Gesellschaft: Tierschutz und Transporte in Deutschland
Berlin () – Angesichts der Hitzewelle verlangt der Deutsche Tierschutzbund einen befristeten Stopp von Tiertransporten. „Wir appellieren an die Bundesregierung und die Bundesländer sowie an die Veterinärämter, Transportunternehmen und Landwirte, bei dieser extremen Hitze
Tiertransporte auszusetzen“, sagte der Präsident der Tierschutz-Dachorganisation, Thomas Schröder, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Zumindest sollten die Fahrten auf den späten Abend oder frühen Morgen verlegt werden.
Der Körper eines erwachsenen Rindes müsse bei diesen hohen Temperaturen gegensteuern, etwa durch Schwitzen, erklärte Schröder. „Tiertransporte bei Hitze werden deshalb schnell zur Qual für die Tiere und sind mit erheblichen Tierschutzrisiken verbunden“, sagte er. Zugleich fehle es oft an Wasser, an Platz und an Pausen.
Langfristig dringt der Tierschutzbund auf weitere Maßnahmen. „Wir fordern von der Bundesregierung mindestens ein Verbot von Langstreckentransporten in Staaten außerhalb der EU“, so Schröder. Insgesamt seien Maßnahmen nötig, um Tiertransporte möglichst zu vermeiden. Dies könne durch hofnahe Schlachtungen oder die Erhaltung kleinerer Betriebe erreicht werden.
Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft bestehen zwei Hauptgründe für Lebendtiertransporte. Zum einen gibt es demnach in vielen europäischen Ländern eine große Zahl ausgezeichneter Zuchttiere, die anderswo auf der Welt zum Aufbau neuer Herden sehr gefragt seien. Ein Großteil der Tiere, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen, werde aber im Bestimmungsland geschlachtet. Hier gelte, dass der Transport von lebenden Tieren in der Regel billiger sei als der Transport von Fleisch in speziellen Kühltransportern.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kaschmirziege (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thomas Schröder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Tierschutzbund, Bundesregierung, Bundesländer, Veterinärämter, Transportunternehmen, Landwirte, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesinformationszentrum Landwirtschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Deutsche Tierschutzbund fordert aufgrund der Hitzewelle einen vorübergehenden Stopp von Tiertransporten, da diese bei hohen Temperaturen erhebliche Tierschutzrisiken verursachen, und plädiert für eine Verlegung der Transporte auf kühlere Tageszeiten sowie langfristige Maßnahmen zur Reduzierung von Lebendtiertransporten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hitzewelle in Deutschland
- Hohe Temperaturen
- Tierschutzrisiken bei Tiertransporten
- Mangel an Wasser und Platz während des Transports
- Bedarf an Zuchttieren in anderen Ländern
- Wirtschaftliche Gründe für Lebendtiertransporte
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutscher Tierschutzbund fordert befristeten Stopp von Tiertransporten wegen Hitzewelle
- Appell an Bundesregierung, Bundesländer, Veterinärämter, Transportunternehmen und Landwirte
- Vorschlag, Transporte auf späten Abend oder frühen Morgen zu verlegen
- Präsident Thomas Schröder erklärt Gesundheitsrisiken für Tiere bei hohen Temperaturen
- Fehlendes Wasser, Platz und Pausen während der Transporte werden kritisiert
- Langfristige Forderung nach Verbot von Langstreckentransporten außerhalb der EU
- Vorschläge zur Vermeidung von Tiertransporten, wie hofnahe Schlachtungen und Erhaltung kleiner Betriebe
- Lebendtiertransporte oft durch Nachfrage nach Zuchttieren in anderen Ländern bedingt
- Transport lebender Tiere in der Regel billiger als Fleischtransport
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Befristeter Stopp von Tiertransporten gefordert
- Appell an die Bundesregierung, Bundesländer, Veterinärämter
- Tiertransporte bei Hitze als Qual für Tiere
- Erhebliche Tierschutzrisiken
- Mangel an Wasser, Platz und Pausen während des Transports
- Langfristige Forderung nach Verbot von Langstreckentransporten außerhalb der EU
- Notwendigkeit von Maßnahmen zur Vermeidung von Tiertransporten
- Förderung von hofnahen Schlachtungen
- Unterstützung kleinerer Betriebe
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, zitiert, der einen Stopp von Tiertransporten bei extremer Hitze fordert.
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