Missbrauchsbeauftragte fordert Rente für ehemalige Heimkinder

Missbrauchsbeauftragte fordert Rente für ehemalige Heimkinder

News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Missbrauchsbeauftragte fordert Rente für ehemalige Heimkinder

() – Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, fordert eine staatlich finanzierte Grundrente für ehemalige Heimkinder. „Österreich geht da mit gutem Beispiel voran und zahlt ehemaligen Heimkindern 300 monatlich. Das halte ich für angemessen“, sagte Claus der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

In den 1950er- und 1960er-Jahren waren in der Bundesrepublik und in der DDR Schätzungen zufolge bis zu 800.000 Kinder und Jugendliche in Heimen untergebracht. Betroffene berichten von systematischer Gewalt – darunter Zwangsarbeit, psychische und physische Misshandlung sowie sexualisierte Übergriffe.

„Und das Unrecht setzt sich fort bis heute: Weil Kinderarbeit verboten war, konnten Betroffene später keine Rentenansprüche geltend machen. Das heißt, sie wurden doppelt entrechtet – in ihrer Kindheit und im Alter“, kritisierte Claus. Zudem hätten viele ehemalige Heimkinder aufgrund ihrer Erfahrungen nie im Berufsleben Fuß gefasst und lebten in Altersarmut.

Die Missbrauchsbeauftragte rief den Staat zu schneller Hilfe auf: „Gerade weil die betreffenden Personen heute in schon fortgeschrittenem Alter sind, braucht es vor allem eine schnelle und damit pragmatische Lösung.“

Mit Blick auf bislang ausbleibende staatliche Entschädigungen sprach Claus in der „NOZ“ von einem schweren Versäumnis. Es sei respektlos und menschenverachtend, „wenn der Staat heute Leistungen oder Entschädigungen mit diesem Fokus verweigert“. Die Verantwortung liege klar beim Staat, so Claus. Dieser habe Kinder in kirchliche und freie Trägerheime gegeben, aber kaum kontrolliert, was dort geschehe.

4,7/5 (11 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kerstin Claus (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Bundesregierung, NOZ, Staat, kirchliche und freie Trägerheime.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundesrepublik Deutschland, DDR.

Worum geht es in einem Satz?

Kerstin Claus, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, fordert eine staatlich finanzierte Grundrente für ehemalige Heimkinder, um den Folgen von systematischer Gewalt und Altersarmut entgegenzuwirken, ähnlich wie es bereits in Österreich praktiziert wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für das Ereignis ist der langanhaltende Missbrauch und die Vernachlässigung von Heimkindern in den 1950er- und 1960er-Jahren in Deutschland. Ehemalige Heimkinder litten unter systematischer Gewalt, und viele konnten aufgrund ihrer Erfahrungen im Berufsleben nicht Fuß fassen. Dies führte zu Altersarmut und fehlenden Rentenansprüchen. Kerstin Claus fordert eine staatlich finanzierte Grundrente für diese Betroffenen, um den ihnen angetanen Unrecht entgegenzuwirken.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel fordert Kerstin Claus, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, eine staatlich geförderte Grundrente für ehemalige Heimkinder, um deren finanzielle Notlage zu lindern. Sie kritisiert die bisherigen Versäumnisse des Staates, den Betroffenen angemessene Entschädigungen zu gewähren, und betont, dass viele betroffene Personen wegen ihrer Vergangenheit in Altersarmut leben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Altersarmut für viele ehemalige Heimkinder, fehlende Rentenansprüche aufgrund von Kinderarbeit, systematische Gewalt in Heimen, psychische und physische Misshandlung, sexualisierte Übergriffe, mangelnde staatliche Entschädigungen, doppelte Entrechtung in Kindheit und Alter, und Fortdauer des Unrechts bis heute.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kerstin Claus, der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, zitiert. Sie fordert eine staatlich finanzierte Grundrente für ehemalige Heimkinder und bezeichnet die Situation als respektlos und menschenverachtend, wenn der Staat Entschädigungen verweigert.

Berlin – Ein Ort der Widersprüche

Berlin, die pulsierende Hauptstadt Deutschlands, ist bekannt für ihre reiche und kulturelle Vielfalt. In den Nachkriegsjahren lebten hier viele Kinder in Heimen, die oft unter grausamen Bedingungen litten. Die Stadt ist nicht nur ein Zentrum für und Wirtschaft, sondern auch ein Ort, an dem soziale Ungerechtigkeiten thematisiert werden. Aktuelle , wie die nach einer Grundrente für ehemalige Heimkinder, zeigen, dass die Vergangenheit auch in der Gegenwart stark nachwirkt. Trotz ihrer Modernität ist Berlin somit auch ein Erinnerungsort, der die Themen von Verantwortung und Gerechtigkeit immer wieder auf die Agenda setzt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert