Berlin: Debatte um Linke und Antisemitismus
Berlin () – In der Debatte um den Ausgang der Berliner Abgeordnetenhauswahl ergreift der Historiker und Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz Partei für die Linke. „Es gibt in ihr, besonders in Neukölln, jede Menge Palästinenser und Muslime, die garstige Worte gegen das Land Israel gebrauchen“, sagte Benz dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe).
Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Neukölln war etwa die Parole „Death to the IDF“, also „Tod der israelischen Armee“, zu hören gewesen. Dazu sagte der Historiker: „Das ist kein Antisemitismus, das ist keine Judenfeindschaft, sondern eine politische Feindschaft gegen die Besatzungsmacht Israel.“ Benz zieht den Schluss: „Die Linke ist nicht antisemitisch.“
Nach dem Wahlsieg der Linken hatten jüdische Verbände wie der Zentralrat der Juden vor einer Koalition mit der Partei gewarnt und erklärt, um ihre Sicherheit zu fürchten. Die Sicherheit von Juden in Berlin sei „ja nun nicht durch die Linke bedroht“, erklärte Benz. Keine Minderheit werde „so gut durch die Polizei geschützt“. Wenn jüdisches Leben in Berlin so unsicher sei, „warum leben dann so viele Juden lieber hier als in Israel?“, so der Historiker.
Gleichwohl müsse die Linke „in jedem Einzelfall, mit dem notwendigen Radau, klar machen, dass das nicht erlaubt ist“. Die Parteiführung müsse „das größte Interesse daran haben, diese Klientel loszuwerden oder denen aufs Maul zu hauen“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfgang Benz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Linke, Tagesspiegel, Zentralrat der Juden
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Freitagsausgabe (kein konkretes Datum genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Neukölln
Worum geht es in einem Satz?
Der Historiker Wolfgang Benz behauptet in der Debatte um den Ausgang der Berliner Abgeordnetenhauswahl, die Linke sei nicht antisemitisch, weil es sich bei kritischen Parolen gegen Israel seiner Ansicht nach um politische Feindschaft gegen die Besatzungsmacht handle, und verweist zugleich darauf, dass jüdische Verbände zwar vor einer Koalition gewarnt hätten, die Sicherheit von Juden in Berlin jedoch nicht durch die Linke bedroht sei.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Eine auf einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Neukölln zu hörende Parole „Death to the IDF“ („Tod der israelischen Armee“)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Nach dem Wahlsieg der Linken hatten jüdische Verbände wie der Zentralrat der Juden vor einer Koalition mit der Partei gewarnt und Sicherheit befürchtet
- Benz widersprach und erklärte, die Sicherheit von Juden in Berlin sei nicht durch die Linke bedroht
- Benz sagte, die Linke müsse in Einzelfällen mit klarer Abgrenzung gegen verbotene antisemitische bzw. gewaltbezogene Aussagen vorgehen und dafür auch öffentlich sorgen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zunahme von Sicherheitsbedenken jüdischer Verbände in Berlin
- öffentliche Warnungen vor möglichen Koalitionsfolgen
- Forderungen nach verstärktem polizeilichem Schutz für jüdisches Leben
- Diskussion über den Umgang mit antisemitisch wahrgenommenen Parolen in politischen Kontexten
- Druck auf die Parteiführung zu klaren Abgrenzungen und konsequentem Vorgehen gegen Regelverstöße
- mögliche Verschlechterung des Vertrauensverhältnisses zwischen betroffenen Gruppen und der Partei
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Wolfgang Benz wird mit mehreren direkten Zitaten zitiert (u. a. gegenüber dem „Tagesspiegel“) sowie mit Aussagen zu Warnungen jüdischer Verbände.
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