Wohnungsnot in Berlin: Untätigkeit des Bundes
Berlin () – Obwohl bezahlbarer Wohnraum fehlt, werden Tausende bundeseigene Wohnungen nicht genutzt. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Politikerin Caren Lay hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Demnach befinden sich aktuell 38.431 Wohnungen im Zuständigkeitsbereich der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). 1.129 davon seien nicht marktaktiv, stehen dem Markt also nicht zur Verfügung. Von den restlichen 37.302 Wohnungen stehen 3.725 leer, zeigt die Antwort der Bundesregierung. Das ist gut jede Zehnte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Bima außerdem 12.000 Liegenschaften verkauft, geht aus der Antwort ebenfalls hervor. Bei 8.715 davon handelte es sich um Wohnungen. Im gleichen Zeitraum kamen gut 1.100 neue Wohnungen dazu.
Das stößt bei der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion auf scharfe Kritik. „Das ist ein Armutszeugnis und angesichts des Mangels an bezahlbaren Wohnungen und der Wohnungsnot nicht hinnehmbar“, sagte Lay dem RND. „Trotz der politischen Versprechungen der letzten Jahre macht die Bima einfach weiter wie bisher: Der Neubau ist marginal. Es werden weiter Wohnungen verkauft und privatisiert“, kritisierte die Parlamentarierin.
„Der Bund muss endlich im großen Stil selber bauen“, forderte Lay. „Er muss eigene Kapazitäten für den Bau, die Instandhaltung und die Sanierungen der bundeseigenen Wohnungen aufbauen, statt für jede Kleinigkeit einen Handwerker auftreiben zu müssen oder großen Bauunternehmen Aufträge zuzuschustern.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Caren Lay
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesfinanzministerium, Linke, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Linksfraktion, RND
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Trotz des Mangels an bezahlbarem Wohnraum stehen tausende bundeseigene Wohnungen leer, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, was scharfe Kritik von der Linken-Politikerin Caren Lay hervorrief.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fehlender bezahlbarer Wohnraum
- Unnötiger Leerstand bundeseigener Wohnungen
- Geschäftliche Entscheidungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima)
- Verkauf von 12.000 Liegenschaften in den letzten zehn Jahren
- Geringer Neubau von Wohnungen
- Politische Versprechungen ohne Umsetzung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung hat viele bundeseigene Wohnungen nicht im Markt verfügbar
- 38.431 Wohnungen im Zuständigkeitsbereich der Bima, davon 3.725 leer
- Bima hat in den letzten zehn Jahren 12.000 Liegenschaften verkauft, 8.715 Wohnungen
- Kritik von Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion
- Lay bezeichnet die Situation als Armutszeugnis
- Aufforderung an den Bund, im großen Stil selbst Wohnungen zu bauen
- Forderung nach Kapazitätsaufbau für Bau, Instandhaltung und Sanierungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Fehlender bezahlbarer Wohnraum
- Unnötige Nutzung von bundeseigenen Wohnungen
- Notwendigkeit für den Bund, selbst zu bauen
- Kritik an der Verkaufs- und Privatisierungspolitik der Bima
- Unzureichende Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Caren Lay, die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, äußert scharfe Kritik an der aktuellen Wohnraumpolitik und fordert den Bund auf, im großen Stil selbst zu bauen.
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