Politik in Potsdam: Wahl von Luigi Pantisano
Potsdam () – Der Linken-Politiker Luigi Pantisano hofft bei seiner für Samstag geplanten Wahl zum Parteivorsitzenden auf ein Ergebnis von mehr als 70 Prozent. Das sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitag). Mit einem Ergebnis von über 70 Prozent wäre er sehr zufrieden. Sollte es darunter liegen, wäre das für ihn ein Zeichen, dass er in den kommenden Monaten weiter Vertrauen aufbauen müsse.
Zu möglichen weiteren Kandidaten sagte Pantisano, ob es noch Kandidaturen geben werde, könne er im Moment nicht sagen – das sei ein demokratischer Prozess. Bislang habe er von nichts gehört.
Am Freitag kommt die Linke in Potsdam zu ihrem dreitägigen Bundesparteitag zusammen, auf dem unter anderem die Parteiführung neu gewählt wird.
Pantisano bekräftigte die Forderung, Milliardäre „abzuschaffen“. Sein Angebot sei, die Arbeiter zu organisieren, um mit ihnen den Kampf gegen die Reichen zu führen. Die Linke werde gegen die geplanten Sozialreformen kämpfen. Er wolle, dass die Abzocke bei den arbeitenden Menschen beendet werde und endlich an das Vermögen der Reichen herangegangen werde.
Als wichtige Themen als Parteichef nannte Pantisano neben dem Ziel, Arbeiter für die Linke zu gewinnen, einen Plan zur Rettung der Industriearbeitsplätze. Es gehe darum, das Leben bezahlbar zu machen und Arbeitsplätze insgesamt zu sichern. Außerdem bleibe die Mietenpolitik ein zentrales Thema. Die Forderung nach einem Mietendeckel bleibe aktuell.
Auf die Frage, warum die Linke unzufriedene Menschen, die die AfD wählen, nicht erreiche, räumte Pantisano ein, es sei der Partei bislang nicht gelungen, systematisch an die Werkstore und in die Betriebe zu kommen. Man müsse sich organisatorisch so aufstellen, dass man stärker zuhöre, von den Arbeitern in den Betrieben lerne und die Partei so entwickle, dass sie sich auch selbst in ihr organisieren könnten. Die AfD sei die größte Bedrohung für den Wohlstand der arbeitenden Klasse.
Zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der CDU nach den Landtagswahlen im Osten sagte Pantisano, er halte eine Koalition mit der CDU nicht für den richtigen Weg. Es gebe aber andere Möglichkeiten, wie man sie etwa in Thüringen und Sachsen sehe. Das müsse die Partei dann gemeinsam diskutieren und entscheiden. Das Allerwichtigste sei, dass die Linke ein starkes Ergebnis erziele, um zu verhindern, dass die AfD in irgendeiner Weise an die Macht komme.
Ein spezifisches Antisemitismusproblem in der Partei verneinte Pantisano. Antisemitismus gebe es leider in allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppen. Er sei stolz darauf, dass die Linke einen Raum schaffe, in dem über die Geschehnisse seit dem 7. Oktober gesprochen werden könne. Gleichzeitig ziehe die Partei sehr klare Grenzen: Antisemitismus dürfe in der Partei keinen Platz haben, genauso wenig wie antimuslimischer Rassismus. Zu antisemitischen Parolen in der Linksjugend sagte er, er habe wahrgenommen, dass die Linksjugend sich von den Geschehnissen distanziert habe. Er erwarte, dass ein solches Verhalten zukünftig von den Verantwortlichen direkt unterbunden werde.
Pantisano kündigte eine Debatte über die Begrenzung von Diäten an. Es gebe bereits einen Grundsatzbeschluss des Bundesparteitags, dass ein Gehaltsdeckel eingeführt werden solle. Er selbst deckele bereits sein Gehalt nach einem Modell seines Landesverbandes und sei sehr dafür, dass eine einheitliche Regelung gefunden werde.
Pantisano, der der erste Linken-Chef mit Migrationshintergrund wäre, betonte, er bringe seine migrantische Perspektive ein – nicht in einem identitätspolitischen Sinn, sondern als grundlegende Erfahrung. Seine Eltern seien italienische Gastarbeiter gewesen, sie hätten ihr Leben lang hart gearbeitet. Er selbst habe einen Hauptschulabschluss. Der Stolz seiner Eltern, durch harte Arbeit ihm und seinen drei Brüdern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, habe ihn das Kämpfen gelehrt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Luigi Pantisano (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Luigi Pantisano
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Die Linke, CDU, AfD, Linksjugend, Bundesparteitag.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand an einem Samstag statt, wobei der genaue Termin nicht erwähnt wird. Der Artikel spricht auch von einem Freitag, was auf den unmittelbar vorhergehenden Tag hinweist. Daher ist das Datum oder der Zeitraum: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebene Veranstaltung findet in Potsdam statt.
Worum geht es in einem Satz?
Luigi Pantisano, ein Kandidat für den Parteivorsitz der Linken, strebt bei seiner Wahl ein Ergebnis von über 70 Prozent an und betont die Notwendigkeit, die Arbeiter zu organisieren, die Mieten zu deckeln und gegen die AfD vorzugehen, während er eine mögliche Zusammenarbeit mit der CDU ablehnt und einen diskriminierungsfreien Rahmen innerhalb der Partei fordert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wahl des Parteivorsitzenden der Linken
- Bundesparteitag in Potsdam
- Ziel von über 70 Prozent bei der Wahl
- Diskussion über Social Reforms und Mietenpolitik
- Unzufriedenheit mit der Erreichung von AfD-Wählern
- Antisemitismus in der Partei und gesellschaftliche Diskussionen
- Gehaltsdeckel und Diätenfrage
- Migrantische Perspektive von Pantisano
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine spezifischen Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ergebnis von mehr als 70 Prozent als Zeichen für Vertrauen
- Notwendigkeit, Vertrauen in den kommenden Monaten weiter aufzubauen
- Ziel, Arbeiter für die Linke zu gewinnen
- Plan zur Rettung der Industriearbeitsplätze
- Bezahlbarkeit des Lebens als wichtiges Anliegen
- Zentralisiertes Thema der Mietenpolitik und Mietendeckel
- Notwendigkeit, sich organisatorisch zu verbessern
- Verhindern, dass die AfD an die Macht kommt
- Klare Grenzen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus
- Erwartung, dass missbilligendes Verhalten der Linksjugend unterbunden wird
- Debatte über Diätenbegrenzung und Gehaltsdeckel
- Berücksichtigung migrantischer Perspektive in der politischen Arbeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Luigi Pantisano zitiert, in der er seine Hoffnung auf ein Ergebnis von mehr als 70 Prozent bei seiner Wahl zum Parteivorsitzenden äußert.

