Eralp räumt Fehler in der Berliner Linken ein

Eralp räumt Fehler in der Berliner Linken ein

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Berlin Politik: Linke im Antisemitismus-Streit

Berlin () – Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat in ihrer eigenen eingeräumt. Die derzeitigen Angriffe gegen die Linke wegen Antisemitismusvorwürfen und Clankontakten seien zwar von einer „zerstörerischen Dimension“. Aber all das könne „nicht zuschütten, dass in meiner Partei auch Fehler gemacht wurden“.

Auf die Frage, welche Botschaften sie beim Thema Antisemitismus und Clankontakte an die möglichen Koalitionspartner Grüne und SPD senden wolle, sagte Eralp dem „Spiegel“: „Mir geht es erst mal nicht darum, den anderen etwas zu versichern, sondern dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen.“

Zugleich wehrte sich Eralp gegen Attacken des politischen Gegners. Niemand dürfe sie eine Antisemitin nennen. „Ich habe weder jemals in meinem Leben etwas Antisemitisches gesagt noch getan“, sagte die Linkenpolitikerin.

Nach dem Erfolg der Linken bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus habe sie kaum Zeit gehabt, ihren Wahlsieg zu feiern: „Sonntag durfte ich mich freuen, und am Montag musste ich dann lesen, was Sonntag alles noch so passiert ist“, so Eralp mit Blick auf Berichte über Clankontakte in ihrer Partei und Fotos von Parteifreunden neben Ibrahim Ibrahim. Über Ibrahim sagte Eralp, die Regierende Bürgermeisterin werden will: „Ich habe mit so jemandem nichts zu tun.“

Der frühere Linken-Fraktionschef Dietmar sieht derweil auch nach dem Rückzug von Ferat Kocak aus dem Innenausschuss des Bundestages noch Diskussionsbedarf. „Ich erwarte, dass Ferat Kocak alles restlos aufklärt“, sagte Bartsch dem „Stern“. „Das ist schon alles dubios.“ Auf die Frage, ob er des wegen möglicher Kontakte ins Clan-Milieu in der Kritik stehenden Kocak für richtig halte, sagte Bartsch dem „Stern“: „Zunächst ja.“ Er fügte aber hinzu: „Wir werden in der Fraktion darüber reden müssen.“

Bartsch trat zugleich den Antisemitismusvorwürfen gegen seine Partei entgegen. Man müsse die Ängste vieler Juden ernst nehmen, sagte er. Die Linke sei aber keine antisemitische Partei. Er selbst wäre niemals in einer antisemitischen Partei, auch nicht Gregor , Bodo Ramelow oder Petra Pau.

Bartsch stärkte auch Eralp den Rücken. Er stelle sich eindeutig vor die Spitzenkandidatin und vor die Landesvorsitzenden, die sich sehr klar gegen Antisemitismus positioniert hätten, sagte er dem „Stern“.

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Elif Eralp (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Elif Eralp, Dietmar Bartsch, Ferat Kocak, Ibrahim Ibrahim, Gregor Gysi, Bodo Ramelow, Petra Pau

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die Linke, Grüne, SPD, Ferat Kocak, Dietmar Bartsch, Elif Eralp, Ibrahim Ibrahim, Gregor Gysi, Bodo Ramelow, Petra Pau, das Berliner Abgeordnetenhaus, der Innenausschuss des Bundestages, der Bundestag, der Stern, der Spiegel, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Elif Eralp (Die Linke) räumt Fehler in der eigenen Partei ein, betont aber, dass ihre Partei Antisemitismusvorwürfe und Clankontakte aufklären müsse, während Dietmar Bartsch weiteren Klärungsbedarf sieht und bekräftigt, dass Die Linke keine antisemitische Partei sei.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Sonntag durfte ich mich freuen, und am Montag musste ich dann lesen, was Sonntag alles noch so passiert ist
Berichte über Clankontakte in ihrer Partei
Fotos von Parteifreunden neben Ibrahim Ibrahim

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Eralp räumt Fehler in der eigenen Partei ein und betont, dass die Vorwürfe zu Antisemitismus und Clankontakten nicht davon ablenken dürften, eigene Fehler zu prüfen
  • Dietmar Bartsch fordert eine vollständige Aufklärung durch Ferat Kocak und hält die Situation für „dubios“, kündigt aber zugleich Gespräche innerhalb der Fraktion an
  • Bartsch stellt sich gegen Antisemitismusvorwürfe und sagt, man müsse die Ängste vieler Juden ernst nehmen, die Linke aber sei keine antisemitische Partei
  • Bartsch stärkt Eralp den Rücken und sagt, sie sowie die Landesvorsitzenden hätten sich klar gegen Antisemitismus positioniert

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Eralp räumt Fehler in der eigenen Partei ein
  • Eralp betont, dass die Partei ihre eigenen Hausaufgaben machen müsse
  • Bartsch fordert eine vollständige Aufklärung durch Ferat Kocak
  • Es entsteht innerhalb der Fraktion weiterer Diskussionsbedarf
  • Bartsch bekräftigt die Notwendigkeit, die Ängste vieler Juden ernst zu nehmen
  • Es wird die klar ablehnende Position der Partei zu Antisemitismus hervorgehoben
  • Eralp und die Landesvorsitzenden erhalten Rückendeckung aus der eigenen Partei

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Im Artikel werden u. a. Elif Eralp, Dietmar Bartsch sowie ihre Positionen mit Zitaten wiedergegeben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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