraine
  • Wunsch von Selenskyj, vor 300 Gästen zu sprechen
  • Weltweite Übertragung der Rede geplant
  • Befürchtung, Holocaust mit Ukraine-Konflikt gleichzusetzen
  • Unterschied zwischen Kriegsverbrechen, Genozid und Holocaust
  • Einheimische Täter in der Ukraine während des Völkermords im Zweiten Weltkrieg
  • Yad Vashem gewidmet den Opfern des Holocaust
  • Schutz der historischen Einzigartigkeit der Shoa

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Dani Dayan untersagte Selenskyj eine Rede vor 300 Gästen.
  • Befürchtung, Holocaust könnte mit Ukraine-Krieg gleichgesetzt werden.
  • Dayan betont, nicht jedes Kriegsverbrechen sei ein Genozid.
  • Hinweis auf einheimische Täter während des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine.
  • Entscheidung soll historische Einzigartigkeit der Shoa schützen.
  • Selenskyjs Videoansprache vor der Knesset stieß auf Kritik wegen Holocaust-Bezügen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Untersagung einer Rede Selenskyjs vor Publikum
  • Vermeidung der Gleichsetzung von Holocaust und Krieg in der Ukraine
  • Betonung der historischen Einzigartigkeit der Shoa
  • Kritik an Selenskyjs Videoansprache vor der Knesset

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Dani Dayan, dem Vorsitzenden der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, zitiert. Er erklärte: "Ich habe das abgelehnt" und erläuterte seine Bedenken bezüglich der Gleichsetzung von Holocaust und dem Krieg in der Ukraine.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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