Politische Neuorientierung in Potsdam
Potsdam () – Linken-Chefin Ines Schwerdtner sieht dem anstehenden Parteitag gelassen entgegen. Sie nehme den offenen Machtkampf um den Parteivorsitz an, sagte sie ntv.
Beim Parteitreffen der Partei wird eine personelle Neuaufstellung im Fokus stehen. Nachdem Schwerdtners Co-Parteichef Jan van Aken angekündigt hat, im Juni nicht erneut zu kandidieren, wirft Fraktionsvize Luigi Pantisano seinen Hut in den Ring. „Ich habe im vergangenen Jahr im Bundestag sehr vertrauensvoll und sehr gut mit Luigi Pantisano zusammengearbeitet“, sagte Schwerdtner der Nachrichtenseite von ntv. Sie habe sich über dessen Bereitschaft zur Nachfolge „aufrichtig gefreut“. Gleichzeitig zeichnet sich ein interner Machtkampf ab. Die Berliner Fraktionskollegin Katalin Gennburg hatte öffentlich gefordert, auch den Posten von Schwerdtner neu zu besetzen. Schwerdtner reagierte unaufgeregt: „Die kann es geben. Das wäre nicht schlimm, Konkurrenz belebt das Geschäft.“
Neben dem Personal könnte in Potsdam auch die klassische Richtungsdebatte der Partei neu entflammen. Die fundamentale Frage, ob die Linke als reine Opposition agieren oder Regierungsbündnisse anstreben soll, spaltet die Basis weiterhin. Während früher vor allem Sahra Wagenknecht diese Debatte dominierte, treiben nun junge Neumitglieder den Konflikt voran. Schwerdtner gab aus ihrer Sicht die Marschrichtung vor: „Unsere Losung lautet: Alle wollen regieren, wir wollen verändern.“ Dies könne je nach Bundesland Regierungsbeteiligung oder Opposition bedeuten – in Berlin strebe man gar das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an. Diese ewige Debatte wolle sie mit einem großen Verantwortungsgefühl und solidarisch besprechen, da die politische Lage im Land ernst sei.
Inhaltlich will Schwerdtner die Partei auf soziale Kernfragen einschwören. Sie stehe weiter für eine Fokussierung auf die sozialen Fragen, stellte sie klar und verwies auf Erfolge der parteieigenen Mietenkampagne. Angesichts der bundesweiten Unzufriedenheit und der schlechten Umfragewerte der Bundesregierung sieht sie die Linke in der Pflicht, als linkes Ventil zu agieren. Es sei die Aufgabe der Partei, den Protest gegen die Politik der Bundesregierung zu organisieren und bessere Lösungen anzubieten. Man müsse den Menschen ein sinnvolles Angebot machen, damit unzufriedene Wähler nicht zu den Rechten abwanderten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ines Schwerdtner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ines Schwerdtner, Jan van Aken, Luigi Pantisano, Katalin Gennburg, Sahra Wagenknecht
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Linke, ntv, Luigi Pantisano, Katalin Gennburg, Sahra Wagenknecht, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Potsdam
Worum geht es in einem Satz?
Linken-Chefin Ines Schwerdtner zeigt sich gelassen vor dem anstehenden Parteitag, der eine personelle Neuaufstellung und eine erneute Debatte über die Ausrichtung der Partei zwischen Opposition und Regierungsbeteiligung thematisieren wird, während sie auf soziale Kernfragen fokussiert bleibt und der Linken eine wichtige Rolle als Protestorgan zuschreibt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Offener Machtkampf um den Parteivorsitz
- Co-Parteichef Jan van Aken kandidiert nicht erneut
- Fraktionsvize Luigi Pantisano kandidiert als Nachfolger
- Katalin Gennburg fordert Neubewertung von Schwerdtner
- Diskussion über die strategische Ausrichtung der Partei
- Debatte über Regierungsbeteiligung vs. Opposition
- Fokussierung auf soziale Kernfragen
- Unzufriedenheit in der Bevölkerung und schlechte Umfragewerte der Bundesregierung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Ines Schwerdtner bleibt gelassen bezüglich des Parteitags.
- Offener Machtkampf um den Parteivorsitz angekündigt.
- Jan van Aken kandidiert nicht erneut, Luigi Pantisano will nachfolgen.
- Katalin Gennburg fordert öffentliche Neubesetzung von Schwerdtners Posten.
- Schwerdtner sieht Konkurrenz positiv.
- Diskussion über die Rolle der Linken: Opposition oder Regierungsbündnisse.
- Junge Neumitglieder treiben die Richtungsdebatte voran.
- Schwerdtner betont sozialpolitische Fokussierung und Mietenkampagne.
- Linke soll als Ventil für Protest gegen Bundesregierung agieren.
- Ziel: unzufriedene Wähler von der Rechten abhalten.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Offener Machtkampf um den Parteivorsitz
- Personelle Neuaufstellung im Fokus
- Interner Machtkampf zeichnet sich ab
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- Richtungsdebatte könnte neu entflammen
- Spaltung der Basis über Regierungsbündnisse
- Fokussierung auf soziale Kernfragen
- Linke als Ventil gegen Bundesregierung
- Organisation des Protests gegen Bundesregierung
- Angebot an unzufriedene Wähler, um Abwanderung zu verhindern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ines Schwerdtner zitiert. Sie äußert sich zu ihrer Zusammenarbeit mit Luigi Pantisano und dem internen Machtkampf: „Ich habe im vergangenen Jahr im Bundestag sehr vertrauensvoll und sehr gut mit Luigi Pantisano zusammengearbeitet.“
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