Politik: Berlin lehnt Rot-Grün-Rot weitgehend ab
Berlin () – Die Deutschen lehnen eine mögliche Koalition aus Linken, Grünen und SPD in Berlin größtenteils ab. Das geht aus dem aktuellen „Spiegel“-Ipsos-Politikmonitor hervor.
Mit der Aussage, „SPD und Grüne sollten in Berlin mit der Linken eine Regierung bilden“, stimmten 31 Prozent der Befragten überhaupt nicht überein, weitere 11 Prozent eher nicht. Gemeinsam lehnten so 42 Prozent der Befragten eine rot-grün-rote Regierung unter Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ab.
Die Zustimmung zu dem Bündnis fiel mit 37 Prozent etwas geringer aus. 18 Prozent der Befragten stimmten einer Regierungsbildung voll und ganz zu, 19 Prozent eher. Weitere 9 Prozent sagten weder noch.
Berlin hatte Mitte September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt, die Linke ging als klare Wahlsiegerin hervor. Wahlsiegerin Eralp hofft auf eine Koalition mit Grünen und SPD, allerdings zögern die Parteien nach Antisemitismusvorwürfen gegen die Linke. Wie uneins sich die politischen Lager über das linke Regierungsbündnis sind, zeigt auch die Aufschlüsselung nach Parteienpräferenz der Befragten.
Im „Spiegel“-Ipsos-Politikmonitor stimmten lediglich Wählende der Linken und Grünen mit großer Mehrheit für eine rot-grün-rote Regierung. 79 Prozent der Befragten Linken-Anhänger stimmten den Gesprächen voll oder eher zu, bei den Grünen waren es 78 Prozent. Mit nur 46 Prozent fiel die Zustimmung im SPD-Lager deutlich geringer aus.
Noch seltener stimmten Anhänger der übrigen Parteien zu. Bei den BSW-Wählenden zeigten sich noch 38 Prozent offen, bei der CDU-Anhängerschaft 26 Prozent. Bei der FDP stimmten 16 Prozent der Anhänger voll oder eher zu – im AfD-Lager konnten sich nur 7 Prozent für Rot-Grün-Rot begeistern.
Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hatte im Auftrag des „Spiegel“ vom 30. September bis zum 4. Oktober bundesweit 2.002 Menschen befragt.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Berliner Abgeordnetenhaus (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Elif Eralp
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Berliner Abgeordnetenhaus, Linke, Grüne, SPD, Spiegel, Ipsos, Elif Eralp, BSW, CDU, FDP, AfD
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum: 30. September bis 4. Oktober (Ipsos-Befragung im Auftrag des Spiegel).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut dem aktuellen „Spiegel“-Ipsos-Politikmonitor lehnt in Berlin die Mehrheit der Befragten eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus Linken, Grünen und SPD weitgehend ab, wobei Zustimmung vor allem bei Linken- und Grünen-Anhängern, deutlich weniger dagegen im SPD-, CDU-, BSW-, FDP- und AfD-Lager besteht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Neue Abgeordnetenhauswahl Mitte September in Berlin
- Linke ging als klare Wahlsiegerin hervor, Spitzenkandidatin Elif Eralp
- Hoffnung Eralp auf eine Koalition mit Grünen und SPD
- Zögern der Parteien nach Antisemitismusvorwürfen gegen die Linke
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Mehrheit lehnt rot-grün-rot unter Einschluss der Linken in Berlin ab
- Zustimmung zum Bündnis ist insgesamt deutlich geringer als Ablehnung
- SPD- und Grünen-Anhänger stimmen deutlich häufiger zu als SPD-Anhänger
- SPD-Anhänger zeigen nur vergleichsweise geringe Zustimmung
- Weitere Parteien zeigen ebenfalls geringe Offenheit gegenüber einer solchen Regierungsbildung
- Trotz Hoffnungen der Linken-Spitzenkandidatin zögern SPD und Grüne nach Antisemitismusvorwürfen gegen die Linke
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 42 Prozent lehnen eine rot-grün-rote Regierung ab
- 37 Prozent stimmen einer Regierungsbildung rot-grün-rot zu
- SPD-Anhänger zeigen deutlich geringere Zustimmung zur rot-grün-roten Regierung
- Zustimmung zur rot-grün-roten Regierung ist bei Linken und Grünen besonders hoch
- Zustimmung ist bei übrigen Parteien deutlich seltener vorhanden
- Meinungsdifferenzen zwischen politischen Lagern über das Bündnis zeigen sich in der Umfrage klar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
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