Union weist SPD-Vorschlag zu Erbschaftsteuerreform zurück

Politik in Berlin: Erbschaftsteuer-Debatte entbrannt

() – Die Union weist den jüngsten Vorstoß von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf zur Reform der Erbschaftsteuer deutlich zurück.

Der „Bild“ (Mittwochausgabe) sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller: „Die Debatte über eine Reform der Erbschaftsteuer kommt zur maximalen Unzeit. Ziel der SPD ist ja auch, Unternehmer stärker zu belasten. Das ist genau das Gegenteil dessen, was wir jetzt brauchen, damit die wieder in Fahrt kommt.“ Müller sagte, er vertraue ohnehin privaten Investoren mehr als dem Staat.

Personen wie SAP-Gründer und Milliardär Hasso Plattner hätten mit „ihrer und ihren “ für das Land und die „mehr geschaffen“, als es „Bürokraten mit zusätzlichem Steuergeld jemals hinkriegen“. „Daher: Finger weg von der Erbschaftsteuer.“ Klüssendorf hatte vorgeschlagen, einen „Lebensfreibetrag“ für Erben einzuführen.

Die CSU lehnt den Vorstoß ebenfalls ab. Der „Bild“ sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber: „Es kann nicht sein, dass der Staat sich an der Lebensleistung von Eltern bereichert, die ihr Leben lang für ihre Kinder und Enkel Wohlstand erarbeitet haben.“ Huber forderte erneut, die Bundesländer sollten selbst über die Höhe der Erbschaftsteuer entscheiden.

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, fordert eine deutliche Anhebung der Freibeträge. Der „Bild“ sagte Holznagel, statt Freibeträgen für Erben müsse es Freibeträge für Erblasser geben. „Dann könnte dieser selbst entscheiden, wer sie nutzt – auch entfernte Verwandte oder Freunde“, so der Lobbyist.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Huber (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Tim Klüssendorf, Sepp Müller, Hasso Plattner, Martin Huber, Reiner Holznagel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Union, SPD, CDU/CSU-Bundestagsfraktion, CSU, Bundes der Steuerzahler, "Bild"

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Union lehnt den Vorschlag von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf zur Reform der Erbschaftsteuer ab und kritisiert, dass dieser die Belastung von Unternehmern erhöhen würde, während sie sich für eine Entlastung und mehr Entscheidungsspielraum für die Bundesländer einsetzen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorschlag zur Reform der Erbschaftsteuer durch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf
  • Forderung nach Einführung eines "Lebensfreibetrags" für Erben
  • Ablehnung des Vorschlags durch die Union, einschließlich CDU und CSU
  • Auffassung der Union, dass Reform zur falschen Zeit kommt
  • Argumente der Union zur Entlastung von Unternehmern
  • Unterstützung von privaten Investoren gegenüber staatlicher Bürokratie
  • Kritik an staatlicher Bereicherung an Lebensleistung von Eltern
  • Forderung nach regionaler Entscheidungsfreiheit für Erbschaftsteuer durch Bundesländer
  • Vorschlag von Reiner Holznagel zur Anhebung der Freibeträge

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Union weist Vorstoß von SPD-Generalsekretär zurück
  • Sepp Müller kritisiert Reformidee als unzeitgemäß
  • Müller betont Vertrauen in private Investoren statt Staat
  • Hasso Plattner als Beispiel für erfolgreiche Unternehmer angeführt
  • CSU lehnt Vorschlag ebenfalls ab
  • Martin Huber fordert mehr Entscheidungsspielraum für Bundesländer
  • Reiner Holznagel von Steuerzahlerbund fordert Erhöhung der Freibeträge, nicht für Erben, sondern für Erblasser

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ablehnung des Vorstoßes zur Reform der Erbschaftsteuer
  • Verlagerung der Verantwortung auf Bundesländer
  • Forderung nach höheren Freibeträgen für Erblasser
  • Vertrauen in private Investoren statt in den Staat
  • Befürchtung, dass Unternehmer stärker belastet werden
  • Unterstützung der Lebensleistung von Eltern und Großeltern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sepp Müller, dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zitiert. Er äußert sich skeptisch zur Reform der Erbschaftsteuer und warnt, dass dies der falsche Weg für die Wirtschaft sei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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