Ökonom sieht Deutschland wieder als kranken Mann Europas
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Wirtschaftliche Zukunft Deutschlands unter Druck
Berlin () – Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche hat der Ökonom Daniel Stelter Deutschland wieder als kranken Mann Europas bezeichnet. „Ja, das kann man sagen. Auch wenn wir nicht der einzige kranke Mann Europas sind“, sagte Stelter der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
Von einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung in den kommenden Jahren geht Stelter nicht aus. Daran würden auch Investitionen seitens der Politik nichts ändern. „Wir werden ein Strohfeuer erleben, das schnell wieder verglühen wird. Dann werden wir wieder in derselben Situation wie heute stecken – nur dass wir dann höhere Schulden und eine entsprechend höhere Zinslast im Haushalt haben. Der Staat wird dann keinen Spielraum mehr für Investitionen haben“, sagte Stelter.
Dementsprechend hält es der Ökonom für wahrscheinlich, dass die deutsche Wirtschaft mittelfristig kaum noch wachsen wird. „Also das Potenzialwachstum, das der Sachverständigenrat der Bundesregierung schätzt, liegt bei 0,5 Prozent pro Jahr maximal. Das halte ich aber schon für ambitioniert.“ Der Politik riet Stelter, Bürokratie abzubauen. „Ich würde sagen: Lasst uns ein Viertel aller Gesetze innerhalb der nächsten vier Jahre abschaffen.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Rheinische Post, Sachverständigenrat der Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Der Ökonom Daniel Stelter bezeichnet Deutschland aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche als den "kranken Mann Europas" und prognostiziert, dass es mittelfristig kaum Wachstum geben wird, wenn die Politik nicht Bürokratie abbaut und tiefgreifende Veränderungen vornimmt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Anhaltende wirtschaftliche Schwäche in Deutschland
Aussage von Ökonom Daniel Stelter zur wirtschaftlichen Lage
Zweifel an nachhaltigem wirtschaftlichen Aufschwung
Risiko eines kurzfristigen "Strohfeuers" bei Investitionen
Prognose für mittelfristiges Wachstum bei 0,5 Prozent pro Jahr
Empfehlung zur Reduzierung von Bürokratie und Gesetzen
Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Deutschland als kranker Mann Europas bezeichnet
Kein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung in den kommenden Jahren
Strohfeuer der Investitionen, das schnell erlischt
Wiederholung der aktuellen wirtschaftlichen Situation
Höhere Schulden und höhere Zinslast im Haushalt
Kein Spielraum für zukünftige Investitionen
Wahrscheinliches mittelfristiges Wachstum der deutschen Wirtschaft kaum vorhanden
Potenzialwachstum auf maximal 0,5 Prozent pro Jahr geschätzt
Empfehlung zum Abbau von Bürokratie und Abschaffung von Gesetzen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ökonom Daniel Stelter zitiert. Er beschreibt Deutschland als "kranken Mann Europas" und äußert, dass ein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung in den kommenden Jahren nicht zu erwarten sei.